Aktien Lotus Bakeries Aktie: Attraktiver Preis für die belgische Traditionsbäckerei?

Hersteller des bekannten Karamellgebäcks / Umsatz- und Gewinnsteigerungen / Kursabfall von 30 Prozent in 12 Monaten / Eine der teuersten Aktien der Welt

  • Autor Tim Krupka - Foto: Fotodesign Lorenz
Eine Hand die zwei Kekse hält mit Aktienchart und Hochhäusern im Hintergrund im Collagen-Stil (Foto: Freepik KI Suite) Lotus Bakeries Aktie: Attraktiver Preis für belgische Traditionsbäckerei

Vom Kaffeetisch an die Börse: Der Keks von Lotus Bakeries gehört zu den teuersten Aktien der Welt. (Foto: Freepik KI Suite)

Wussten Sie, dass Sie selbst in einem gewöhnlichen Café der Börse ganz nah sein können – und dafür noch nicht einmal zu Ketten wie Starbucks gehen müssen? Achten Sie beim nächsten Besuch doch einmal darauf, ob Ihnen zu Ihrem Heißgetränk auch ein kleiner Keks serviert wird. Nicht ausgeschlossen, dass es sich um ein Gebäck mit einer charakteristisch roten Verpackung handelt.

Falls dem so ist, haben Sie wahrscheinlich ein Produkt der belgischen Bäckerei Lotus Bakeries und damit ein Stück Finanzmarkt auf Ihrem Unterteller. Denn: Das Unternehmen stellt nicht nur beliebte Snacks her, sondern ist auch bekannt als eine der teuersten Aktien weltweit.

Einzigartige Produkte für jeden Anlass

Schon seit 1932 ist Lotus Bakeries in der Fertigung von Süßwaren tätig. Damals startete alles mit einem einzigen karamellisierten Cookie. Über die Jahre wurde das Sortiment dann immer stärker ausgeweitet. Heute baut das Unternehmen seine Strategie auf 3 Säulen auf.

Am bekanntesten dürfte wohl die Marke Lotus Biscoff sein, die gleichzeitig das Hauptstandbein der Bäckerei bildet. In diesem Segment ist zum Beispiel das rechteckige Gebäckstück zu verorten, das gerne zu Kaffee, Cappuccino oder anderen Heißgetränken gereicht wird. Perspektivisch möchte man sich damit als Nummer 3 in der weltweiten Keksproduktion etablieren.

Mit Natural Foods führte Lotus Bakeries 2015 eine eigene Sparte für Snacks ein, die den veränderten Konsumentenerwartungen Rechnung tragen soll. Im Zentrum stehen dabei Produkte, die reich an Ballaststoffen sind, pflanzliche Proteine enthalten oder ohne Zuckerzusatz auskommen. Derzeit wird die Internationalisierung dieser zweiten Säule forciert.

Schließlich umfasst Local Heroes eine breite Palette regionaler Süßwaren, von Waffeln bis hin zu Lebkuchen. Die in dieser Einheit subsummierten Marken spielen besonders auf ihren Heimatmärkten in Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Schweden eine wichtige Rolle, da sie die dortigen Essgewohnheiten und Trends mit berücksichtigen.

Zahlen als Spiegelbild des Erfolgs

Für fundamental orientierte Investoren gleicht der Blick in die Geschäftsbücher von Lotus Bakeries einem Traum. Insbesondere in den zurückliegenden 5 Jahren konnte das Unternehmen starke Zuwächse bei Umsätzen und gerade auch Gewinnen verzeichnen, ohne dass der Aufwärtstrend dabei unterbrochen wurde.

Lagen die Erträge 2020 beispielsweise noch bei 663 Millionen Euro, kletterten sie bis 2024 um 85,5 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro nach oben. Relativ betrachtet entspricht dies einer Wachstumsrate von nicht minder beeindruckenden 13,2 Prozent pro anno. Im Vergleich mit den Vorjahresergebnissen legte der Umsatz zwischen Januar und Juni 2025 derweil um 9,7 Prozent zu.

 

Im selben Zeitraum, also von 2020 bis 2024, stiegen die Gewinne quasi im Gleichschritt. Für sie ging es um 85,2 Prozent respektive 13,1 Prozent pro anno nach oben. Im ersten Halbjahr 2025 schwächte sich die Dynamik dann zwar etwas ab. Dennoch stand auch hier ein kräftiges Plus von knapp über 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Vergangene Ereignisse in der Übersicht

Dass Lotus Bakeries seine Erträge auf Gesamtunternehmensebene jüngst ausbauen konnte, liegt vorrangig in den erfreulichen Entwicklungen rund um die Geschäftsfelder Biscoff und Natural Foods begründet. So waren die Fertigungsstätten laut eigenen Angaben zuletzt optimal ausgelastet. Rückenwind verschaffte zudem eine neue Kooperation mit dem Lebensmittelriesen Mondelēz, die den Bekanntheitsgrad von Lotus Bakeries im Idealfall verbessern dürfte.

