Das Eis der Arktis wird nach einer Prognose der Hamburger Universität im nächsten Monat auf ein Minimum zusammenschmelzen. Mit 4,1 Millionen Quadratkilometern werde die eisbedeckte Fläche der Arktis den bisherigen Minusrekord von 4,3 Millionen Quadratkilometern aus dem Jahr 2007 unterbieten, teilten die Forscher vom Klima-Campus der Universität am Donnerstag mit. Die Experten führen das starke Abschmelzen auf den Klimawandel zurück.
Im vergangenen Jahr war die Eisfläche den Angaben zufolge auf 4,6 Millionen Quadratkilometer zurückgegangen. "Ein vorhergesagter Negativrekord im Jahr 2011 hat sich - wenn man die Monatsmittelwerte zugrunde legt - letztlich doch nicht bestätigt", sagte der Meteorologe Alexander Beitsch vom Klima-Campus.
Alljährlich im September erreicht die arktische Eisdecke nach dem Sommer ihre geringste Ausdehnung. Forscher aus aller Welt beteiligen sich am sogenannten Sea Ice Outlook, in dem sie mit unterschiedlichen Methoden das verbleibende Eis abschätzen. Das KlimaCampus-Team erstellt seine Prognose auf der Basis aktueller Satellitendaten.