Fonds Über 3 Jahre: Diese Welt-Aktienfonds schlagen den MSCI World um Längen

Top-Fonds mit starker Dreijahres-Performance / Aktiv schlägt passiv mit Strategie / Neue Ideen durch Daten und Disruption

  • Autor Sven Stoll
3D-Rendering des finanziellen Neonbulls (Foto: freepik)

Sieben globale Aktienfonds mit klarer Strategie und starkem Vorsprung gegenüber dem MSCI World (Foto: freepik)

Viele institutionelle Investoren steigen erst nach drei Jahren Historie bei Fonds ein. Wir haben uns deshalb genau diesen Zeitraum vorgenommen und präsentieren 7 aktiv gemanagte globale Aktienfonds, die den MSCI World weit hinter sich gelassen haben. Mit dem Spitzenreiter hätten Anleger ihr Kapital sogar nahezu verdoppelt.

Bye-bye Benchmark: diese Fonds zünden den Turbo

Der Charme eines weltweiten Aktienfonds liegt in der breiten Streuung über Länder, Branchen und Währungen. Wer in einen solchen Fonds investiert, senkt Klumpenrisiken und partizipiert am langfristigen Wachstum der globalen Wirtschaft. Kein Wunder also, dass sich viele Anleger an einen ETF auf den MSCI World klammern, wie ein Schiffbrüchiger an seinen Rettungsring. Dieser „Heilige Gral“ der ETF-Welt bildet rund 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab und ermöglicht passives Investieren mit System. Doch ein Blick zurück zeigt: In den vergangenen drei Jahren hat der Index „nur“ rund 41 Prozent zugelegt – eine solide Performance, aber kein Feuerwerk.

Anders sieht es bei einigen aktiv gemanagten Fonds aus. Diese sieben Kandidaten konnten den MSCI World nicht nur schlagen, sondern ihn teils meilenweit hinter sich lassen. Hier kommen die besten globalen Aktienfonds der vergangenen drei Jahre. Sie alle überzeugen mit einer klaren Strategie, einem fokussierten Ansatz und einer hohen Rendite.

Platz 7: Oberbanscheidt Dividendenfonds – plus 68,38 %

Dividende mit Hirn: Der Oberbanscheidt Dividendenfonds (ISIN: DE000A12BTG5) beweist, dass konservatives Investieren alles andere als langweilig sein kann. Anstatt blindlings auf bekannte Dividendenriesen zu setzen, kombiniert das Managementteam um Marco Jansen und Andre Koppers solide Value-Werte mit zyklischen Wachstumschancen. Dabei geht es nicht um die höchste Dividendenrendite, sondern um Nachhaltigkeit, die Qualität des Geschäftsmodells und ein gutes Gespür für Trends.

Jansen hat früh auf Rüstung und Infrastruktur gesetzt. Rheinmetall wanderte 2022 für rund 100 Euro ins Portfolio – heute steht der Kurs bei über 1.700 Euro.

Die aktuell bevorzugten Themen sind: Baukonjunktur, Energiewende und Fischzucht. Zu den Top-Holdings gehören NN Group, Heidelberg Materials, E.ON und Shell – allesamt Dividendenperlen mit Rückenwind. Die Performance von über 68 Prozent in drei Jahren zeigt: Der Fonds denkt nicht in Schablonen, sondern in Chancen.

Platz 6: Morgan Stanley Global Opportunity – plus 74,82 %

Beim Morgan Stanley Global Opportunity (ISIN: LU0552385295) treffen analytische Tiefe und globaler Weitblick aufeinander. Fondsmanager Kristian Heugh von Morgan Stanley verwaltet über 13 Milliarden US-Dollar und verfolgt dabei einen kompromisslosen Qualitätsansatz. Seine Methode: Er identifiziert Unternehmen, die auf Sicht von fünf bis zehn Jahren dominieren – nicht wegen eines Hypes, sondern aufgrund ihrer Substanz.

