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Merken   Drucken   02.09.2011, 17:19 Schriftgröße: AAA

Ausbleibende Lieferungen: Moskauer Flughäfen geht das Kerosin aus

Wegen ausbleibender Lieferungen fehlen den drei Airports in der russischen Hauptstadt große Mengen Treibstoff. Mancherorts reicht er nur noch wenige Tage. Die genaue Ursache ist rätselhaft.
Den internationalen Moskauer Flughäfen droht wegen eines akuten Kerosinmangels nach Medienberichten der Kollaps. Die drei Airports Domodedowo, Scheremetjewo und Wnukowo beklagten am Freitag, dass der Vorrat nur noch wenige Tage reichen würde. Grund für den Engpass seien ausbleibende Lieferungen. Das russische Luftfahrtamt forderte am Freitag die Regierung nach Angaben der Agentur Interfax auf, den Flughäfen kurzfristig 180.000 Tonnen Treibstoff aus der Staatsreserve zur Verfügung zu stellen.
Der größte russische Flughafen Moskau-Domodedowo   Der größte russische Flughafen Moskau-Domodedowo
"Außerdem appellieren wir an die Ölunternehmen, ihre Lieferungen an die Moskauer Flughäfen in vollem Umfang wieder aufzunehmen", sagte ein namentlich nicht genannter Behördenmitarbeiter. Warum die Lieferanten die Kerosinmengen gekürzt hatten, war zunächst nicht bekannt. Das Luftfahrtamt werde zusätzlich um eine Anhebung der Lieferungen bitten, sagte ein Mitarbeiter der Agentur Itar-Tass. Lufttransporte hätten zuletzt um rund zehn Prozent zugelegt.
Scheremetjewo, das Drehkreuz der größten russischen Fluglinie Aeroflot, habe nur noch Flugbenzin für drei Tage, sagte ein Airport-Sprecher. In Wnukowo, das unter anderem die Lufthansa-Tochter Germanwings anfliegt, reiche das Kerosin sogar nur für zwei Tage. Am größten russischen Flughafen Moskau-Domodedowo, den auch Lufthansa und Air Berlin nutzen, reichten die Vorräte noch etwas länger aus.
An der Treibstoffbörse seien in der vergangenen Woche nur 5000 Tonnen bei einer Nachfrage von 270.000 Tonnen angeboten worden, zitierte Interfax einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter der Flugzeugbranche. Normalerweise würden wöchentlich 30.000 bis 70.000 Tonnen gehandelt.
  • dpa, 02.09.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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