Aktien The Trade Desk Aktie: 65 Prozent Rabatt! Oder eine Falle?

Umsatzrückgang und Wachstumsverlangsamung wegen „kleiner Fehlausführung“ / KUV unter 10

Ein Megafon in einem Rahmen vor orangem Kreis und türkisem Hintergrund symbolisiert digitale Werbung und Marketingstrategien, passend zum The Trade Desk-Artikel über programmatische Werbung. (Foto: freepik, user11878095) The Trade Desk Aktie: 65 Prozent Rabatt! Oder eine Falle?

Trotz aktueller Kurskorrektur bleibt das Wachstumspotenzial im digitalen Werbemarkt intakt (Foto: freepik, user11878095)

The Trade Desk gilt als Marktführer in der Programmatic-Advertising-Branche. Besonders bekannt ist The Trade Desk durch seine Plattform, die es Kunden ermöglicht, Werbung effizient zu verwalten und zielgerichtet zu steuern. Mit dem Omnichannel-Ansatz können Zielgruppen über verschiedene Kanäle wie beispielsweise Connected TV, Online-Videos, Audio oder Mobile erreicht werden.

Mit diesem Ansatz konnte The Trade Desk alleine seit dem Börsengang im Jahr 2019 den Umsatz um 250 Prozent steigern. Doch die jüngsten Ergebnisse haben die Aktie, welche für Volatilität bekannt ist, in einen Abwärtstrend geschickt. Der derzeitige Kurseinbruch von 65 Prozent ist selbst für die volatile The-Trade-Desk-Aktie einzigartig. Handelt es sich hier um einen Rabatt oder eine Falle?

Ernüchternde Quartalszahlen setzten zur Talfahrt ein

Die Kursimplosion begann mit dem Ergebnisbericht Mitte Februar 2025. Die Ergebnisse sowie Umsatzprognosen für das folgende Quartal waren für Anleger enttäuschend. Anstatt eines Umsatzes von 756 Millionen US-Dollar, erzielte The Trade Desk nur 741 Millionen US-Dollar.

Für ein hoch bewertetes Unternehmen (damals Kurs-Umsatz-Verhältnis 17) war dieses Ergebnis, das 22,3 Prozent Umsatzwachstum bedeutete, zu gering. The Trade Desk ist für Wachstumsraten von 25 bis 30 Prozent bekannt. Der Ausblick beläuft sich wiederum auf nur 17 Prozent Umsatzwachstum.

Die Ursachen liegen in der Umstellung auf eine neue KI-Plattform, was länger dauerte als erwartet. Zusätzlich fand im Dezember eine größere Umstrukturierung statt, die das Ergebnis belastete. Der CEO Jeff Green betont jedoch, dass die Chancen im digitalen Werbemarkt unverändert groß sind. Im Jahr 2024 verarbeitete The Trade Desk Rekord-Werbeausgaben in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar. Die Kundenbindung liegt weiterhin bei über 95 Prozent.

Nur eine von vielen Tech-Aktien oder Leader?

The Trade Desk ist eines der wenigen jungen Technologie-Unternehmen, die neben einer herausragenden finanziellen Entwicklung, sowohl bei Umsatz als auch Cashflow, auch ein Geschäftsmodell besitzen, das sie von Wettbewerbern deutlich differenziert.

Das vielfältige Open-Web-Inventar (etwa Sport-Streaming, Premium-Webseiten, Podcasts, Musik-Streaming) unterstreicht die führende Position des Unternehmens. Besonders hervorzuheben ist das Wachstumssegment der Connected-TV-Werbung, das transparent, mit zielgenauen Anreizen und First-Party-Daten operiert.

Ein strategischer Wachstumstreiber war die Einführung von Ventura, dem neuen Streaming-TV-Betriebssystem, das im ersten Halbjahr 2025 starten soll. Dies könnte The Trade Desk zur entscheidenden Marktstellung in der Streaming-TV-Werbung verhelfen und langfristig die Umsatzbasis erweitern.

Kleine Übernahmen wie etwa zuletzt die Akquisition der Analyseplattform Sincera helfen zudem, Werbedaten noch effizienter auszuwerten. The Trade Desk agiert mit Connected TV in einem Markt, welcher jährlich zweistellig wachsen soll.

 

Vorteil gegenüber Alphabet und Meta

The Trade Desk hat im Vergleich zu vielen Konkurrenten im Werbemarkt – etwa Alphabet oder Meta – den Vorteil, dass es als unabhängige Plattform arbeitet und nicht auf ein geschlossenes Ökosystem angewiesen ist. Dadurch ist es The Trade Desk möglich, mit einer Vielzahl von Kunden zusammenzuarbeiten und Risiken zu streuen.

Die Kunden profitieren von einem effizienten und plattformübergreifenden Zugang, während Meta und Alphabet ihre eigenen Kanäle bevorzugen und Daten einschränken.

Die Transparenz stärkt auch das Vertrauen in die Plattform mit Echtzeit-Bieterfähigkeit. Zudem ist The Trade Desk im Vergleich zu den Megacaps noch ein kleiner Player. Werbeeinnahmen in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar stehen Werbeeinnahmen von 160 Milliarden (Meta) und 265 Milliarden (Alphabet) gegenüber. Der Total Addressable Market (TAM) beläuft sich auf eine Billion US-Dollar.

Smartbroker Dashboard / Quelle: Smartbroker Presse

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Finanziell gesundes Wachstumsunternehmen

The Trade Desk war stets in der Lage, in einem wettbewerbsintensiven und volatilen Marktumfeld nachhaltig zu wachsen. Der Barbestand und die kurzfristigen Investitionen belaufen sich auf 1,3 Milliarden US-Dollar bei einer Bruttomarge von 80 Prozent und einer Free-Cashflow-Marge von 27 Prozent. Selbst nach Abzug der aktienbasierten Vergütungen ist die Free-Cashflow-Marge positiv.

Diese solide finanzielle Basis und die hohe Liquidität ermöglichen es, flexibel für weitere strategische Akquisitionen und Investitionen zu bleiben. Dennoch möchte der Markt aktuell nicht mehr als ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 8 für das zweistellig und gesund wachsende Unternehmen bezahlen.

Anleger, die sich für Technologieaktien begeistern und Wert auf Qualitätsmerkmale legen, können The Trade Desk als Nachfolger von Meta und Alphabet auf die Analyse- und Beobachtungsliste setzen.

 

Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Über die Autorin

Sophia studierte Betriebswirtschaft und absolvierte ein Auslandssemester an der Singapore Management University. Schon als kleines Kind hatte sie ihre Finanzen fest im Griff und sparte den Großteil ihres Taschengeldes. Auch sie vertraute lange den gängigen Anlageprodukten (Sparbuch, Bausparer, Lebensversicherung). Heute nimmt sie ihre Finanzen selbst in die Hand. Sie recherchiert täglich über Unternehmen und konzentriert sich auf Qualität, ergänzt durch ausgewählte Smallcaps und Wachstumswerte. Ihr Ziel ist es, den Zinseszinseffekt bestmöglich für den Vermögensaufbau zu nutzen.

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