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Finanzcheck Smartbroker vs. Scalable Capital: Welcher Broker macht das Rennen?

Wir haben beide Broker genauer unter die Lupe genommen / Wer schlägt sich im Broker-Duell am besten?

  • carlos

Smartbroker Dashboard / Quelle: Smartbroker PresseDie Entscheidung zwischen Smartbroker+ und Scalable Capital prägt maßgeblich Ihren Anlageerfolg.

Beide Broker gehören zu den beliebtesten Anbietern am deutschen Markt und verfolgen doch völlig unterschiedliche Strategien. Während Smartbroker+ mit über 40.000 Aktien und kostenlosen Orders über Gettex wirbt, setzt Scalable Capital auf ein innovatives Flatrate-Modell und hat gerade erst die Vollbanklizenz erhalten.

Wir haben beide Anbieter intensiv verglichen und zeigen Ihnen, welcher Broker für Ihre Anlagestrategie optimal ist.

Smartbroker vs. Scalable Capital: Wer liefert die besten Gebühren?

Die Gebührenstruktur entscheidet über Ihre Nettorendite. Beide Broker verfolgen grundlegend verschiedene Preismodelle, die je nach Handelsverhalten erhebliche Kostenunterschiede bedeuten.

Smartbroker+ setzt auf ein klassisches Pay-per-Trade-Modell mit einem besonderen Twist: Über Gettex handeln Sie ab 500 Euro Ordervolumen komplett kostenlos, darunter zahlen Sie nur einen Euro. An anderen Handelsplätzen wie Tradegate oder Lang & Schwarz fallen pauschal 4 Euro pro Order an. Bei Xetra kommen 4 Euro plus mindestens 1,50 Euro oder 0,01 Prozent des Ordervolumens hinzu.

Smartbroker Dashboard / Quelle: Smartbroker Presse

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Scalable Capital revolutioniert mit zwei Kontomodellen das Preisverständnis. Der FREE Broker kostet keine Grundgebühr und ermöglicht den kostenlosen Handel von PRIME ETFs (iShares, Amundi, Xtrackers) ab 250 Euro. Alle anderen Trades kosten 0,99 Euro. Der PRIME+ Broker für 4,99 Euro monatlich macht alle Trades ab 250 Euro kostenlos – eine echte Flatrate für aktive Trader.

Gebührenvergleich für verschiedene Handelsszenarien:
SzenarioSmartbroker+Scalable FREEScalable PRIME+
ETF-Order 1.000€ (Gettex)0€0€ (PRIME ETFs) / 0,99€0€
Aktien-Order 300€0€-4€0,99€0€
Order unter 250€1€-4€0,99€0,99€
Xetra-Order4€ + min. 1,50€3,99€ + min. 1,50€3,99€ + min. 1,50€
20 Trades/Monat à 500€0€ (Gettex)19,80€4,99€

Bei den Sparplänen bieten beide Broker alle Ausführungen kostenlos an. Smartbroker+ hat über 4.600 Sparpläne im Angebot, darunter 1.600 ETFs und sogar 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Scalable Capital kontert mit 2.700 ETFs, 8.000 Aktien und 3.800 Fonds – alle sparplanfähig ab einem Euro. Ein besonderes Highlight bei Scalable: Der hauseigene Scalable MSCI AC World ETF hat bis Ende 2025 eine TER von 0,00 Prozent.

Der entscheidende Unterschied zeigt sich bei Vieltradern. Wer 20 mal im Monat handelt, zahlt bei Smartbroker+ über Gettex null Euro. Bei Scalable FREE würden 19,80 Euro anfallen, mit PRIME+ nur die monatliche Flatrate von 4,99 Euro. Ab etwa fünf Trades pro Monat lohnt sich PRIME+ bereits.

Funktionen und Bedienung bei Smartbroker und Scalable im Test

Die Benutzerfreundlichkeit bestimmt, wie effizient Sie Ihre Anlagestrategie umsetzen können. Beide Broker haben hier ihre Stärken und Schwächen.

