Kategorie: Baufinanzierung

Baufinanzierung – Hilfe für die eigene Immobilie

Das Eigenheim ist ein Traum, den sich viele Menschen früher oder später erfüllen wollen. Doch natürlich ist dies mit gewissen Maßnahmen verbunden.

Daher ist eine geeignete Baufinanzierung unumgänglich.

Was bedeutet Baufinanzierung?

Die geeignete Baufinanzierung umfasst alle benötigten Gelder für die Anschaffung bzw. Errichtung einer Immobilie mittels eines Kredits. Auch Boden, anfallende Nebenkosten und die Außenanlage sind darin eingeschlossen.

In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine gemischte Finanzierung zwischen eigen aufgebrachten Mitteln (Eigenkapital) und fremden Mitteln (Krediten).

Es gibt mehrere Wege und Mittel, die in eine solche Baufinanzierung mit einfließen:

  1. Eigenfinanzierung:
    Die Eigenfinanzierung beinhaltet die Eigenleistung bzw. den Einsatz der eigenen Sach- bzw. Geldmittel. Oftmals handelt es sich dabei sogar schon um das eigene Grundstück, welches es zu bebauen gilt, aber auch ein angelegter Bausparvertrag gehört dazu.
  2. Eigenleistung:
    Wenn Sie beim Bau mitwirken oder auch bei Renovierungsarbeiten selbst Hand anlegen bezeichnet man das als Eigenleistung. Diese können die Gesamtkosten bzw. den Kapitalbedarf senken.
  3. Fremdfinanzierung:
    Geld von einem Kreditinstitut aufzunehmen bezeichnet man als Fremdfinanzierung. Diese müssen natürlich vom Institut genehmigt werden. In der Regel können bis zu 60 % der Gesamtkosten als Kredit aufgenommen werden. Nur unter bestimmten Bedingungen können die Beleihungsgrenzen erhöht werden. Für gewerbliche Bauvorhaben werden sogar Abschläge vorgenommen.

Auch unter die Fremdfinanzierung zählen sogenannte Bauzwischenfinanzierungen. Sie wird von bestimmten Kreditinstituten übernommen und kann nur unter einer der drei folgenden Bedingungen aufgenommen werden:

  • zu Beginn des Bauvorhabens bzw. zwischendurch ist nicht genügend Eigenkapital vorhanden, um die dafür vorgesehenen Kosten zu decken
  • die Belastungsreife des Grundstückes, auf dem gebaut werden soll, fehlt
  • die Bedingungen für die Auszahlungen des Fremdkapitals sind ungünstig

Der Vorteil einer solchen Finanzierung ist, dass bei Aufnahme eines Kredits ein höheres Volumen angestrebt werden kann. Des Weiteren sind günstigere Konditionen vorhanden, als bei einem gängigen Konsumdarlehen.

Mithilfe eines Baufinanzierungsrechners können Sie schon einmal berechnen, wie hoch ihre persönlichen Zinsen sind. Dadurch können Sie einen Baufinanzierungsvergleich bei verschiedenen Kreditinstituten durchführen.

Um ein Darlehen / einen Kredit aufzunehmen, werden Laufzeit und zu zahlende Zinsen in einem Vertrag festgehalten. Auch die Eintragung der „Grundschuld“ ist unumgänglich und dient dem Kreditinstitut als Sicherheit. Sollten Sie als Kreditnehmer die Rate, welche Sie beim Institut abzahlen, nicht mehr aufbringen können, kann die Bank auf die Immobilie ein Zugriffsrecht ausüben.

Ist eine Baufinanzierung auch ohne Eigenkapital möglich?

Eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital ist zwar möglich, aber eher schwierig zu bekommen.

Die Gefahr besteht darin, dass keine Garantie besteht, dass die Baukosten durch den Preis einer Versteigerung bei Zwangsvollstreckung, die im Ernstfall durchgeführt wird, gedeckt werden können.

Daher sind nur wenige Kreditinstitute wirklich bereit, einem diese Baufinanzierung zu ermöglichen. Die Bedingungen dafür sind eine sehr hohe Bonität, die vorzuweisen ist und ein erhöhter zu zahlender Zins, um das Risiko, welches die Bank dadurch davon trägt, auszugleichen.

Was für eine Bedeutung das Eigenkapital dementsprechend für eine Baufinanzierung hat und welche Konditionen, Voraussetzungen und Berechnungen dafür gelten, erfahren Sie ebenfalls auf FTD.de.