
Das SmartGARP-Modell kombiniert quantitative Datenanalyse mit der Expertise erfahrener Fondsmanager. (Foto: Freepik KI Suite)
Der Artemis SmartGARP Global Emerging Markets Equity Fund (ISIN: LU2244289877) der britischen Boutique Artemis gehört zu den erfolgreicheren Schwellenländerfonds. Die Strategie verbindet quantitative Modelle mit aktivem Management und folgt konsequent dem GARP-Prinzip – Growth at a Reasonable Price. Ziel ist es, Unternehmen mit überdurchschnittlichem Gewinnwachstum zu finden, deren Aktienkurse noch nicht überhitzt sind.
Im Zentrum steht das eigens entwickelte SmartGARP-Modell, mit dem Tausende von Aktien weltweit analysiert werden. Dabei werden Gewinnwachstum, Bewertungskennzahlen, Momentumfaktoren und makroökonomische Trends bewertet. Aus dieser systematischen Auswahl werden nur die attraktivsten Wachstumswerte mit positiven Gewinnrevisionen in die engere Wahl genommen. Ein aktives Fondsmanager-Overlay sorgt anschließend dafür, dass auch Bilanzqualität, Wettbewerbsvorteile und langfristige Wachstumschancen berücksichtigt werden.
Portfolio und Management: Konzentrierte Expertise für Schwellenländer
Das Portfolio umfasst etwa 80 bis 100 Titel – konzentrierter als der breite MSCI Emerging Markets Index – mit Value-Schwerpunkt, Übergewicht in China sowie einer soliden Beimischung von Rohstoff- und Industrietiteln. Zu den wichtigsten Beteiligungen zählen Schwergewichte der asiatischen Technologie- und Industriewelt wie Taiwan Semiconductor Manufacturing, Samsung Electronics und Tencent.
Verantwortlich für den Fonds ist Raheel Altaf, Absolvent der Elektrotechnik an der Universität Cambridge mit ausgeprägtem quantitativem Hintergrund. Er begann seine Karriere 2002 bei Fidelity als Quant-Analyst, arbeitete anschließend bei Fulcrum Asset Management und baute seit 2014 gemeinsam mit Peter Saacke und Philip Wolstencroft bei Artemis die SmartGARP-Produktpalette auf, indem er datengetriebene Analyse mit aktiver Fondsmanager-Intuition verbindet.
Deutliche Outperformance gegenüber dem MSCI EM
Die Performance belegt den Erfolg des Ansatzes: In der hier betrachteten Tranche erzielte der Fonds über ein Jahr rund 30 Prozent, über drei Jahre 66 Prozent – während der MSCI Emerging Markets nur auf 19 Prozent bzw. 41 Prozent kam. Über einen Zeitraum von 10 Jahren verzeichnet die älteste britische Pfund-Tranche ein Plus von 298 Prozent gegenüber 186 Prozent des MSCI EM – ein Vorsprung von über 100 Prozent.
Dennoch gilt: Die bisherige Outperformance fiel in eine Phase, in der Value-Titel und Rohstoffe besonders stark nachgefragt wurden. Eine Garantie für alle Marktphasen gibt es nicht. Wer jedoch an die langfristigen Wachstumsstorys der Schwellenländer glaubt, findet in diesem Fonds ein diszipliniert gemanagtes Portfolio, das Wachstum mit fairer Bewertung kombiniert und EM-Investments systematisch auswählt.
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Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Über den Autor
Sven Stoll wurde 1969 in Suhl/Thüringen geboren. Er beschäftigt sich bereits seit den 1990er-Jahren mit den Finanzthemen, Wirtschaft und Investmentfonds. Er investiert selbst seit vielen Jahren in aktiv gemanagte Fonds und profitiert von zahlreichen Kontakten in der Branche sowie regelmäßigen Gesprächen mit renommierten Portfoliomanagern. Sven ist hauptberuflich Fondsanalyst bei der GSR GmbH.



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