Walldorf – Ob Microsoft, Amazon – oder der direkte SAP-Konkurrent Salesforce: Viele Digital-Konzerne haben zuletzt Jobs abgebaut. Auch der deutsche DAX-Konzern streicht nun insgesamt 3.000 Stellen. International, aber auch in Deutschland. Das hat die SAP AG bei der Vorstellung der Jahreszahlen angekündigt. Dabei gab der Software-Riese mit Sitz in Walldorf auch einen Gewinnrückgang bekannt.
Die Märkte reagierten heute mit Verkäufen: Auf 101,62 Euro war die SAP-Aktie bis 10.30 Uhr gefallen. Im Jahr 2022 lag der Kurs zeitweise bei etwa 80 Euro, hatte sich aber im Herbst erholt. Von Höchstnotierungen über 138 Euro wie im August 2020 ist das Papier allerdings weit entfernt.
Starkes Cloud-Geschäft brachte Umsatz
2 Prozent weniger als 2021 – bei 8,03 Milliarden Euro liegt das SAP-Ergebnis 2022 vor Zinsen und Steuern. 4,08 Euro beträgt der entsprechende Gewinn je Aktie, ein Minus von 39 Prozent. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 30,9 Milliarden Euro, auch dank des starken Cloud-Geschäfts.
Konzentration aufs Kerngeschäft – das ist die Devise beim nun geplanten Stellenabbau. Das heißt konkret: Software zur Unternehmenssteuerung, sogenannte ERP-Systeme, soll künftig im Fokus stehen. Die rund 3.000 Stellen will SAP in anderen Bereichen streichen. 200 Mitarbeiter davon sind in Deutschland betroffen. Insgesamt umfasst der Stellenabbau 2,5 Prozent der Gesamtbelegschaft.
Beschleunigtes Umsatzwachstum 2023
Zur Disposition steht die Qualtrics-Beteiligung: 71 Prozent des US-amerikanischen Unternehmens hält SAP derzeit, die Software-Firma ist an der Börse etwa 6,6 Milliarden US-Dollar wert. Spezialgebiet von Qualtrics ist das sogenannte Enterprise Feedback Management. Dabei geht es um Prozesse und Programme, mit denen Unternehmen etwa interne Umfragen durchführen können.
SAP sei widerstandsfähiger als je zuvor, betonte Vorstandssprecher Christian Klein. Die Dynamik im Cloudgeschäft sei stark, das Betriebsergebnis wieder gewachsen. „Wir sind daher zu Beginn des Jahres 2023 sehr zuversichtlich, dass wir unser Versprechen, ein beschleunigtes Umsatzwachstum und ein zweistelliges Wachstum beim Betriebsergebnis (Non-IFRS) zu erreichen, einhalten werden.“
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