Das Portfolio ist bewusst fokussiert: Zu den enthaltenen Firmen zählen Meta, Uber und Spotify, die allesamt skalierbare Geschäftsmodelle besitzen und noch lange nicht am Ende ihrer Wachstumsstory stehen. Es dominieren Branchen wie Kommunikationsdienste, zyklische Konsumgüter und Industrie. ESG-Kriterien? Selbstverständlich. Eine Performance von rund 230 Prozent in zehn Jahren und 74 Prozent in den zurückliegenden drei Jahren spricht für sich. Heugh versteht es, in einer Welt des Wandels die richtigen Geschichten mit Aktien zu erzählen.

Platz 5: Human Intelligence – plus 76,06 %

Die besten Fondsmanager? Dieser Fonds hat sie nicht. Er hat gleich die besten Ideen vieler. Der Human Intelligence (ISIN: DE000A3CNF56) von Greiff Capital kombiniert das Wissen erfolgreicher Profis: Per Algorithmus werden aus den Portfolios der besten Fondsmanager die überzeugendsten Aktien herausgefiltert. Es gibt keine Bauchentscheidungen, sondern datengetriebenes Stockpicking.

Co-Fondsmanager Volker Schilling spricht von „Best-of-Ideen“. Aktuell liegen Robinhood, Reddit und Oklo im Depot – letzteres ist ein innovatives Atomenergieunternehmen aus Kalifornien. Im Juni wurden zudem eher defensive Aktien wie Netflix abgebaut und bestehende Positionen in Robinhood und eToro erhöht. Neu aufgenommen wurde das chinesische Unternehmen Xiaomi, wie Fondsmanager Frank Thermate erläutert. Wer sich für Nachzügler interessiert, antizyklisch denkt und dabei auf die Schwarmintelligenz professioneller Investoren vertraut, findet hier ein echtes Rendite-Mosaik. Mit einer Performance von über 76 Prozent in drei Jahren ist dies ein Quantensprung für quantitative Fans.

Platz 4: DNB Disruptive Opportunities – plus 77,50 %

Disruption ist mehr als nur ein Buzzword – sie ist der Treibstoff des DNB Disruptive Opportunities (ISIN: LU2061961145). Audun Wickstrand Iversen, Fondsmanager bei der norwegischen DNB, sucht gezielt nach Unternehmen, die ganze Branchen auf den Kopf stellen. Kein Marktsegment ist tabu: KI, autonome Mobilität, HealthTech, grüne Energien – hier zählt nur, wer die Zukunft gestaltet.

Das global aufgestellte Portfolio investiert in kleine Raketen genauso wie in große Namen. Archer Aviation, AST Space Mobile, Amazon, PayPal – wer an das Morgen glaubt, fühlt sich hier zu Hause. Die Strategie ist mutig, der Auswahlprozess strikt und die Performance spricht für sich: 54 Prozent Plus in einem Jahr. Ein Fonds wie ein Tesla im Depot: hoch volatil, aber mit irrem Beschleunigungspotenzial.

Platz 3: Invesco Global Founders & Owners – plus 79,70 %

„Skin in the Game“ – das ist das Motto dieses Fonds. Der Invesco Global Founders & Owners (ISIN: LU2903431430) investiert in Unternehmen, deren Gründer und Eigentümer signifikant beteiligt sind. Denn wer sein eigenes Geld im Spiel hat, agiert mit Weitblick und Verantwortungsgefühl.

Im Portfolio dominieren Technologie (36 %), Finanzwerte (21 %) und Konsum (11 %). Die Top-Werte sind: Constellation Software, Recordati und Viking. Regionen? Die USA sind stark gewichtet, aber auch Europa und Asien sind vertreten. Der Fonds konzentriert sich auf rund 30 Titel – ein exklusiver Club, der auf Unternehmertum statt Index-Gefälligkeit setzt. Drei Jahre mit knapp 80 Prozent Plus – so sieht unternehmerische Rendite aus.