Smartbroker+ kämpft weiterhin mit technischen Herausforderungen. Die App-Bewertungen sprechen Bände: 2,9 Sterne im Apple App Store und 3,4 Sterne bei Google Play. Nutzer klagen über eine unübersichtliche Bedienung und gelegentliche Abstürze. Die Web-Anwendung ist zwar vollständig responsive, bietet aber nicht die moderne Optik konkurrierender Anbieter. Positiv hervorzuheben ist die Verfügbarkeit aller wichtigen Ordertypen von Market bis Stop-Loss.

Scalable Capital glänzt mit einer modernen, intuitiven Plattform. Die App und Web-Version sind nahtlos synchronisiert und bieten ein einheitliches Nutzererlebnis. Besonders PRIME+ Kunden profitieren von erweiterten Features wie unbegrenzten Portfoliogruppen, Preisalarmen und der Smart Predict Funktion für intelligente Orders. Die Portfolioanalyse zeigt detailliert Ihre Performance und hilft bei der Optimierung.

Bild zeigt Scalable Capital App / Quelle: Scalable News

Ein wichtiger Unterschied zeigt sich bei der Sparplanverwaltung. Scalable bietet mehr Flexibilität mit monatlichen, zweimonatlichen, quartalsweisen, halbjährlichen oder jährlichen Ausführungen. Die dynamische Inflationsanpassung ist ein cleveres Feature, das Ihre Sparrate automatisch an die Geldentwertung anpasst. Smartbroker+ bietet diese Optionen nicht, punktet aber mit der größeren Sparplan-Auswahl.

Die Handelszeiten unterscheiden sich ebenfalls. Smartbroker+ ermöglicht den Handel über verschiedene Plätze zu unterschiedlichen Zeiten. Scalable Capital hat die Handelszeiten auf der European Investor Exchange ab September 2025 auf 7:30 bis 22:00 Uhr erweitert, was längeres Trading ermöglicht.

Wie unterscheidet sich das Handelsangebot bei Smartbroker und Scalable?

Das verfügbare Produktspektrum bestimmt Ihre Diversifikationsmöglichkeiten. Beide Broker bieten breite Auswahl, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Smartbroker+ beeindruckt mit schieren Zahlen: über 40.000 Aktien, mehr als 2.500 ETFs und über 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Besonders hervorzuheben sind die 4,6 Millionen handelbaren Derivate und 41 verfügbare Kryptowährungen. Das ist eines der umfangreichsten Angebote am deutschen Markt. Die 30 nationalen und internationalen Handelsplätze bieten maximale Flexibilität.

Scalable Capital fokussiert sich auf das Wesentliche mit 8.000 Aktien aus allen wichtigen Weltindizes, 2.700 ETFs und 3.800 dauerhaft gebührenfreien Fonds. Mit 625.000 Derivaten liegt man deutlich unter Smartbroker+, deckt aber alle wichtigen Produkte ab. Bei den Kryptowährungen setzt Scalable auf die Hauptwährungen über regulierte Börsen. Ein Alleinstellungsmerkmal sind die Private Equity Investments über ELTIFs.

Produktangebot im direkten Vergleich:
ProduktkategorieSmartbroker+Scalable Capital
Aktien40.000+8.000+
ETFs2.500+2.700+
Fonds ohne Ausgabeaufschlag18.000+3.800+
Derivate4,6 Millionen625.000
Kryptowährungen41Hauptwährungen
Handelsplätze30Primär Gettex, EIE, Xetra

Bei den Sparplänen zeigt Smartbroker+ mit über 4.600 verfügbaren Produkten seine Stärke. Besonders die 18.000 Fondssparpläne ohne Ausgabeaufschlag sind einzigartig. Scalable kontert mit 8.000 besparbaren Aktien – deutlich mehr als die meisten Konkurrenten. Beide bieten Mindestsparraten ab einem Euro.

Sicherheit und Regulierung: Wo ist Ihr Vermögen sicherer?

