Die Raumfährenflotte der Nasa wurde nach dem Absturz am 1. Februar 2003 technisch überholt und mit neuen Sicherheitssystemen ausgestattet. Bis zum Start der "Discovery" sollen alle von einer Expertenkommission angeordneten Änderungen umgesetzt sein, sagte ein Sprecher der US-Weltraumbehörde. Nach der "Columbia"-Katastrophe, bei der die sieben Besatzungsmitglieder ums Leben kamen, hatte die Nasa alle Flüge gestoppt.
Die "Columbia" war damals kurz vor der geplanten Landung über dem Staat Texas auseinander gebrochen. Verursacht wurde das Unglück von einem etwa aktentaschengroßen Stück Isolierschaum, das sich beim Start der Fähre vom Außentank gelöst und ein Loch in das Hitzeschild der linken Tragfläche geschlagen hatte. Durch das tellergroße Loch drangen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre 1.650 Grad heiße Gase ein und ließen die Tragfläche von innen schmelzen.
Die "Columbia" war bereits die zweite Raumfähre, die die NASA verlor. Im Januar 1986 explodierte die "Challenger" wenige Sekunden nach dem Start. Auch damals kamen alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben. Die NASA hat jetzt noch drei Raumfähren. Neben der "Discovery" sind dies die "Atlantis" und die "Endeavour".