"Wir bauen Porenbrenner""Bei uns wird gebohrt, gesägt, geschweißt und gefräst", sagt er die Geräuschkulisse. "Wir bauen Porenbrenner." Jochen Volkert ist Geschäftsführer der Promeos GmbH. Der 36-Jährige hat eine neue Technologie entwickelt, die Brenner auf effiziente Weise Wärme spenden lässt - ohne Flamme.
Herzstück seiner Geräte ist eine Keramik aus Siliciumcarbid, die aussieht wie ein Stahlschwamm. Im Gegensatz zu einem klassischen Feuerzeug, das vornehmlich in der Flamme, also an einem Punkt Hitze erzeugt, vergrößert die Keramikstruktur des Porenbrenners den Reaktionsraum. In jeder Pore des Schwamms wird Hitze freigesetzt: "Der ganze Reaktor glüht und produziert 1200 bis 1300 Grad heißes Abgas", sagt Volkert.
Dieser harmonische Brennvorgang hat enorme Vorteile. Porenbrenner sind kompakter, energiesparender und emissionsärmer als herkömmliche Gas- oder Ölbrenner. Und sie sparen Kosten, denn ihre Leistung lässt sich modulieren. So kann ein Gerät mehrere verschiedene ersetzen.
Nicht nur in der Heizungsbranche, auch in der Automobil- und Papierindustrie könnte Volkert Abnehmer dafür finden. Zur Vermarktung hat er noch eine Schwesterfirma gegründet. Die Idee zum Porenbrenner hatte zwar ein anderer - Franz Durst, Professor für Strömungsmechanik an der Universität Erlangen, wo Volkert promoviert hat -, aber der ist alles andere als beleidigt: "Ich bin froh, dass jemand sie aufgreift und umsetzt. Dafür ist Jochen Volkert genau der Richtige."