Volatilität

»Volatilität

Insbesondere zahlreiche deutsche Anleger können sich nach wie vor nicht mit einem Investment in Aktien anfreunden. Ein häufig genannter Grund dafür ist vor allem das Auf und Ab der Kurse, welches die Börse anscheinend unberechenbar macht. Fachlich korrekt ausgedrückt wird dieses Auf und Ab der Kurse, also das Steigen und Fallen der Wertpapiere, mit Schwankungsbreite bezeichnet. Dafür wiederum gibt es ein Fachwort, nämlich die Volatilität. Die Volatilität ist demzufolge ein Maßstab, der etwas über die Schwankungsbreite von Kursen aussagt.

Ist die Volatilität hoch, bedeutet dies, dass es eine ebenfalls hohe Schwankungsbreite gibt. Dies wiederum heißt, dass zwischen den Höchst- und den Tiefstkursen einer Aktie innerhalb eines bestimmten Zeitraumes ein vergleichsweise großer Unterschied liegt. Beträgt der Höchstkurs eines Wertpapiers beispielsweise im Januar 50 Euro und liegt der Tiefstkurs drei Monate später, also im April, bei 25 Euro, wäre dies definitiv zunächst einmal eine Aktie mit einer sehr hohen Volatilität. Allerdings trifft dies streng genommen nur dann zu, wenn sich der Kurs anschließend auch wieder in die andere Richtung bewegt, also steigt. Ansonsten wäre es nicht unbedingt eine volatile Aktie, sondern zunächst einmal nur ein Wertpapier, bei dem der Kurs deutlich gefallen ist.

Um etwas zur Schwankungsbreite einer Aktie oder auch eines Indizes sagen zu können, sollte man zusätzlich zur Volatilität auch stets einen festgelegten Zeitraum betrachten. Nur dann lässt sich mit einer gewissen Aussagekraft sagen, ob die Aktie eine ungewöhnlich hohe Schwankungsbreite hat oder sich im normalen Rahmen bewegt. Von größerer Bedeutung ist die Volatilität insbesondere für spekulativ eingestellte Anleger, da diese öfter genau durch möglichst große Schwankungen in kurzer Zeit Gewinne erzielen. Weniger interessant ist die Schwankungsbreite hingegen für langfristig orientierte Anleger, denn hier spielt es normalerweise keine Rolle, wenn die Aktien zwischenzeitlich größeren Schwankungen unterlegen sind.

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Von |2019-01-30T09:09:20+02:0030. Januar 2019|0 Kommentare

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