
Der US-Tabakkonzern Altria hat seine Dividende erhöht, steht aber operativ vor Herausforderungen. (KI-Symbolbild: ftd.de-Redaktion, Codex-Bildmodell)
Henrico County – Wer die nächste Altria-Dividende von 1,11 US-Dollar brutto erhalten will, muss die Aktie spätestens am 14. September 2026 kaufen. Der US-Tabakkonzern hinter Marlboro erhöht die Ausschüttung, während die Deckung durch den laufenden Geldzufluss Aufmerksamkeit verdient.
Dividendentermine und Ausschüttung
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Letzter Dividenden-Beschluss | Verwaltungsrat von Altria, 27. August 2026 |
| Spätester Kauf | 14. September 2026, vor Handelsschluss am Referenzmarkt |
| Ex-Tag | 15. September 2026 |
| Zahltag | 9. Oktober 2026 |
| Ausschüttung je Aktie | 1,11 US-Dollar brutto |
| Aktuelle Dividendenrendite | 6,5 Prozent pro Jahr, annualisiert |
| Ausschüttungsintervall | Quartalsweise |
| Kursbasis | 68,17 US-Dollar, 8. September 2026 |
Altria vor dem Ex-Tag kaufen: Was zählt?
Der Verwaltungsrat hat die Quartalsdividende am 27. August um 4,7 Prozent angehoben, wie Altria mitteilt. Für die nächste Zahlung nennt der Dividendenkalender von stockanalysis.com den 15. September 2026 als Ex-Tag. Wer erst an diesem Tag kauft, erhält diese Ausschüttung nicht mehr.
Der letzte reguläre Handelstag davor ist Montag, der 14. September. Nach dem Handelskalender der New Yorker Börse endet der Kernhandel um 16 Uhr New Yorker Zeit, an diesem Datum 22 Uhr deutscher Zeit (MESZ). Bis dahin muss die Order am Referenzmarkt ausgeführt sein. Die US-Anlegerbehörde Investor.gov erläutert die Berechtigung durch den Kauf vor dem Ex-Tag. Der Zahltag am 9. Oktober 2026 bezeichnet die Auszahlung durch Altria; die Gutschrift beim Broker kann später erfolgen.
Die hochgerechnete Jahresdividende beträgt 4,44 US-Dollar. Bezogen auf den Schlusskurs von 68,17 US-Dollar am 8. September ergibt das eine annualisierte Rendite von rund 6,51 Prozent brutto. Auf die einzelne kommende Zahlung entfallen rechnerisch rund 1,63 Prozent dieses Kurses. Am Ex-Tag ist ein Dividendenabschlag zu berücksichtigen, die Zahlung schafft keinen risikolosen Zusatzgewinn. Auch Steuern, Gebühren und Wechselkurse beeinflussen den Betrag, der im Euro-Depot verbleibt.
57 Jahre Dividendenhistorie, aber eine Cashflow-Lücke
Altria verweist auf 61 Dividendenerhöhungen in 57 Jahren; stockanalysis.com führt 57 Jahre Dividendenwachstum. Das spricht für eine lange Ausschüttungstradition. Eine Garantie für unveränderte oder steigende Zahlungen liefert die Historie nicht.
Für das 1. Halbjahr weist der Quartalsbericht an die US-Börsenaufsicht beschlossene Dividenden von 2,12 US-Dollar je Aktie aus. Dem stehen 2,67 US-Dollar verwässerter Gewinn je Aktie nach US-Rechnungslegung gegenüber. Daraus folgt eine Ausschüttungsquote von rund 79,4 Prozent.
Beim Geldzufluss fällt das Bild schwächer aus: 3.043 Millionen US-Dollar operativer Cashflow abzüglich 150 Millionen US-Dollar Investitionen ergeben 2.893 Millionen US-Dollar freien Cashflow. Tatsächlich gezahlt wurden 3.556 Millionen US-Dollar Dividenden. Die Lücke beträgt 663 Millionen US-Dollar. Für dieses Halbjahr war die Ausschüttung damit nicht vollständig aus dem freien Cashflow gedeckt; daraus allein folgt noch keine Aussage über das Gesamtjahr.
Ein ftd.de-Beitrag zur Auswahl von Dividendenaktien erklärt, weshalb Anleger neben der Rendite die Finanzierung der Ausschüttung prüfen sollten. Bei Altria entscheidet daher auch die weitere Cashflow-Entwicklung darüber, wie belastbar die erhöhte Dividende bleibt.
Das operative Geschäft wächst nur langsam
Im 2. Quartal 2026 blieb Altrias Umsatz mit rund 6,1 Milliarden US-Dollar nahezu unverändert; ohne Verbrauchsteuern stieg er um 1,2 Prozent auf 5,4 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 2,8 Prozent auf 1,48 US-Dollar zu, während der ausgewiesene Gewinn um 2,8 Prozent auf 1,37 US-Dollar sank.
Für 2026 erwartet das Management nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 5,61 bis 5,72 US-Dollar. Der Unterschied zwischen bereinigtem und ausgewiesenem Ergebnis sowie die Cashflow-Lücke zeigen, weshalb die Dividendenrendite allein die Geschäftslage nicht ausreichend beschreibt.
Fazit: Hohe Ausschüttung, verhaltene Kursfantasie
Der auf stockanalysis.com veröffentlichte Analystenkonsens umfasst 14 Analysten. Die jüngste dort ausgewiesene Verteilung für August zählt 4 starke Kaufempfehlungen, 8 Halteempfehlungen und 2 Verkaufsvoten einschließlich eines starken Verkaufsvotums. Das durchschnittliche Kursziel für 12 Monate betrug am 9. September 70 US-Dollar, rund 2,7 Prozent über dem verwendeten Schlusskurs.
Als langfristiger Dividendenbaustein kommt Altria deshalb vor allem für Anleger infrage, die das Tabakgeschäft und seine Risiken bewusst akzeptieren. Ein unkritisches Basisinvestment lässt sich aus der Rendite nicht ableiten. Der Fall ist auch nicht allein eine Wette auf die nächste Konjunkturerholung: Entscheidend bleibt, ob das Geschäft die Ausschüttung dauerhaft finanzieren kann. Der Kauf vor dem 15. September sichert die Berechtigung zur nächsten Zahlung, nicht den Anlageerfolg.
Disclaimer:
Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt und vor Veröffentlichung durch die Redaktion geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Der Text stellt keine Handelsempfehlung oder Anlageberatung dar.



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