
Investments in Agrar-ETFs setzen auf Effizienzsteigerungen und technologischen Fortschritt in der modernen Landwirtschaft. (KI-Bild: Magnific.com, bugphai)
Ein unkompliziertester Zugang zur Agrarbranche ist der iShares Agribusiness UCITS ETF (ISIN IE00B6R52143). Dieser investiert nicht in Weizen-Futures, sondern in die Aktien von Unternehmen entlang der Agrarwertschöpfungskette. Im Portfolio landen gemeinsam Saatgut, Pflanzenschutz, Dünger, Landmaschinen, Agrarhandel und Verarbeitung.
Das macht den ETF im Vergleich zu einem breiten Ansatz. Die größte Position ist Corteva mit rund 8,4 Prozent, gefolgt von Archer-Daniels-Midland, Deere, Nutrien und CF Industries. Auch Bunge, Kubota und Tyson Foods gehören zu den Schwergewichten.
Corteva-Aktie als Profiteur des Klimawandels im Agrar-Portfolio
Besonders spannend ist Corteva. Das Agrar-Unternehmen verdient sein Geld mit Saatgut und Pflanzenschutz. Hochleistungssorten sollen auch bei Trockenheit und Schädlingsbefall stabile Erträge ermöglichen. Genau hier trifft der Klimawandel auf die Börse: Je schwieriger die Anbaubedingungen werden, desto wertvoller können Technologien werden, die jeden Hektar produktiver machen.
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Der ETF ist mit rund 103 Titeln zwar breit aufgestellt, allerdings nicht ohne Klumpenrisiko: Die 10 größten Positionen bringen es auf etwa 55 Prozent. Die laufenden Kosten liegen bei 0,55 Prozent pro Jahr. Die Performance war in den vergangenen 5 Jahren starken Schwankungen unterworfen, bei einer durchschnittlichen Rendite von 4,6 Prozent pro Jahr.
Das Urteil: Kein Wetten auf die nächste Weizenrally, sondern ein breit diversifizierter Aktienbaustein auf die Infrastruktur der Landwirtschaft.
Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Über den Autor
Sven Stoll wurde 1969 in Suhl/Thüringen geboren. Er beschäftigt sich bereits seit den 1990er-Jahren mit den Finanzthemen, Wirtschaft und Investmentfonds. Er investiert selbst seit vielen Jahren in aktiv gemanagte Fonds und profitiert von zahlreichen Kontakten in der Branche sowie regelmäßigen Gesprächen mit renommierten Portfoliomanagern. Sven ist hauptberuflich Fondsanalyst bei der GSR GmbH.



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