
Geschütztes Potenzial: Wenn das Marktumfeld rau wird, zeigen sich die wahren Anlagechancen. (KI-Bild: ftd.de-Redaktion mit Magnific AI)
Die Investmentphilosophie des ARGA Emerging Market Equity Fund (ISIN: IE00BP41KZ81) ist ausgesprochen konträr. Gemanagt wird er von ARGA Investment Management, einem US-amerikanischen Asset Manager mit Sitz in Stamford im Bundesstaat Connecticut. Das Unternehmen wurde 2010 gegründet und ist hierzulande deutlich weniger bekannt, als es seine Ergebnisse verdient hätten.
ARGA sucht Unternehmen, deren Aktien wegen makroökonomischem Stress, politischer Probleme oder unternehmensspezifischer Schwierigkeiten stark abgestraft wurden. Das Motto lässt sich auf einen Satz bringen: Angst und Unsicherheit schaffen Chancen. Die Manager analysieren die Unternehmen fundamental und suchen gezielt nach Situationen, in denen der Markt die langfristige Ertragskraft eines Unternehmens unterschätzt. Dafür greift ARGA auf eine große Research-Plattform zurück – mehr als 50 Investmentexperten und über 125 eigene Industrie- und Subindustrie-Modelle bilden die Grundlage der Analyse.
Der Fonds wird unabhängig von einer Benchmark gemanagt und hält rund 75 Aktien. Die regionale Verteilung ist dabei deutlich: Rund 78 Prozent entfallen auf Asien ohne Japan, etwa 18 Prozent auf Lateinamerika, während Afrika, der Nahe Osten und Europa nur eine kleine Rolle spielen. Zu den größeren Positionen zählen aktuell Tencent, China Jushi, Yili Group, Banco do Brasil, Haier Smart Home, TSMC, Yageo, Samsung Electronics, State Bank of India und HDFC Bank.
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Die Fondsperformance kann sich sehen lassen: Über 5 Jahre liegt die Wertentwicklung bei rund plus 165 Prozent, über 10 Jahre bei rund plus 373 Prozent. Seit Jahresbeginn stehen rund plus 52 Prozent zu Buche. Damit ist dieser Fonds das Gegenstück zum klassischen Indexinvestment. Es geht nicht darum, den Emerging-Markets-Markt möglichst vollständig abzubilden, sondern gezielt dort nach Chancen zu suchen, wo Unsicherheit und niedrige Bewertungen zusammentreffen.
Die Idee: Nicht die beliebtesten Schwellenländeraktien kaufen, sondern die Unternehmen, bei denen der Markt möglicherweise zu pessimistisch ist.
Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Über den Autor
Sven Stoll wurde 1969 in Suhl/Thüringen geboren. Er beschäftigt sich bereits seit den 1990er-Jahren mit den Finanzthemen, Wirtschaft und Investmentfonds. Er investiert selbst seit vielen Jahren in aktiv gemanagte Fonds und profitiert von zahlreichen Kontakten in der Branche sowie regelmäßigen Gesprächen mit renommierten Portfoliomanagern. Sven ist hauptberuflich Fondsanalyst bei der GSR GmbH.



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