Der Marsrover "Curiosity" ist erfolgreich auf unserem Nachbarplaneten gelandet. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am späten Sonntagabend (Ortszeit) im Kontrollzentrum im US-Bundesstaat Kalifornien mit.
Der rund 900 Kilogramm schwere Rover musste eine Reihe komplizierter Manöver unter anderem mit einem Fallschirm, Korrekturdüsen und einem Kran absolvieren, bevor er auf dem Planeten aufsetzen konnte. Die Nasa-Ingenieure nennen das programmierte Landemanöver die "sieben Minuten des quälenden Bangens", weil sie von der Erde aus nicht mehr eingreifen können.
Für die Nasa steht viel auf dem Spiel. Nach der Einstellung des Raumfährenprogramms und angesichts knapper Staatskassen benötigt sie überzeugende Argumente, um sich gegen Kürzungen im Budget wehren zu können. Die Behörde brauche einen Erfolg, sagte der zuständige Chefwissenschaftler John Grotzinger der Nachrichtenagentur Reuters.
Zu 98 Prozent hänge dies von der Landung ab. Sie muss anders als bei den bisherigen Sonden ablaufen, denn mit einem Gewicht von fünf Tonnen ist "Curiosity" fünf Mal so schwer wie die Sonden "Spirit" oder "Opportunity", die 2004 den Mars erreichten.
"Es sieht etwas verrückt aus", sagte Grotzinger über das Landemanöver. "Aber ich versichere Ihnen, es ist die am wenigsten verrückte Methode die man anwenden kann, um einen Rover der Größe der 'Curiosity' auf dem Mars landen zu lassen." Nach der erfolgreichen Landung könnte die Methode das Standardverfahren bei derartigen Landungen werden.
"Curiosity" soll auf dem Mars zwei Jahre lang nach Spuren von Leben suchen. Es ist die teuerste und technisch ausgefeilteste Mission, die je zum Roten Planeten geschickt worden ist.