Seit Jahren wird darüber gestritten, ob Handys Krebs auslösen können - die Verbraucher sind verunsichert. Das Krebsforschungsinstitut der Weltgesundheitsorganisation rät, die Nutzung zu reduzieren.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, dass die Handystrahlung möglicherweise krebserregend sein kann. Häufiger Gebrauch von Mobiltelefonen könnte das Risiko von Hirntumoren erhöhen, heißt es in einer neuen Studie einer Expertengruppe der Organisation, die am Dienstag vorgestellt wurde. Die Behörde riet Verbrauchern, sich weniger der möglicherweise schädlichen Strahlung auszusetzen. Zuvor war die WHO davon ausgegangen, es gebe keine Beweise für eine Verbindung zwischen Handys und der Entstehung von Krebs.
Können Handys Krebs auslösen? Über diese Frage gibt es seit Jahren Streit.
"Das Ergebnis bedeutet, dass es ein Risiko geben könnte, und wir müssen deshalb genau nach einer Verbindung zwischen Mobiltelefonen und Krebsrisiko Ausschau halten", sagte der Vorsitzende der Expertengruppe, Jonathan Samet von der Universität von Südkalifornien. Die Fachleute schreiben, es seien weitere Studien nötig, auf deren Grundlage das Krebspotenzial der Strahlung in einigen Jahren erneut bewertet werden soll.
Die Studie war von Mobilfunkkonzernen mit großer Spannung erwartet worden. Seit der Einführung Ende der 1980er-Jahre ist die Nutzung der Mobiltelefone stark gestiegen. Derzeit gibt es rund fünf Milliarden Handynutzer weltweit. Die WHO ist die Koordinierungsbehörde der Vereinten Nationen für das internationale öffentliche Gesundheitswesen. Sie hat ihren Hauptsitz in Genf.
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