Seltener, aber noch immer üblich: Exzessiver Alkoholkonsum bei Jugendlichen
Die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) zeigte sich trotz des Rückgangs beim wöchentlichen Alkoholkonsum besorgt. "Das Binge-Trinken bleibt problematisch", sagte Dyckmans. Dieses extreme Rauschtrinken betreffe vor allem die Jüngeren. "Die unter 16-Jährigen trinken noch zu oft zu viel. Hier müssen wir unsere Kontrollen wirklich verstärken." Sie will künftig bei der Aufklärung vor allem Risikogruppen wie Zwölf- bis 15-jährige Mädchen und junge Männer stärker in den Blick nehmen.
Der Anteil der Zwölf- bis 17-Jährigen, die mindestens einmal pro Woche Alkohol trinken, halbierte sich innerhalb von rund 30 Jahren und sank von 25,4 Prozent 1979 auf 12,9 Prozent 2010. Bei den 18- bis 25-Jährigen halbierte sich der Wert ebenfalls und sank innerhalb von knapp 40 Jahren von 67,1 Prozent 1973 auf 34,5 Prozent.
Jeder Sechste steht zum Komasaufen
Das Kampftrinken und das noch gefährlichere Komasaufen nehmen dabei aber nicht durchgängig ab. Rund ein Sechstel der minderjährigen Jugendlichen räumte extremes Rauschtrinken im vergangenen Monat ein - 2004 war es noch fast ein Viertel (22,6 Prozent). Der Anteil derer, die mindestens vier Mal im Monat fünf Gläser oder mehr trinken, stagniert bei den Zwölf- bis 17-jährigen Jungen bei einem Anteil von knapp acht Prozent.