Das Wichtigste in Kürze
  • Die Festgeldanlage gilt als eine der sichersten Formen der Geldanlage. Zu den Vorteilen gehören sowohl eine feste Verzinsung als auch das kostenfreie Festgeldkonto.
  • Die Konditionen auf das Festgeld der Sparkasse variieren zwischen den einzelnen Sparkassen-Institutionen: Es sind jährliche Zisen zwischen 0,05 und 0,4 % bei einer variablen Laufzeit möglich.
  • Nutzen Sie das Festgeldangebot nur, wenn Sie mehrere Monate oder Jahre nicht auf die investierte Summe zurückgreifen müssen. Je höher die Anzahl der Laufzeitmonate, desto höher auch die Verzinsung bei unterschiedlichen Anbietern wie den Sparkassen, der comdirect oder auch Klarna.
Festgeld Sparkasse Festgeldangebot
Das Festgeldangebot der Sparkassen unterscheidet sich regional- zwischen 0,05 und 0,4 % jährliche Zinsen sind dabei möglich.

Trotz niedriger Zinsen entscheiden sich nach wie vor viele Anleger dafür, ihr Geld mit einer sehr hohen Sicherheit auf einem Festgeldkonto zu deponieren.

Aufgrund des hohen Marktanteils ist das Festgeld der Sparkasse eine Anlageform, die sehr häufig genutzt wird.

Wir möchten daher in unserem Beitrag darauf eingehen, wodurch sich das Festgeld der Sparkassen auszeichnet, worauf Sie bei der Termineinlage achten sollten, worin die Vor- und Nachteile sowie die üblichen Konditionen bei diesem Finanzprodukt in der aktuellen Niedrigzinsphase bestehen.

Geld langfristig und gewinnbringend bei der Sparkasse anlegen

In Deutschland gibt es ungefähr 390 verschiedene Sparkassen, die in den einzelnen Regionen teilweise unterschiedliche Konditionen auf Kredite, Girokonten, Produkte der Altersvorsorge oder Sparanlagen bieten. Das Festgeldangebot bietet Ihnen die Möglichkeit der Geldanlage einer festgelegten Summe über einen flexiblen Zeitraum zu einem festgelegten Zinssatz. Das Festgeld ist eine Form der konservativen Geldanlage, das Ihnen eine besonders hohe Sicherheit bietet. Die Konditionen variieren zwischen 0,05 und 0,40 % Zinsen p.a.

  • flexible Laufzeiten
  • fester Zinssatz
  • konservative Geldanlage

1. Wie werden bei der Sparkasse die Festgeldkonditionen festgelegt?

1.1. Konditionen unterscheiden sich innerhalb der verschiedenen Sparkassen

Ein markantes Merkmal der Sparkassen in Deutschland besteht darin, dass die einzelnen Institute völlig unabhängig sind. Zwar gibt es die Sparkassen-Finanzgruppe als Institutsgruppe, aber in deren Rahmen ist jede Sparkasse eigenständig und unabhängig tätig.

Das führt dazu, dass jede Sparkasse auch ihre Festgeldkonditionen selbst festlegt. Daher gibt es zwischen den einzelnen Sparkassen auch zum Teil größere Unterschiede bei den Angeboten.

Das beginnt teilweise schon beim Namen, den das Festgeld der Sparkasse bei den einzelnen Kreditinstituten hat, nämlich:

  • Festgeld
  • Termingeld
  • Festzinssparen der Sparkasse
  • Topzinssparen
Beim Festgeld der Sparkasse sind Angebote also von Institut zu Institut unterschiedlich. Die bezieht sich vor allem auf den Zinssatz, die Laufzeit und einige weitere Eckdaten der Festgeldanlage. Wenn Sie also beim Festgeld der Sparkasse die Angebote sichten, vergleichen Sie am besten mehrere Institute. Sie müssen das Festgeldkonto nämlich keineswegs bei Ihrer Sparkasse vor Ort nutzen, da es eine Reihe von Online-Angeboten der Kreditinstitute gibt.

1.2. Festgeld der Sparkasse: Einlagensicherung als besonderer Vorteil

Bei der Sparkasse eine Festgeldanlage zu nutzen hat für Anleger einen besonderen Vorteil, nämlich die Einlagensicherung. Zwar greift bei dieser Form der Geldanlage (dem Festgeld) innerhalb der EU immer die Einlagensicherung, diese sichert je Gläubiger Guthaben von bis zu 100.000 Euro ab.

