Aktien SAP Aktie: Kaufchance beim Tech-Champion aus Deutschland?

Der Software-Konzern ist die Nummer 1 in Europa / Starke Kundenbindung und erfolgreiche Cloud-Strategie / Verlässlichkeit und Skaleneffekte

Geschäftsmann tippt auf virtuelle Symbole für Technologie, Daten und Vernetzung in einer digitalen Benutzeroberfläche (Foto: freepik, Fantastic Studio) SAP Aktie: Kaufchance beim Tech-Champion aus Deutschland?

Europas Tech-Champion mit Cloud- und KI-Fokus (Foto: freepik, Fantastic Studio)

SAP SE ist der führende europäische Softwarekonzern und konnte sich zum teuersten Unternehmen Europas mit einer Marktkapitalisierung von rund 230 Milliarden Euro vorarbeiten. Damit hat das deutsche Unternehmen mit Sitz in Walldorf 2025 die Giganten Novo Nordisk und LVMH hinter sich gelassen.

Die Anleger belohnen nicht nur den erfolgreichen strategischen Wandel Richtung Cloud und KI, sondern auch das strukturell robuste Geschäftsmodell mit hohem Wiedererkennungswert im B2B-Segment. Während sich andere Konzerne starken Zyklen ausgesetzt sehen, gilt SAP als zuverlässiges Unternehmen mit planbaren Umsätzen.

Vom ERP-Anbieter zum Cloud-Experten

SAP wurde 1972 von 5 ehemaligen IBM-Mitarbeitern gegründet. Heute nutzen Unternehmen und Institutionen weltweit die Software und die digitalen Dienste des Dax-Konzerns. Alles begann mit dem Enterprise Ressource Planning System (ERP), das Geschäftsprozesse wie Buchhaltung, Einkauf, Personal oder Logistik automatisierte.

Die Module von SAP wurden tief in die Workflows der Kunden verankert. das führte zu einem langfristig planbaren Geschäft mit wiederkehrenden Umsätzen. Einen entscheidenden strategischen Wandel markierte die Umstellung auf ein Cloud-System. Mit der SAP-Cloud-Plattform wurde nicht nur das Lizenzmodell modernisiert (Subskriptionen statt Einmalverkauf), sondern auch der Zugang zu Echtzeitdaten, KI-basierten Analysen und Machine-Learning-Modulen eröffnet.

So entstand ein Ökosystem, das neben klassischen ERP-Services auch konkrete Lösungen für einzelne Branche wie etwa für Energie, Handel, Fertigung oder Pharma bietet. Die Cloud-Umsätze machen mittlerweile über 50 Prozent des Neugeschäfts aus und wachsen zweistellig. Die Cloud ist daher der Wachstumsmotor der Zukunft.

Europas Nummer 1 profitiert von Skaleneffekten

Ein entscheidender Vorteil von SAP liegt im ausgeprägten Lock-in-Effekt. Großkunden wechseln nicht leichtfertig auf Konkurrenzlösungen. Einerseits wären damit immense Kosten verbunden, andererseits auch ein hoher Aufwand für Datenmigration und Mitarbeiterschulung. Die durchschnittliche Vertragsdauer liegt bei etwa 7 Jahren, viele Kundenbeziehungen bestehen deutlich länger. SAP fungiert als zentraler „Datenhub“ für kritische Geschäftsprozesse. Diese Tiefe ist kaum replizierbar.

Zusätzlich profitiert SAP von enormen Skaleneffekten. Neue Module und Funktionen können einmal entwickelt und tausendfach ausgerollt werden. Das ist der Grund, weshalb SAP hohe operative Margen von über 28 Prozent erreicht und der freie Cashflow stets im Bereich der 13 bis 16 Prozent liegt. SAP ist der führende Anbieter in Europa und konkurrenzlos stark, während in den USA Oracle, Salesforce und Workday um Marktanteile kämpfen.

Smartbroker Dashboard / Quelle: Smartbroker Presse

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Fokus auf organisches Wachstum, KI und Partnernetzwerke

Unter CEO Christian Klein verfolgt SAP eine klare Strategie des organischen Wachstums, ergänzt durch gezielte Zukäufe. Der Hauptfokus liegt weiterhin in der Umstellung der Bestandskunden auf Cloud-Lösungen. Bis 2027 sollen bereits 80 Prozent der Kunden in die moderne Cloud migriert sein.

SAP konzentriert sich auch auf eine wachsende Monetarisierung der Leistungen. Statt fixe Lizenzgebühren einzunehmen, sollen Kunden das bezahlen, was sie tatsächlich nutzen. Mit Hilfe von unterschiedlichen Modulen und Bausteinen lassen sich so langfristig höhere Umsätze erzielen, da Kunden nicht nur bestehende Module stärker nutzen, sondern neue Module dazu buchen.

Ein weiterer Wachstumstreiber ist das weit verzweigte Partnernetzwerk mit über 24.000 Unternehmen weltweit. Die Partner übernehmen Implementierung und Beratung und tragen so entscheidend zur Verbreitung und Weiterentwicklung der Plattform bei.

 

Bewertung: Premium für Verlässlichkeit

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 40, einem EV/Ebitda-Multiple von 24 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 7,4 ist SAP trotz der Sommer-Korrektur nicht günstig bewertet. Die Börse zahlt aktuell eine Stabilitäts- und Skalierungsprämie. Das Umsatzwachstum lag währungsbereinigt bei 12 Prozent und das Betriebsergebnis konnte um 35 Prozent gesteigert werden.

Auch der Ausblick ist mit einem erwarteten Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent und einem Gewinnwachstum von 26 bis 30 Prozent stark. Die Risiken liegen in der sportlichen Bewertung begründet. Auch Probleme bei der Cloud-Migration oder neue Technologien könnten das Wachstum dämpfen. Doch das Marktumfeld spielt SAP derzeit in die Karten. Unternehmen suchen zunehmend nach Effizienz, Automatisierung und verlässlichen Partnern. SAP bietet all das.

Fazit: SAP ist wieder europäischer Champion

SAP hat es 2025 geschafft, nicht nur technologisch aufzuschließen, sondern wirtschaftlich zu dominieren. Die Verlagerung Richtung Cloud, der Fokus auf künstliche Intelligenz und die Plattform-Strategie machen SAP zu einem herausragenden europäischen Unternehmen. Die Bewertung spiegelt jedoch diesen Qualitätsfaktor. Ob Anleger dieses Premium bezahlen möchten, bleibt eine individuelle Anlageentscheidung.

 

Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Über die Autorin

Sophia studierte Betriebswirtschaft und absolvierte ein Auslandssemester an der Singapore Management University. Schon als kleines Kind hatte sie ihre Finanzen fest im Griff und sparte den Großteil ihres Taschengeldes. Auch sie vertraute lange den gängigen Anlageprodukten (Sparbuch, Bausparer, Lebensversicherung). Heute nimmt sie ihre Finanzen selbst in die Hand. Sie recherchiert täglich über Unternehmen und konzentriert sich auf Qualität, ergänzt durch ausgewählte Smallcaps und Wachstumswerte. Ihr Ziel ist es, den Zinseszinseffekt bestmöglich für den Vermögensaufbau zu nutzen.

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