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Merken   Drucken   02.09.2010, 13:29 Schriftgröße: AAA

Verschüttete Kumpel in Chile: Arbeiten am Schacht in Chile wieder aufgenommen

Nach 20 Metern mussten die Bohrung des Notschachtes wegen Unregelmäßigkeiten im Gestein eingestellt werden. Die Unterbrechung dauerte nur wenige Stunden. Nachrichten der Angehörigen und Videospiele hielten die Eingeschlossenen bei Laune.
Nach kurzer Unterbrechung ist die Bohrung eines Rettungsschachtes für die in einem chilenischen Bergwerk eingeschlossenen Kumpel in der Nacht zum Donnerstag fortgesetzt worden. Grund des Bohrstopps seien Unregelmäßigkeiten im bisher durchbohrten Gestein gewesen, sagte der leitende Ingenieur André Sougarret. Dies sei während der ersten 100 Meter normal und erwartet worden.
Der Spezialbohrer "Strata 950" soll täglich 8 bis 15 ...   Der Spezialbohrer "Strata 950" soll täglich 8 bis 15 Meter tiefer ins Gestein vordringen
Inzwischen seien die Innenwände des Bohrlochs mit Zement stabilisiert worden und die Bohrung habe eine Tiefe von 30 Metern erreicht. Der Zeitrahmen von drei bis vier Monaten für die Bohrung des Rettungsschachtes habe sich durch die Unterbrechung nicht geändert. Die Kumpel sitzen seit dem 5. August, als ein Stollen einstürzte, unter Tage fest.
Bis sie aus 700 Metern Tiefe - möglichst vor Weihnachten - durch den Schacht an die Oberfläche gebracht werden können, sollen sie mit einem strikten Beschäftigungsprogramm körperlich und geistig fit gehalten werden.
Auf einem am Vortag veröffentlichten Video waren die Männer bei guter Gesundheit und Laune zu sehen. Nahrung, Wasser, Medikamente, Kleidung, elektronische Spiele und Nachrichten ihrer Angehörigen erhalten sie durch enge Versorgungsröhren.
  • FTD.de, 02.09.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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