Dies trifft natürlich auch auf das Festzinssparen der Sparkasse zu, jedoch geht der Schutz für den Anleger noch deutlich weiter:

  • Wenn Sie nämlich bei der Sparkasse die Geldanlage Termingeld nutzen, dann ist die Sicherung der Einlagen vom Anlagebetrag her unbegrenzt. Dies ist eine Besonderheit der Sparkassen-Finanzgruppe, von der Sie natürlich insbesondere dann profitieren, wenn Sie zum Beispiel Beträge im mindestens höheren sechsstelligen Bereich investieren.

2. Wie viel Zinsen gibt es auf das Festgeld der Sparkasse?

Das Thema Festgeld der Sparkasse und die geltenden Zinsen sind für Anleger jetzt schon seit Jahren kein erfreuliches.

Das betrifft jedoch nicht nur das Konto der Sparkassen, sondern gilt im Grunde für alle Tages- und Festgeldanlagen der Banken in Deutschland und weiteren Teilen Europas.

Aufgrund der Niedrigzinsphase erhalten Anleger nämlich von einer deutschen Bank selten einen Festgeldzins, der sich oberhalb von 0,8 Prozent befindet.

Wenn doch, dann ist diese in der Regel mit einer sehr langen Anlagedauer verbunden, beispielsweise 10 Jahren. Beim Festgeld der Sparkasse sind die Konditionen – wie eingangs erwähnt – vom einzelnen Institut abhängig.

2.1. Festgeld der Sparkasse: Zinsen auf einem niedrigen Niveau

Da sich auch das Festgeld der Sparkasse im Zinstief befindet, sind die Zinssätze nicht sehr unterschiedlich zwischen den einzelnen Sparkassen hierzulande.

Das Festgeld der Sparkasse mit der Zinsentwicklung in den letzten fünf bis zehn Jahren hat dazu geführt, dass Sie heute im besten Fall einen Zins von jährlich 0,7 Prozent erhalten. Dabei ist die Höhe der Verzinsung vor allem von der Laufzeit abhängig, bei manchen Instituten zudem auch von der Anlagesumme.

Aktuell können Sie durchschnittlich von den folgenden Zinssätzen ausgehen, falls Sie das Festgeld einer Sparkasse als Geldanlage nutzen möchten:

Laufzeit Zinssatz
30 Tage bis 36 Monate
  • 0,10 bis 0,20 %
5 Jahre
  • 0,25 bis 0,35 %
10 Jahre
  • 0,5 bis 0,7 %
Bei diesen Zinssätzen stellt sich für viele Anleger natürlich die Frage, ob die Anlage auf einem solchen Konto überhaupt lohnt.

2.2. Festgeld der Sparkasse und Tagesgeld im Vergleich

Es gibt eine Reihe von Anlegern, die nicht genau den Unterschied zwischen einem Festgeld der Sparkasse und dem Tagesgeld kennen, welches zahlreiche Mitglieder der Sparkassen-Finanzgruppe ebenfalls anbieten. Das Festzinssparen der Sparkassen hat zwar einige Gemeinsamkeit mit dem Tagesgeld, es existieren aber auch wichtige Unterschiede.

Der folgenden Tabelle können Sie daher entnehmen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei diesen zwei Anlageformen existieren:

Kategorie Anlageart
Einlagensicherung
  • Festgeld: unbegrenzt
  • Tagesgeld: unbegrenzt
Zinssatz
  • Festgeld: 0,1 bis 0,7 %
  • Tagesgeld: 0,1 bis 0,2 %
Verfügbarkeit
  • Festgeld: bei Fälligkeit
  • Tagesgeld: täglich
Laufzeit
  • Festgeld: 30 Tage bis 10 Jahre
  • Tagesgeld: keine

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Festzinssparen der Sparkassen und dem Tagesgeld besteht also darin, dass Sie Ihr Guthaben auf dem Tagesgeldkonto täglich ohne Kündigung verfügen können. Das auf dem Festgeldkonto abgelegte Kapital ist hingegen erst bei Fälligkeit, also am Ende der vereinbarten Laufzeit, verfügbar.

Zwar lassen manche Sparkassen aus Kulanz auch eine vorzeitige Verfügung zu, jedoch ist dies fast immer mit der Berechnung von Vorschusszinsen verbunden.