TREK, eine Marke des Segments Natural Foods, stach in den ersten 6 Monaten durch hervorragende Wachstumsraten in Großbritannien hervor und kann sich in den Einkaufsläden immer besser gegen die Konkurrenz behaupten. Der erste Platz bei einem Innovationswettbewerb unterstreicht diesen Erfolgskurs. Und trotzdem: Nicht alles läuft derzeit rund bei Lotus Bakeries.

Besorgniserregender Abfall seit dem Höchststand

Wer früh genug auf den Titel der Belgier aufmerksam wurde, konnte mit der Lotus-Bakeries-Aktie gute Renditen einfahren. Ein hypothetisches Dreijahres-Investment von Mitte Oktober 2021 bis zum vorläufigen Gipfel am 18. Oktober 2024 hätte zum Beispiel 29,3 Prozent eingebracht – pro Jahr. Die gängigen Indizes wären da definitiv nicht hinterhergekommen.

Smartbroker Dashboard / Quelle: Smartbroker Presse

Anzeige

Bei anderen Depots investieren Sie in Ordergebühren, bei Smartbroker+ in Ihren Vermögensaufbau.

Dank dieses Sprints wurde der Anteilsschein temporär deutlich über die Marke von 10.000 Euro katapultiert und durfte sich damit zur Riege der teuersten Aktien der Welt zählen. Wegen des hohen Preises wurde das Papier immer mal wieder als möglicher Kandidat für einen Aktiensplit genannt. Seit nunmehr einem guten Jahr kennt Lotus Bakeries an der Börse aber nur noch den Weg nach unten. Rund 30 Prozent gab der Titel bereits nach, ein echtes Ende ist noch nicht absehbar.

Unklar ist, ob eine neue Analysteneinschätzung den Turnaround mit sich bringt. So hat kürzlich Bernstein ein Kursziel von 9.200 Euro ausgegeben und dies mit mindestens hohen einstelligen Umsatz- und Ergebniswachstumsraten bis 2030 begründet. Demnach dürfte sich vor allem die Marke Biscoff als Treiber herauskristallisieren und wesentlich stärker zulegen als der Wettbewerb.

Vorerst aber gilt, dass Anleger eine potenzielle Investition trotz operativer ordentlicher Zahlen gut abwägen sollten. Der Abwärtsstrudel scheint nach wie vor intakt zu sein.

 

Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Über den Autor

Autor Tim Krupka - Foto: Fotodesign Lorenz

Die Börse und vor allem Aktien begeistern Tim bereits seit seinem 14. Lebensjahr. Schon in der Schulzeit begann er, für unterschiedliche Publikationen über die Welt der Investments zu schreiben und führt dies nun auch parallel zu seinem betriebswirtschaftlichen Studium weiter. Sein besonderes Faible gilt Titeln aus der zweiten Reihe, die aber dennoch durch Qualität zu überzeugen wissen und für ihre Anleger dadurch ansehnliche Renditen erwirtschaften.

Banner für den ftd.de WEEKLY NEWS Newsletter. Smartphone zeigt einen Newsletter mit 'Der Hellmeyer der Woche' und Wirtschaftsnachrichten. Beigefarbener Hintergrund mit Aufruf 'Jetzt abonnieren!' und 'Dein Newsletter.' als Slogan.

Vergleiche

Festgeld-Vergleich

Geben Sie die Laufzeit vor, ftd.de findet die besten Zinsen

Tagesgeld-Vergleich

Mit dem Einlagensicherungscheck sind Sie auf der sicheren Seite

Depot-Vergleich

Ohne den Vergleich von ftd.de sollten Sie kein Depot eröffnen

Mehr aus Aktien

Jetzt kostenlos Geschäftskonten vergleichen:
Geldeingang p.m.
∅ Guthaben:
Beleglose Buchungen p.m.
Beleghafte Buchungen p.m.
Unternehmensart:
Jetzt Studentenkonten vergleichen:
Zahlungseingang / monatlich:
Durchschnittlicher Kontostand:
Girokonto mit Kreditkarte:
Jetzt kostenlos Kreditkarten vergleichen:
Jahresumsatz im Euroland:
Jahresumsatz im Nicht-Euroland:
Kartengesellschaft:
Jetzt kostenlos Festgeldkonten vergleichen:
Anlagebetrag:
Anlagedauer:
Einlagensicherung:
Jetzt kostenlos Depotanbieter vergleichen:
Ordervolumen:
Order pro Jahr:
Anteil Order über Internet:
Durchschnittl. Depotvolumen:
Jetzt kostenlos Tagesgeldkonten vergleichen:
Anlagebetrag:
Anlagedauer:
Einlagensicherung:
Jetzt kostenlos Girokonten vergleichen:
Zahlungseingang / monatlich:
Durchschnittlicher Kontostand:
Girokonto mit Kreditkarte:
Jetzt kostenlos Ratenkredite vergleichen:
Nettodarlehensbetrag:
Kreditlaufzeit:
Verwendungszweck: