Bonn – Ideen haben sie bei der Post: Jüngst hat der Logistik-Konzern gemeinsam mit Playmobil eine Briefmarke herausgegeben. Aber das wird nicht reichen, um das Geschäft nach einem schwachen Jahr anzukurbeln. Bei den morgigen Quartalszahlen stehen die Aussichten für 2024 im Fokus.
Die DHL-Aktie absolvierte immerhin eine starke Jahresendrallye 2023 – seitdem geht es allerdings bergab: minus 7,71 Prozent seit Jahresbeginn. Einen Kursrutsch verursachte die Bundesregierung. Der Großaktionär stieß im Februar 50 Millionen Anteilsscheine ab, hält jetzt noch 16,5 Prozent.
Krisen beeinträchtigen Logistiker – Reform des Postgesetzes
Insgesamt steckt die Branche in Krise: Nach starken E-Commerce-Jahren während der Pandemie schwächelt derzeit der Konsum. Auch der US-Logistiker FedEx hat im Dezember schwache Zahlen abgeliefert. Jetzt kommt die Krise im Roten Meer hinzu, die den globalen Handel ausbremst.
Schub für die DHL Group verspricht die Reform des Postgesetzes: Im Gespräch ist mehr Zeit für die Briefzustellung, was positive Kosteneffekte haben könnte. Eine Anhebung des Portos steht ebenso an. Aber es sollen auch neue Regeln für Subunternehmer kommen, die teils noch umstritten sind.
Pluspunkt globales Netzwerk – Logistikdrehscheibe in Polen
Widerstandskraft gewinnt der Konzern laut CEO Tobias Meyer durch seine weltweite Präsenz. Das balanciere regionale Herausforderungen zu einem gewissen Grad aus. So helfe DHL aktuell seinen Firmenkunden, zusätzliche Logistikstandorte einzurichten und die Lieferketten zu diversifizieren.
Spürbare Synergien und Kosteneffekte soll etwa das neueröffnete Mega-Logistikzentrum im polnischen Posen bringen. Wer in Berlin und Brandburg etwas online bestellt, wird nun auch von dort beliefert. Neben E-Commerce nutzen die DHL-Bereiche Fracht sowie Post & Paket Deutschland das Zentrum.
Prognosen für Umsatz und Gewinn
Der DHL-Gewinn pro Aktie soll im 4. Quartal 2023 merklich steigen: Bei rund 0,89 Euro liegt die mittlere Prognose von 3 Analysten laut finanzen.net. Im 3. Quartal 2023 konnte DHL lediglich mit rund 0,68 Euro Gewinn je Aktie aufwarten.
Durchwachsen sind die Umsatzprognosen – 21,50 Milliarden Euro schätzen die Analysten im Schnitt für das 4. Quartal 2023. Weniger als im Vorjahresquartal (23,78 Milliarden Euro), aber saisonbedingt mehr als im 3. Quartal 2023 (rund 19,40 Milliarden). Das DHL-Geschäftsjahr endet am 31. Dezember.
Disclaimer:
Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Der Text stellt keine Handelsempfehlung oder Anlageberatung dar.
Festgeld-Vergleich
Geben Sie die Laufzeit vor, ftd.de findet die besten Zinsen
Tagesgeld-Vergleich
Mit dem Einlagensicherungscheck sind Sie auf der sicheren Seite
Depot-Vergleich
Ohne den Vergleich von ftd.de sollten Sie kein Depot eröffnen
Geschäftskonten-Vergleich
Geschäftskonten müssen kein Geld kosten – sparen Sie mit ftd.de
Ratenkredit-Rechner
Ratenkredite wechseln häufig den Zins – sparen Sie bares Geld
Kreditkarten-Vergleich
Finden Sie schnell und einfach die günstigste Kreditkarte