2.3. Banken und Direktbanken im Festgeldvergleich

2.4. Weitere bekannte Anbieter von Festgeld

Sofern Sie Wert darauf legen, dass Sie nicht nur online, sondern auch in einer Zweigsstelle zum Festgeldangebot der jeweiligen Bank oder Direktbank beraten werden können, sind folgende Anbieter für Sie interessant:

Anbieter Konditionen
comdirect
CreditPlus Bank
Deutsche Handelsbank
Klarna

3. Lohnt sich das Festgeldsparen der Sparkassen?

Wenn es bei der Frage, ob sich das Festgeldsparen der Sparkasse noch lohnt, nur um die Rendite gehen würde, dann wäre die Antwort ganz klar: nein.

Trotzdem legen die Bundesbürger nach wir vor 500 Milliarden Euro und mehr auf Termingeldkonten an, nutzen also auch das Festgeld der Sparkasse als Konto zur Geldanlage.

Der Grund ist vor allem die bereits erwähnte hohe Sicherheit: Das Emittentenrisiko ist aufgrund der institutseigenen Einlagensicherung nur minimal und es gibt weder ein Währungs- noch ein Zins- noch ein Kursrisiko.

Dass sich das Festzinssparen bei der Sparkasse und im Grunde auch bei allen anderen Kreditinstituten aus Deutschland rein wirtschaftlich betrachtet aktuell nicht lohnt, soll die folgende Beispielrechnung mit einem Festgeld der Sparkasse mit Konditionen verdeutlichen:

Kategorie Kondition
Anlagesumme
  • 100.000 Euro
Laufzeit
  • 3 Jahre
Zinssatz
  • 0,25 Prozent
Inflationsrate
  • 1,60 Prozent
Kapital am Laufzeitende (ohne Zinseszins)
  • 100.750 Euro
Kapitalwert nach Abzug der Inflation
  • 95.950 Euro

Dass Sie in diesem Beispiel nach drei Jahren eine Kapitalsumme von 100.750 Euro haben, während Sie 100.000 Euro angelegt haben, klingt auf den ersten Blick nicht so schlecht.

Das Problem ist jedoch die Inflationsrate: Diese führt nämlich dazu, dass – nach Einberechnung der Zinsen – die Kaufkraft Ihrer ehemals 100.000 Euro nach drei Jahren lediglich noch 95.950 Euro beträgt. Das bedeutet nichts anderes, als dass Sie durch die Anlage auf dem Festgeld der Sparkasse bzw. Konto reale Kapitalverluste von über 4.000 Euro erleiden.

Dabei ist es natürlich der Sinn und Zweck einer Geldanlage, das Kapital – nach Abzug der Inflationsrate – zu mehren. Dies schafft jedoch aktuell kein Festgeldangebot einer deutschen Bank auch nur annähernd.

  • 3.1. Festgeld der Sparkasse: Laufzeit und Mindestanlagebetrag

    Zu den Konditionen gehört beim Festgeld der Sparkasse die Laufzeit genauso wie der Zins. Die meisten Anleger habe natürlich auch beim Festgeld der Sparkasse einen Zeitraum im Blick, für den sie das Geld anlegen möchten.

    Dabei sollte es sich um einen Zeitraum handeln, für den Sie das Guthaben auch wirklich entbehren können. Ob Sie das Festgeld der Sparkasse für 1 Jahr oder das Festgeld der Sparkasse für 5 Jahre (als Beispiele) nutzen, hängt also vor allem davon ab, wie lange Sie auf das Geld verzichten können bzw. möchten.

    Einen weiteren Punkt sollten Sie bei der Wahl der Laufzeit ebenfalls beachten, nämlich den Zinsunterschied:

    • Wenn Sie das Festgeld der Sparkasse für 1 Jahr wählen, erhalten Sie natürlich einen etwas niedrigeren Zins als wenn Sie das Festgeld der Sparkasse für 5 Jahre nutzen.

    Allerdings ist es in der aktuellen Situation absolut nicht empfehlenswert, dass Sie sich nur wegen vielleicht 0,3 Prozent mehr Zinsen so lange an diesen niedrigen Zinssatz binden. Die Laufzeiten auf das Festgeld der Sparkasse, zwischen denen Sie sich für gewöhnlich entscheiden können, liegen je nach Sparkasse meistens zwischen 30 Tagen und bis zu 10 Jahren. Der Mindestanlagebetrag ist ebenfalls je nach Bank unterschiedlich und beläuft sich meistens auf 2.500 bis 10.000 Euro.

