Ein internationales Forscherteam hat das Erbgut des Hausschweins entziffert. Von den Ergebnissen versprechen sich die Wissenschaftler neue Therapieansätze für Krankheiten sowohl bei Schweinen als auch bei Menschen. Auch neue Einblicke in die Evolution seien möglich. "Das Schwein ist ein einzigartiges Tier, es ist wichtig für die Ernährung und weil es als Versuchstier für menschliche Krankheiten genutzt wird", sagte Larry Schook von der Universität Illinois. Und weil es noch Wildscheine gebe, sei es interessant zu sehen, welche Gene sich während der Zähmung verändert hätten.
Entschlüsselt wurde das Genomo eines Schweins der Rasse Duroc. Das Schwein stammt von einer Farm der Universität im US-Bundesstaat Illinois. Seine Rasse gehört zu den fünf wichtigsten auf der Erde. Insgesamt gibt es 200 Rassen.
Das Erbgut sei allerdings nur zu 98 Prozent komplett, berichtete die Hochschule. Zudem ist nur die Reihenfolge der Erbgutbausteine bekannt. Diese Sequenz müssen die Forscher noch analysieren, um bedeutende Gene für die Zucht oder die Medizinforschung zu finden.
Weltweit haben Forscher bislang das Erbgut von rund zwei Dutzend Säugetierarten entschlüsselt - darunter Hund, Schimpanse, Ratte, Maus, Kuh und Mensch.