Haltedauer

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Während manche Kunden kurzfristig mit Aktien spekulieren, gibt es andererseits auch zahlreiche Anleger, die gerne langfristig ihr Kapital in die Wertpapiere anlegen möchten. Im Zusammenhang mit dem Handel und dem Investment in Aktien fällt häufiger der Begriff der Haltedauer. Gemeint ist damit der Zeitraum, der beim Kauf der Wertpapiere beginnt und an dem Tag endet, an dem sich der Anleger entschließt, die Wertpapiere zu verkaufen. Die Haltedauer ist also nichts anderes als die zeitliche Differenz zwischen Kauf und Verkauf der Aktien.

Angegeben wird die Haltedauer für gewöhnlich in Tagen, es sei denn, zwischen Kauf und Verkauf liegen mehrere Jahre. Heutzutage ist die Haltedauer aus steuerlicher Sicht nicht mehr von Bedeutung, da im Rahmen der Abgeltungssteuer alle Gewinne aus Aktiengeschäften zumindest für die Steuer erfasst werden müssen. Ob eine tatsächliche Besteuerung stattfindet, hängt dann davon ab, ob der Kunde über einen ausreichenden Sparer-Pauschbetrag verfügt. Früher war die Haltedauer hingegen von großer Bedeutung, als es nämlich noch die Spekulationssteuer gab. Damals war es so, dass alle Gewinne aus Aktiengeschäften dann steuerfrei waren, wenn zwischen Kauf und Verkauf mindestens 365 Tage vergingen, die Haltedauer also mindestens ein Jahr betrug.

Finanzberater und Experten empfehlen Anlegern bei einem Aktien-Investment meistens eine möglichst lange Haltedauer. Ein Hauptgrund besteht darin, dass das Verlustrisiko bei Aktien statistisch mit fortschreitender Haltedauer sinkt. Zudem führen häufiges Kaufen und Verkaufen zu Gebühren, die erst einmal durch Renditen wieder kompensiert werden müssen. Wichtig kann die Haltedauer auch dann sein, wenn man dividendenstarke Aktien bevorzugt. Die Dividende wird allerdings nur gezahlt, wenn der Aktionär die Aktien zu einem bestimmten Stichtag noch im Depot hatte. Somit kann auch hier die Haltedauer eine Rolle spielen.

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Von |2019-01-28T12:07:18+02:0024. Januar 2019|0 Kommentare

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