ETF Wertschöpfungskette der Energiewende: iShares Global Clean Energy Transition ETF

Solar- und Windkraftkonzerne, Wasserstoffspezialisten, Stromnetzbetreiber, moderne Energie- und Speichertechnologien

  • Autor Sven Stoll
Wasserstoffspeicher, Solarpanels, Windkraftanlagen (Foto: Magnific.com, petrmalinak) Wertschöpfungskette der Energiewende: iShares Global Clean Energy Transition ETF

(Foto: Magnific.com, petrmalinak)

Wer breit gestreut auf das Comeback der Green-Energy-Branche setzen möchte, kommt am iShares Global Clean Energy Transition ETF (ISIN: IE00B1XNHC34) kaum vorbei. Der ETF zählt mit einem Fondsvolumen von rund 3,6 Milliarden US-Dollar zu den bekanntesten Produkten im Bereich nachhaltiger Energieinvestments und profitierte zuletzt deutlich von der Rückkehr der Anleger in den Sektor. Auf Sicht der vergangenen 12 Monate legte der Fonds zeitweise um rund 64 Prozent zu – nachdem Clean-Energy-Aktien zuvor über Jahre hinweg massiv unter Druck standen.

 

Der in Irland aufgelegte ETF bildet den S&P Global Clean Energy Transition Index physisch nach und investiert in rund 100 Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energiewende. Enthalten sind unter anderem Solar- und Windkraftkonzerne, Wasserstoffspezialisten, Stromnetzbetreiber sowie Anbieter moderner Energie- und Speichertechnologien.

Zu den größten Positionen zählt derzeit Bloom Energy mit einer Gewichtung von über 9 Prozent. Das Unternehmen gilt als einer der Profiteure des weltweiten KI- und Rechenzentrumsbooms, weil seine Brennstoffzellentechnologie große Mengen Strom dezentral und zuverlässig bereitstellen kann. Ebenfalls stark vertreten sind First Solar, Iberdrola, Vestas Wind Systems sowie Enphase Energy.

Vor allem Iberdrola gilt vielen Investoren als eine Art defensiver Kernwert der Energiewende. Der spanische Energiekonzern investiert seit Jahren massiv in Wind- und Solarparks und verfügt zugleich über ein großes Netzgeschäft – ein Bereich, der vom weltweiten Ausbau der elektrischen Infrastruktur und dem steigenden Strombedarf profitieren dürfte.

Regional dominiert allerdings klar die USA. Rund 42 Prozent des ETFs entfallen auf amerikanische Unternehmen, während China lediglich knapp 18 Prozent ausmacht. Genau darin liegt zugleich die Stärke und das Risiko des Produkts: Anleger partizipieren überdurchschnittlich stark am amerikanischen Technologie- und KI-Boom, machen sich aber auch stärker abhängig von der US-Politik, regulatorischen Entwicklungen und der Stimmung an den amerikanischen Wachstumsbörsen.

 

Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Über den Autor

Autor Sven Stoll

Sven Stoll wurde 1969 in Suhl/Thüringen geboren. Er beschäftigt sich bereits seit den 1990er-Jahren mit den Finanzthemen, Wirtschaft und Investmentfonds. Er investiert selbst seit vielen Jahren in aktiv gemanagte Fonds und profitiert von zahlreichen Kontakten in der Branche sowie regelmäßigen Gesprächen mit renommierten Portfoliomanagern. Sven ist hauptberuflich Fondsanalyst bei der GSR GmbH.

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