Beim Handel mit Optionen müssen sich Trader dafür entscheiden, ob sie auf fallende oder sinkende Kurse spekulieren möchten. In dem Zusammenhang sehen viele Händler einen Vorteil der Optionen darin, dass man eben nicht immer – wie beim direkten Investment in Aktien – auf steigende Kurse spekulieren kann, sondern mittels der Derivate ist es ebenfalls möglich, bei fallenden Kursen Gewinne zu erzielen. Wer an steigende Kurse des jeweiligen Basiswertes glaubt, der muss sich für eine sogenannte Call-Option entscheiden.

Die Call-Option ist das Gegenteil der Put-Option und wird ins Deutsche übersetzt auch als „Kaufoption“ bezeichnet. Der Inhalt der Call-Option besteht darin, dass der Käufer gleichzeitig das Recht erwirbt, den zugrunde liegenden und in der Option genannten Basiswert zu einem festgelegten Preis und somit Kurs zu erwerben.

Wenn die Call-Option also beispielsweise einen Basispreis von 50 Euro für die Aktie vorsieht, hofft der Inhaber natürlich, dass der Preis der Aktien anschließend ansteigt. Somit würde auch der Wert der Option ansteigen, die mit dem Handel an der Börse jederzeit wieder veräußert werden kann.

Die Call-Option ist insbesondere dann ein probates Mittel, wenn man mit einem verhältnismäßig geringen Kapitaleinsatz auf steigende Kurse von unterschiedlichen Basiswerten spekulieren möchte. Zu den Basiswerten gehören nicht nur Aktien, sondern ebenfalls werden Optionen auf Indizes, Rohstoffe oder auch Devisen ausgegeben. Nahezu alle Optionen sind dabei mit einem Hebel ausgestattet, sodass Gewinne potenziert werden. Bei der Call-Option ist zu beachten, dass diese zu einem festgelegten Zeitpunkt verfällt. Daher besteht durchaus ein zeitliches Risiko, dass der Kurs des Basiswertes sich nicht wie gewünscht verhält und der Inhaber der Option Verluste erleidet. Im schlimmsten Fall verliert die Call-Option sogar soviel an Wert, dass der Trader über 80 bis 90 Prozent seines eingesetzten Kapitals verliert.