  • 3.2. Festgeld der Sparkasse im Vergleich: Zinskonditionen stehen im Vordergrund

    Beim Festgeld der Sparkasse von günstigen Zinsen oder Konditionen zu sprechen, passt nicht so ganz, da in der Regel keine Kosten entstehen.

    Daher geht es auch beim Festgeld der Sparkasse im Test und beim Vergleich vor allem um die Zinskonditionen.

    Bevor Sie sich das Festgeld einer Sparkasse aussuchen, sollten Sie auch einige Angebote anderer Banken sichten. Hilfreich kann der Testsieger sein, der auch im Termingeldbereich regelmäßig von der Stiftung Warentest bzw. Finanztest veröffentlicht wird. Das beste Festgeld ist aber nicht zwingend immer das mit den höchsten Zinsen, sondern meistens wird zum Beispiel auch die Auswahl bei den Laufzeiten und die Einlagensicherung gewertet.

  • 3.3. Fälligkeit des Festgeldes: Was ist zu tun?

    Zum Laufzeitende hin fragen sich viele Anleger, was mit dem Guthaben auf dem Festgeldkonto geschehen soll.

    Meistens handhaben es die Banken so, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt vor der Fälligkeit der Festgeldanlage, beispielsweise 10 Tage vorher, eine automatische Verlängerung (Prolongation) vorgenommen wird.

    Dies geschieht aber nur, wenn dies vorher vereinbart wurde und der Kunde der Prolongation bis zum Stichtag nicht widerspricht. In dem Fall verlängert die Bank die Termineinlage dann für den gleichen Anlagezeitraum, allerdings zu dem dann gültigen Zins.

    Daher ist eine solch automatische Verlängerung gerade bei längeren Laufzeiten nicht unbedingt empfehlenswert. Es besteht nämlich die Gefahr, dass der Anleger den Zeitpunkt des möglichen Widerspruchs verpasst und das Festgeld dann vielleicht 5 Jahre zu einem sehr niedrigen Zins verlängert wird.

4. Kann man das Festgeld der Sparkasse auch online eröffnen?

Sparkasse Online Bezahlen Mobil
Das Angebot der Sparkassen wird digital – Sie haben nicht nur die Möglichkeit, über Online-Banking den aktuellen Kontostand abzufragen und Ihre Geldanlagen zu überprüfen, sondern können dank passender App auch im Geschäft mithilfe Ihres Smartphones zahlen.

Im Bereich Banking und Service haben sich die Sparkassen in den letzten 10 Jahren sehr entwickelt, insbesondere im Online-Bereich.

Nahezu alle Sparkassen haben heutzutage eine eigene Webseite. Trotzdem finden sich jedoch eine ganze Reihe Beispiele, dass man sich zwar zu bestimmten Produkten online informieren, diese aber nicht über die Webseite beantragen kann.

Stattdessen wird der Kunde oft weitergeleitet, um einen Termin in der Geschäftsstelle zu vereinbaren. Dies gilt häufiger auch für das Festgeldangebot.

Es kommt also darauf an, bei welcher Sparkasse Sie das Konto eröffnen möchten, ob dies nur in der Geschäftsstelle oder alternativ auch über die Webseite möglich ist.

Falls Letzteres zutrifft, können sich beim Vorgang der Kontoeröffnung an der folgenden Anleitung orientieren:

  1. Vergleich der Angebote bei den Sparkassen durchführen
  2. Über die Webseite den Menüpunkt „Festgeld beantragen“ oder Ähnliches wählen
  3. Persönliche Daten angeben
  4. Angaben zum Festgeld machen: Anlagesumme, Laufzeit, Verrechnungskonto
  5. Antrag absenden
  6. Legitimieren (Post- oder Videoident-Verfahren)
  7. Zugangsdaten erhalten
  8. Überweisung auf das Festgeldkonto vornehmen

Insbesondere der Vergleich der Angebote ist sehr wichtig, worauf auch wir auf FTD.de in unserem Ratgeber zum Festgeld der Sparkasse 2019 gerne hinweisen. Es gibt nämlich neben den Sparkassen natürlich noch eine Reihe anderer Banken, die ein Festgeldangebot offerieren, wie zum Beispiel: