Bei den besagten Fernhochschulen handelt es sich um die International Correspondence Schools (ICS) in Glasgow und das Nederlands Talen Instituut (NTI) in Leiden.
Die ICS sind Großbritanniens größter Anbieter von Fernlehrgängen, NTI ist auf dem niederländischen Markt eines der führenden Institute. Beide Einrichtungen, die vor allem nichtakademische Fernkurse anbieten, gehörten bislang zur Cengage Learning Holding in den Niederlanden, die 2007 aus dem Verkauf von Thomson Learning an Finanzinvestoren hervorging.
Cengage trennt sich von seinen Bildungsbeteiligungen, um sich stärker auf das Verlagsgeschäft zu konzentrieren. Cornelsen geht den umgekehrten Weg: Aus dem klassischen Schulbuchverlag ist in den vergangenen Jahren einer der größten Bildungsdienstleister in Deutschland geworden, zu dem neben dem Nachhilfe-Studienkreis auch die privaten Akad-Fernhochschulen gehören.
"Wir setzen auf das Geschäftsmodell Fernlernen und wollen dort auch durch Zukäufe international weiter wachsen", sagt Michael Lammersdorf, Geschäftsführer der Cornelsen-Tochter Metaphora, in der die Hochschulen angesiedelt sein werden. Er setzt darauf, mit englischsprachigen Lernangeboten besser Zugang zu internationalen Märkten zu bekommen.
Die Zukäufe haben zusammen ein Umsatzvolumen von rund 35 Mio. Euro, der Kaufpreis soll aber nach Verlagsangaben darunterliegen.