
Der Carte-Blanche-Ansatz ermöglicht dem Management eine vollkommen freie und strategische Anpassung der Aktienquote. (Bild: Magnific AI)
Der R-co Valor (ISIN: FR0011253624) ist das Gegenteil eines dogmatischen Fonds. Sein Carte-Blanche-Ansatz gibt dem Management maximale Freiheit: Die Aktienquote kann theoretisch auf null sinken oder auf 100 Prozent steigen. In der Praxis bewegt sie sich jedoch meist im oberen Bereich.
Entscheidend ist jedoch nicht die Quote, sondern der Ansatz dahinter. Fondsmanager Yoann Ignatiew kombiniert Bewertung, Makroüberlegungen und Marktpsychologie. Er ist weniger ein antizyklischer Purist als vielmehr ein aktiver Allokator, der Chancen dort sucht, wo Risiko und Rendite in einem attraktiven Verhältnis stehen.
Das aktuelle Portfolio zeigt diese Flexibilität eindrucksvoll: Mit Alphabet, Mercadolibre und Agnico Eagle Mines finden sich Technologie, Wachstumswerte und Goldproduzenten nebeneinander. Diese Mischung ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines bewusst breit angelegten Opportunismus.
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Auch die langfristige Wertentwicklung spricht für sich: 138 Prozent über 10 Jahre, 341 Prozent über 20 Jahre (7,7 Prozent p.a.). Das ist keine kurzfristige Erfolgsstory, sondern ein belastbarer Track Record über mehrere Marktzyklen hinweg. Im Vergleich zum Huber Portfolio fehlt die klare, fast kompromisslose antizyklische Haltung. Dafür punktet der Fonds mit Erfahrung, Anpassungsfähigkeit und strategischer Breite.
Einordnung: Ein Allokationsprofi mit langem Atem – weniger kantig als Huber, aber extrem robust.
Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Über den Autor
Sven Stoll wurde 1969 in Suhl/Thüringen geboren. Er beschäftigt sich bereits seit den 1990er-Jahren mit den Finanzthemen, Wirtschaft und Investmentfonds. Er investiert selbst seit vielen Jahren in aktiv gemanagte Fonds und profitiert von zahlreichen Kontakten in der Branche sowie regelmäßigen Gesprächen mit renommierten Portfoliomanagern. Sven ist hauptberuflich Fondsanalyst bei der GSR GmbH.



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