Düfte können das Erinnerungsvermögen um bis zu 10 Prozent steigern
Allerdings mit Einschränkungen: Die Förderung der Merkfähigkeit funktioniert nur für bestimmte Aufgaben und in bestimmten Schlafphasen, wie es in der am Freitag im Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlichten Studie heißt.
Die Neurobiologen der Universität Lübeck ließen Studenten am Computer Memory spielen. Eine Gruppe versuchte sich in einem Raum mit Rosenduft an der Aufgabe. Während einer Tiefschlafphase erhielten die Probanden dann in der Nacht eine weitere Dosis des Rosendufts. Am kommenden Tag schnitten sie besser ab als die Vergleichsgruppe ohne Rosengeruch: Ihre richtigen Zuordnungen lagen bei 97 Prozent, die der anderen bei 86 Prozent.
In bestimmten Schlafphasen haben Düfte keine Auswirkung
Wer allerdings die Duftzuwendung in einer leichteren Schlafphase, dem REM-Schlaf, abbekam, konnte am nächsten Tag keine bessere Leistung verbuchen. Auch für andere Aufgaben, wie das Erinnern einer bestimmten Fingerkombination, erwies sich die Methode nicht als hilfreich.
Die Erklärung: Beim Kartenspiel reaktivierte der Duft den Forschern zufolge die Erinnerungen des Objektplatzierens und erlaubte es dem ruhenden Gehirn, diese zu festigen. Bei anderen Aufgaben seien aber andere Teile des Gehirns beteiligt, so dass bei der Fingerübung der Erinnerungsschub per Duft nicht funktionierte.