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Merken   Drucken   14.01.2011, 09:22 Schriftgröße: AAA

Raumfahrt: Neue Termine für letzte Shuttle-Missionen

Monatelang haben technische Pannen den Start der Raumfähre "Discovery" immer wieder verschoben. Ein neuer Termin ist für Februar geplant. Im April soll dann die allerletzte Mission ins All starten.
Nach zahlreichen technischen Pannen mit ihrem Space Shuttle "Discovery" hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa nun neue Starttermine für ihre Flotte festgelegt. Demnach soll die "Discovery" am 24. Februar um 16.50 Uhr (Ortszeit/ 22.50 MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ins All abheben. Der darauffolgende Flug der "Endeavour" - ebenfalls zur Internationalen Raumstation ISS - ist jetzt für den 19. April vorgesehen.
US-Raumfähre "Discovery": Die technischen ...   US-Raumfähre "Discovery": Die technischen Schwierigkeiten sind behoben
Die letzte Reise der "Discovery" mit sechs Astronauten soll nach bisherigen Plänen elf Tage dauern. Auch ein humanoider Roboter soll mitfliegen, um in der Raumstation getestet zu werden. Außerdem will die Nasa ein neues Modul zur ISS schicken, damit die Bewohner mehr Stauraum und Laborfläche zur Verfügung haben.
Eigentlich hätte bereits im vergangenen Jahr der letzte Shuttle-Einsatz stattfinden sollen. Doch technische Schwierigkeiten verzögerten das Ende immer weiter. Zuletzt kämpften die Nasa- Ingenieure mit Rissen am Außentank der "Discovery", die ursprünglich schon im Oktober hätte abheben sollen.
Die "Endeavour"-Mission ist nicht nur die 134. mit den berühmten amerikanischen Orbitern, sondern voraussichtlich auch die letzte. Die USA motten die rund 30 Jahre alten Gefährte ein. Die bemannte amerikanische Raumfahrt soll künftig von Privatfirmen organisiert werden. Allerdings hofft die Behörde noch auf zusätzliches Geld vom Kongress für einen weiteren Start der "Atlantis" im Sommer.
Für den Kommandant des letzten Weltraumflugs des Shuttles "Endeavour", Mark Kelly, hat die Nasa einen Ersatzmann bestimmt. Kelly ist der Ehemann der in Arizona durch einen Attentäter schwer verwundeten US-Abgeordneten Gabrielle Giffords. Er ist seit drei Jahren mit Giffords verheiratet und wurde nach dem Attentat von der Nasa vom Dienst freigestellt.
Kelly werde weiterhin als Kommandant der Mission geführt, teilte die Nasa mit. Allerdings hatte der Astronaut der Nasa in einem Brief empfohlen, bereits jetzt Vorbereitungen zu treffen, um die Mission - wenn nötig - auch in seiner Abwesenheit durchführen zu können. Astronauten-Chefin Peggy Whitson sagte, Kelly könne so seine ganze Aufmerksamkeit seiner Familie widmen.
  • FTD.de, 14.01.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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