FTD.de » Wissen » Mysteriöse Millionenspenden in den USA

Merken   Drucken   08.05.2009, 10:38 Schriftgröße: AAA

Unbekannter Mäzen: Mysteriöse Millionenspenden in den USA  

Großes Rätselraten an amerikanischen Hochschulen: Wer ist der Unbekannte, der seit Wochen Schecks an Unis schickt? Und: Woher stammt das Geld? Auffällig: Alle beschenkten Unis werden von Frauen geleitet. von Marion Schmidt (Hamburg)
Zuerst kommt ein Anruf aus einer Bank oder Anwaltskanzlei. Ein großzügiger Spender, heißt es, möchte der Hochschule gerne eine größere Summe schenken. Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, kommt ein Scheck. Die Mittelsmänner sind die einzigen, die wissen, wem das Geld gehört. Die Unis, die das Geld bekommen, müssen versprechen, nicht nachzuforschen, woher es kommt.
Was klingt wie ein Thriller, sorgt an amerikanischen Hochschulen derzeit für großes Rätselraten. 14 Colleges haben in den vergangenen Wochen insgesamt über 80 Mio. $ erhalten - und alle wissen nicht, wer der edle Spender ist. Aber alle sind gespannt, welche Uni möglicherweise als nächstes bedacht wird. Vor einer Woche bekam die Michigan State University 10 Mio. $, die University of Alaska 7 Mio. $. Die meisten anderen Unis sind kaum bekannt, alle, bis auf eine, sind staatlich. Sie sind besonders stark von Haushaltskürzungen in ihren Bundesstaaten betroffen, für manche ist es die größte Spende, die sie je bekommen haben.
Ihre einzige Gemeinsamkeit: Sie werden allesamt von Frauen geleitet. Experten mutmaßen daher, dass der mysteriöse Mäzen eine Frau oder eine Gruppe von Frauen ist. Dafür spricht auch, dass nach dem Willen des Gönners mit dem Geld vor allem Stipendien für Frauen und Minderheiten finanziert werden sollen.
Nach Ansicht von Melissa Berman, Präsidentin der Rockefeller Philantropy Advisors, könnte es eine Frau sein, "die zu einer Zeit aufwuchs, als die Chance, aufs College zu gehen, für Frauen nicht selbstverständlich war, und die glaubt, dass Frauen in Führungspositionen andere darin bestärken können, ihr Potenzial auszuschöpfen". Brian O'Rourke von der Clemson University in South Carolina, vermutet dahinter "eine Gruppe einflussreicher Frauen, die sicherstellen wollen, dass Präsidentinnen von Hochschulen Erfolg haben".
  • FTD.de, 08.05.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  impulse startet Projekt impulse Wissen
impulse startet Projekt impulse Wissen

Wie sorgt man dafür, dass ein Unternehmen innovativ bleibt? Wie viel Bauchgefühl ist bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern erlaubt? Antworten auf solche Fragen bietet künftig das neue Wissenskompendium impulse Wissen. mehr

Meistgelesen
 



LEBEN

mehr Leben

NATUR

mehr Natur

TECHNIK

mehr Technik

QUIZ

mehr Quiz

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote