Internationale Raumstation ISS
Bei der jetzt fehlgeschlagenen Mission mit dem militärischen Kommunikationssatelliten Meridian 5 kam es kurz nach dem Start vom nördlichen Raketenstartplatz Plessezk zum Versagen der dritten Stufe. In Industriekreisen heißt es, dass nach 427 Sekunden des Fluges der Kontakt abriss. Es soll zu einer Wölbung im Triebwerk und möglicherweise zum Durchbrennen von Teilen gekommen sein.
Die Sojus-Rakete ist das Arbeitspferd der russischen Raumfahrt, neben der schweren Proton, die ebenfalls in diesem Jahr schon versagte. Die Sojus, die von Baikonur in Kasachstan, von Plesszek in der Nähe des Nordpols und seit diesem Jahr auch von Kourou in Französisch-Guayana gestartet wird, transportiert Fracht, Satelliten aber auch Menschen ins All.
Nach der Stilllegung der Space-Shuttle-Flotte der USA ist die Internationale Raumstation (ISS) derzeit auf die Versorgung durch russische Technik angewiesen. So startete erst am 21. Dezember eine Sojus mit einem Russen, einem Amerikaner und einem Niederländer zu einem reibungslosen Flug zur ISS - und dockte dort am Freitag erfolgreich an.
Welche Folgen die jüngste Panne hat, ist noch unklar. Der nächste Start ist für den 28. Dezember geplant. Dann soll die Rakete von Baikonur mit sechs Globalstar-Kommunikationssatelliten abheben. Dieser Start wird über den europäischen Raketenvermarkter Arianespace abgewickelt. Für den 26. Dezember ist der Start einer Proton-Rakete vorgesehen.