Gab es sie tatsächlich - oder reiht sie sich ein in die lange Reihe wissenschaftlicher Fehlleistungen und verschrobener Scharlatanerien? Der österreichische Archäologe Wilhelm König grub 1936 die sogenannte Bagdad-Batterie aus; ein Tongefäß mit einem Kupferzylinder und einem Eisenstab, rund 2200 Jahre alt.
Nachbauten der Batterie gaben Strom ab, wenn das Tongefäß mit einem Elektrolyt gefüllt wurde. Wissenschaftlich untersucht wurde der Fund allerdings nie. Skepsis bleibt. Vor allem: Was wollten die Sumerer, gerade der Steinzeit entronnen, mit einer Batterie?
Sicher ist: Um 1745 entdeckten ein niederländischer und ein deutscher Gelehrter, Pieter van Musschenbroek und Ewald Georg von Kleist, unabhängig voneinander die Leidener Flasche beziehungsweise die Kleistsche Flasche, einen Batterievorgänger.
Zwar sind Batterien inzwischen ein alltäglicher Gegenstand - sie leiden aber immer noch unter mangelnder Effizienz. Zu schwer, zu teuer, zu langsam. Wer deshalb jetzt das Speicherproblem mit einer leichten, preisgünstigen und schnell aufladbaren Batterie löst, erwirbt eine Lizenz zum Gelddrucken.
Bisher hatten sich die Verbraucher mit der begrenzten Betriebsdauer ihrer Mobiltelefone, Laptops oder MP3-Player weitgehend abgefunden und das Aufladen der Akkus in ihren Alltag integriert. Geht es aber um Elektroautos oder -fahrräder, tritt die Kardinalschwäche des Systems gnadenlos zutage - mangelnde Reichweite. Ein teures Auto, das nach maximal 250 Kilometern wieder stundenlang aufgeladen werden muss, ist nur was für Idealisten. Hinter der Schwäche steckt die Physik: Fossile Brennstoffe sind energiereicher als Batterien.
Teil 2: 20.000 Ladungszyklen sind das Ziel