Neuer Geschäftszweig: DPA verkauft Nachrichten an Lehrer
Die Nachrichtenagentur steigt in den Bildungsmarkt ein: Gemeinsam mit einem Dienstleister bietet die Deutsche Presse-Agentur künftig Nachrichten, Fotos und Grafiken für Lehrer und Schüler an - die sollen sich damit künftig Recherche im Internet sparen.
Gemeinsam mit dem Conciety, nach eigenen Angaben Marktführer von Online-Lernportalen in Deutschland, will die Deutsche Presse-Agentur DPA aktuelle Nachrichten, Fotos und Grafiken auf einer Web-Plattform für Lehrer und Schüler anbieten. "Wir weiten damit unsere Zielgruppe aus", sagt ein DPA-Sprecher, "wir sind überzeugt, dass sich das auch finanziell lohnt."
Das Angebot, das eine Schule bis zu 2000 Euro jährlich kostet, sollen Lehrer für die Unterrichtsvorbereitung nutzen. Sie könnten sich dadurch aufwändige Recherche im Internet ersparen. DPA und Conciety teilen sich die Lizenzgebühren, wer wieviel bekommt, wollten beide auf Nachfrage nicht sagen. Derzeit können sich Schulen als Referenzschule bewerben und das Lernportal ein Jahr kostenlos testen.
Die großen Nachrichtenagenturen stehen derzeit vor tiefgreifenden Veränderungen. Ihren Kunden brechen die Werbeerlöse weg. Gleichzeitig verändern sich durch die Zunahme digitaler Angebote die Anforderungen von Verlagen und Sendern an die Agenturen. Darauf müssen sich Häuser wie DPA, AFP oder AP mit neuen Diensten und veränderten Strukturen einstellen.
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