Platz 2: Morgan Stanley Global Insight Fund – plus 82,39 %

Der Morgan Stanley Global Insight Fund (ISIN: LU0868753731) ist das Rennpferd von Counterpoint Global. Die Manager Dennis P. Lynch, David Cohen, Alexander Norton, Sam Chainani und Armistead Nash sind Spezialisten im aktiven Management mit einem Radar für disruptives Wachstum. Der Fokus liegt klar auf innovativen Firmen, die Märkte nicht nur bedienen, sondern verändern.

Das Portfolio ist hochkonzentriert. Cloudflare, Tesla, Shopify und Adyen sind nur einige der Schwergewichte mit Skalierungspotenzial. Die zehn größten Positionen machen 63 Prozent des Fonds aus. Es geht nicht um die Diversifizierung um der Diversifizierung willen – hier wird auf Sieger gesetzt. Mit einer Performance von 82,4 Prozent in 3 Jahren hat der Fonds seine Benchmark nicht nur geschlagen, sondern geradezu pulverisiert. Er ist ein Paradebeispiel dafür, wie aktives Management der Tech- und Plattformökonomie die Stirn bietet – und gewinnt.

Platz 1: COIQ Collective Intelligence Fund – plus 99,22 %

Er ist der Shootingstar unter den globalen Fonds und tickt völlig anders. Es gibt weder einen Fondsmanager, der auf sein Bauchgefühl hört, noch eine Researchabteilung. Stattdessen kommt beim COIQ Collective Intelligence (ISIN: DE000A3C91C5) ein datengetriebenes Modell zum Einsatz, das aus über 50.000 Börsenspielern die 300 besten Anleger filtert. Deren Entscheidungen werden aggregiert – fertig ist das Portfolio mit 100 Werten. Kollektive Intelligenz statt Fonds-Guru.

Das Ergebnis ist eine flexible Allokation, die blitzschnell auf Markttrends reagiert. Aktuell liegt der Schwerpunkt bei 38 Prozent auf Technologie, 13 Prozent auf Industrie und 13 Prozent auf Kommunikation. Frühzeitig setzte der Fonds dabei auf Nvidia, Rheinmetall und Berkshire Hathaway. Die regionale Verteilung? 60 Prozent USA, 27 Prozent Deutschland – eine ungewöhnliche, aber effektive Mischung. Der Fonds nutzt den Schwarm, ohne dem Herdentrieb blindlings zu folgen. Mit einem Plus von fast 100 Prozent in drei Jahren lässt er den MSCI World mit 41 Prozent weit hinter sich.

Fazit: Aktiv schlägt passiv – wenn’s richtig gemacht wird

7 Fonds, sieben Philosophien – doch sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie zeigen, dass aktives Management funktioniert, wenn Strategie, Timing und Überzeugung zusammenkommen. In einer Zeit, in der viele Anleger auf den MSCI World setzen und sich dabei vermeintlich sicher fühlen, lohnt es sich, über den ETF-Tellerrand hinauszublicken. Denn wer wirklich performen will, braucht mehr als nur Diversifikation: Er braucht Ideen, Visionen – und manchmal auch Mut. Dies beweisen diese wirklich aktiven Fonds eindrucksvoll.

 

Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Über den Autor

Autor Sven Stoll

Sven Stoll wurde 1969 in Suhl/Thüringen geboren. Er beschäftigt sich bereits seit den 1990er-Jahren mit den Finanzthemen, Wirtschaft und Investmentfonds. Er investiert selbst seit vielen Jahren in aktiv gemanagte Fonds und profitiert von zahlreichen Kontakten in der Branche sowie regelmäßigen Gesprächen mit renommierten Portfoliomanagern. Sven ist hauptberuflich Fondsanalyst bei der GSR GmbH.

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