Fonds Cashflow und Zyklik: Oberbanscheidt Dividendenfonds

Schwerpunkt auf Sektoren wie Energie und Industrie / Spektakuläre Performance möglich / Bei Gegenwind steigt die Volatilität

  • Autor Sven Stoll
Bulle und Bär an der Börse (Foto: Freepik, mku018) Cashflow und Zyklik: Oberbanscheidt Dividendenfonds

Die Wertentwicklung schwankt stärker als bei klassischen Quality-Income-Produkten (Foto: Freepik, mku018)

Auf den ersten Blick wirkt der Oberbanscheidt Dividendenfonds (ISIN: DE000A12BTG5) wie ein klassischer Vertreter dieser Sparte, bei genauerer Betrachtung entpuppt er sich jedoch als gezielte Mischung aus hoher laufender Ertragskraft und bewusst eingegangener Zyklik.

Im Energiesegment setzen die Fondsmanager Andre Koppers, Marco Jansen und Christian Köpp auf Schwergewichte wie BP und Aker BP: Unternehmen, die selbst bei moderaten Ölpreisen massive freie Cashflows generieren und ihre Aktionäre über Dividenden und Aktienrückkäufe üppig beteiligen. Denn Energie sollte – trotz aller Transformation – eine der größten Cash-Maschinen des Planeten bleiben. Hinzu kommen Titel aus dem industriellen Bereich wie Bilfinger oder Vallourec, die eng mit Investitionen in Energie-, Industrie- und Infrastrukturprojekte verbunden sind.

 

Dividenden-Zykliker mit defensiven Azenten

Der Fonds ist somit kein defensiver Dividendenfonds, sondern eine Art „Dividenden-Zykliker“. Er verstärkt bewusst jene Sektoren, die in Phasen globaler Investitionszyklen, hoher Rohstoffpreise oder solider Nachfrage überproportional profitieren. Ergänzt wird das Ganze durch starke Versicherungstitel wie Allianz und Münchener Rück, die mit robusten Bilanzen und einer verlässlichen Dividendenpolitik für Stabilität im Portfolio sorgen.

Defensivere Akzente setzen etwa E.ON als regulierter Versorger und der Netzwerk-/Telekomausrüster Nokia, der vom globalen Netzausbau profitiert. Selbst ein Titel wie Austevoll Seafood, ein norwegischer Fischerei- und Seafoodkonzern, unterstreicht die Sachwertorientierung: realwirtschaftliche Geschäftsmodelle, physische Assets und Cashflows.

Momentum ist möglich – Volatilität ebenso

Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass die Wertentwicklung stärker schwankt als bei klassischen Quality-Income-Produkten. Läuft der Rohstoff- und Konjunkturzyklus, kann der Fonds so spektakulär performen wie in jüngerer Zeit und Aktien- wie Bond-Benchmarks hinter sich lassen. Die Performance ist mit plus 41,3 Prozent über ein Jahr, plus 83 Prozent über 3 Jahre (22,3 Prozent p. a.) und plus 101,5 Prozent über 5 Jahre (15 Prozent p. a.) top.

Weht jedoch der Wind – etwa durch Rezession, Nachfrageeinbruch oder fallende Energiepreise – spürbar entgegen, steigt die Volatilität. Anleger, die sich für den Oberbanscheidt entscheiden, kaufen bewusst Zyklik und Momentum ein, werden dafür aber mit überdurchschnittlicher Dividendenkraft und Kurschancen belohnt, wenn die globale Konjunktur mitspielt.

 

Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Über den Autor

Autor Sven Stoll

Sven Stoll wurde 1969 in Suhl/Thüringen geboren. Er beschäftigt sich bereits seit den 1990er-Jahren mit den Finanzthemen, Wirtschaft und Investmentfonds. Er investiert selbst seit vielen Jahren in aktiv gemanagte Fonds und profitiert von zahlreichen Kontakten in der Branche sowie regelmäßigen Gesprächen mit renommierten Portfoliomanagern. Sven ist hauptberuflich Fondsanalyst bei der GSR GmbH.

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