Es sind darum die unkreativen Büroarbeiten, bei denen Dengel den Hebel ansetzt. Auf der Cebit stellt das DFKI sein Konzept des "Virtuellen Büros der Zukunft" (VOF) vor, an dem auch das Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE), die Universität Kaiserslautern und der Bürotechnikhersteller Ricoh beteiligt sind. Zentrales Element sind aufgepeppte Kombinationen aus Drucker, Scanner und Fax, die mit dem Firmennetzwerk verbunden sind. An diesen Multifunktionsgeräten sollen Büroarbeiter Dokumente nicht mehr kopieren, sondern digitalisieren und in der persönliche Aufgabenliste ablegen, an Kollegen verschicken oder ins Archiv geben. "Wir reden hier eher vom papierarmen Büro", dämpft Dirk Muthig, Leiter des VOF-Projekts beim Fraunhofer IESE, die Erwartungen.
Ambitionierter klingt das Ziel des von der EU geförderten Projekts Nepomuk: Ein "semantischer Desktop" soll die verschiedensten Quellen - Dokumente, Visitenkarten, Notizen, Websites - zu geordneten Informationsbündeln verknüpfen, in denen sich auch der neue Kollege besser zurechtfindet als in der klassischen Zettelsammlung. "In zwei Jahren werden die ersten Schnittstellen kommen, die Hardware, Software und Verarbeitungstechnologien zusammenbringen", prophezeit Dengel, "in etwa fünf Jahren erreicht das den Markt für Endanwender."