Die Suche nach den eigenen Wurzeln ist eine langwierige und staubige Angelegenheit. 17 Jahre ist es her, da fanden Tim White, Paläontologe an der Universität in Berkeley, und sein Team mitten in der äthiopischen Wüste den Backenzahn eines Frühmenschen. Zwei Jahre später hatten sie genug Bruchstücke ausgegraben, um ein Skelett zusammensetzen zu können. Was sie dort ans Licht gebracht hatten, entpuppte sich als ältester jemals entdeckter Vorfahre des Menschen.
4,4 Mio. Jahre lang war das Weibchen der Gattung Ardipithecus ramidus im Gestein begraben gewesen. Damit lebte Ardi, wie die Forscher das Skelett liebevoll nennen, über eine Million Jahre früher als das berühmte Australopithecus-Mädchen Lucy. Damit ist Ardi dem letzten gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Schimpanse näher als jede andere bekannte Gattung auf dem Weg zum Homo sapiens.