Gewinnmitnahmen

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Der Handel an der Börse ist für viele Anleger durch Gewinne und Verluste bestimmt. Viele Aktienwerte erleben beispielsweise im Laufe eines Jahres Kurssteigerungen und auch Kursrückgänge. Die Analysten und Experten an der Börse versuchen stets, die Bewegung der Kurse einer Aktie in eine bestimmte Richtung zu erklären. Einer dieser Erklärungsansätze für sinkende Kurse ist die sogenannte Gewinnmitnahme. Die Gewinnmitnahme dient meistens dann als Erklärung für fallende Kurse einer bestimmten Aktie, wenn keine sonstigen Einflüsse identifiziert werden können.

Zu den möglichen weiteren Einflüssen, die sich ebenfalls negativ auf die Kursentwicklung einer Aktie auswirken könnten, zählen insbesondere negative Unternehmensnachrichten, wie zum Beispiel schlechte Bilanzwerte. In manchen Branchen können aber auch wirtschaftliche Einflüsse und politischen Ereignissen dazu führen, dass oftmals alle Aktien aus dieser Branche negative Tendenzen zeigen. Sind all diese möglichen Erklärungen nicht plausibel, so greifen Experten meistens auf die Gewinnmitnahmen als Erklärung für sinkende Kurse zurück.

In diesem Fall gehen die Analysten davon aus, dass der Kurs der Aktie deshalb sinkt, weil eine Reihe von Aktionären Gewinne sichern möchte, die sie bereits mit dem Wertpapier buchmäßig erzielt, aber noch nicht realisiert haben. Eine Gewinnmitnahme bedeutet also, dass der Aktionär das Wertpapier beispielsweise zu einem Kurs von 50 Euro in der Vergangenheit gekauft hat und sich der aktuelle Kurs bei 56 Euro befindet. Somit realisiert der Anleger durch den Verkauf ein Gewinn je Aktie von sechs Euro und nimmt diesem Gewinn mit, indem er seinen Bestand verkauft. Geschieht dies in größerem Umfang, sind also die Verkauforder vom Volumen her deutlich in der Mehrheit, sinken die Kurse der entsprechenden Aktien und die Gewinnmitnahme ist als Erklärung durchaus plausibel.

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Von |2019-02-05T14:47:44+02:005. Februar 2019|0 Kommentare

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