
Die Anlagestrategie des Fonds basiert auf einer extrem hohen Gewichtung von dominierenden Technologieunternehmen aus Südkorea und Taiwan. (KI-Bild: ftd.de-Redaktion mit Magnific AI)
Hinter Nomura Asset Management steht einer der großen japanischen Investmentkonzerne mit Sitz in Tokio, der seit Jahrzehnten zu den etablierten Finanzhäusern Japans zählt und weltweit Vermögen für institutionelle und private Anleger verwaltet. Die Gesellschaft ist damit ein Beispiel für einen Asset Manager, der international deutlich größer und bekannter ist, als es sein Bekanntheitsgrad bei deutschen Privatanlegern vermuten lässt.
Der Nomura Emerging Markets Fund (ISIN: LU1818605963) wird von Liu-Er Chen, CFA, gemanagt. Und die Wertentwicklung lässt aufhorchen: Im laufenden Jahr steht der Fonds bei plus 56 Prozent, über 1 Jahr sind es plus 85 Prozent. Über 3 Jahre summiert sich der Zuwachs auf plus 171 Prozent. Auch über 5 Jahre liegt der Fonds mit plus 127,59 Prozent deutlich über dem Sektordurchschnitt von plus 49,85 Prozent. Die Zahlen zeigen: Nomura hat seine Konkurrenz über mehrere Zeiträume deutlich hinter sich gelassen.
Der Blick ins Portfolio zeigt, woher die Outperformance kommt – und wo der Fondsmanager seine Chancen sieht. Südkorea dominiert mit 34,41 Prozent, Taiwan kommt auf weitere 15,07 Prozent, China auf 11,19 Prozent und Indien auf 9,58 Prozent. Noch deutlicher wird die Strategie bei den Einzelpositionen: Taiwan Semiconductor Manufacturing ist mit 9,49 Prozent die größte Position, gefolgt von Samsung Electronics mit 9,18 Prozent, SK Hynix mit 9,10 Prozent und SK Square mit 8,63 Prozent. Allein diese 4 Titel machen damit mehr als 36 Prozent des Portfolios aus. Dahinter folgen Micron Technology mit 4,81 Prozent, Reliance mit 4,60 Prozent, Samsung C&T mit 4,24 Prozent und Tencent mit 3,77 Prozent. Petrobras und Hon Hai Precision komplettieren die Top 10.
Das ist kein klassischer breit gestreuter Emerging-Markets-Fonds. Es ist vielmehr eine konzentrierte Wette auf Unternehmen, die von Digitalisierung, steigender Rechenleistung und dem weltweiten Ausbau der Halbleiterindustrie profitieren. Die Länderallokation passt dazu: Neben Südkorea und Taiwan spielen China und Indien eine wichtige Rolle, während weitere Positionen unter anderem aus Brasilien, den USA, Mexiko, Peru und Thailand kommen.
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Die Konzentration ist dabei Stärke und Risiko zugleich. Läuft der globale Chipzyklus weiter, sind Unternehmen wie TSMC, Samsung und SK Hynix hervorragend positioniert. Dreht der Halbleiterzyklus oder geraten die Bewertungen von Technologiewerten unter Druck, trifft das den Fonds allerdings ebenso unmittelbar. Die enorme Wertentwicklung der vergangenen Jahre ist deshalb kein Zufall, sondern Ausdruck einer sehr klaren Positionierung.
Die Idee: Nicht die gesamte Emerging-Markets-Welt kaufen, sondern gezielt auf die Unternehmen setzen, die von der nächsten Welle der Digitalisierung und dem globalen Chipboom profitieren.
Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Über den Autor
Sven Stoll wurde 1969 in Suhl/Thüringen geboren. Er beschäftigt sich bereits seit den 1990er-Jahren mit den Finanzthemen, Wirtschaft und Investmentfonds. Er investiert selbst seit vielen Jahren in aktiv gemanagte Fonds und profitiert von zahlreichen Kontakten in der Branche sowie regelmäßigen Gesprächen mit renommierten Portfoliomanagern. Sven ist hauptberuflich Fondsanalyst bei der GSR GmbH.



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