Die Sicherheit Ihrer Anlagen sollte oberste Priorität haben. Beide Broker unterliegen der deutschen Regulierung, unterscheiden sich aber in wichtigen Details.

Smartbroker+ arbeitet mit der Baader Bank AG als Depotbank. Ihre Einlagen sind bis 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Die Baader Bank ist zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Die Verwahrung erfolgt als Sondervermögen getrennt vom Bankenvermögen.

Scalable Capital hat im September 2025 einen Meilenstein erreicht: Die EZB erteilte die Vollbanklizenz. Scalable ist nun ein CRR-Kreditinstitut unter direkter Aufsicht von BaFin und Deutscher Bundesbank. Das bedeutet höchste regulatorische Standards. Ab Oktober 2025 werden Kundengelder bei mehreren Partnerbanken verwahrt, was die Einlagensicherung auf über 100.000 Euro erhöht. PRIME+ Kunden profitieren von unbegrenzter Guthabenverteilung über mehrere Banken.

Ein wichtiger Unterschied: Scalable bietet attraktive Zinsen auf Guthaben. FREE-Kunden erhalten 2 Prozent auf bis zu 100.000 Euro (ab Oktober 2025 verdoppelt), PRIME+ Kunden auf unbegrenzte Beträge. Smartbroker+ bietet mit dem Zinskonto 1,75 Prozent, allerdings nur bei mindestens drei Wertpapiertransaktionen pro Quartal und befristet bis Ende 2025.

Smartbroker vs. Scalable: Wer hat den besseren Kundensupport?

Der Kundenservice zeigt sich oft erst in kritischen Situationen. Beide Broker bieten grundlegende Support-Kanäle, die Qualität unterscheidet sich aber erheblich.

Smartbroker+ bietet Support per App und Web. Die schnelle E-Mail-Antwortzeit von etwa 15 Minuten ist positiv, allerdings fehlen konkrete Angaben zu Telefon-Support oder Chat. Die niedrigen App-Bewertungen deuten auf Unzufriedenheit mit dem Service hin. Viele Nutzer beklagen lange Wartezeiten bei komplexeren Anfragen.

Scalable Capital macht keine detaillierten Angaben zum Support, aber die Tatsache, dass sie eine Vollbanklizenz erhalten haben, spricht für professionelle Strukturen. Die moderne Plattform minimiert Support-Anfragen durch intuitive Bedienung. PRIME+ Kunden dürften von priorisiertem Support profitieren, auch wenn dies nicht explizit kommuniziert wird.

Ein wichtiger Aspekt: Scalable’s neue Vollbanklizenz bedeutet strengere regulatorische Anforderungen an Kundenservice und Beschwerdemanagement. Das sollte sich positiv auf die Service-Qualität auswirken.

Fazit: „Scalable wird mit Vollbanklizenz zur echten Alternative“

Nach intensivem Vergleich zeigt sich ein klares Bild: Beide Broker bedienen unterschiedliche Anlegertypen mit spezifischen Stärken.

Scalable Capital hat mit der Vollbanklizenz einen enormen Vertrauensvorsprung gewonnen. Das PRIME+ Modell für 4,99 Euro monatlich ist unschlagbar für aktive Trader – unbegrenzt kostenlose Trades ab 250 Euro plus 2 Prozent Zinsen auf unbegrenzte Guthaben. Die moderne Plattform, erweiterte Analysetools und die flexible Sparplangestaltung machen Scalable zur ersten Wahl für moderne Anleger. Ab Oktober 2025 wird mit der erweiterten Einlagensicherung und besseren Guthabenverteilung das Angebot noch attraktiver.

Smartbroker+ kontert mit dem breiteren Produktangebot. Über 40.000 Aktien, 4,6 Millionen Derivate und 41 Kryptowährungen bieten maximale Diversifikation. Der kostenlose Handel über Gettex ab 500 Euro ist für größere Orders unschlagbar. Die über 4.600 Sparpläne, besonders die 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, sind einzigartig am Markt. Das Unternehmen zeigt starkes Wachstum mit 43.000 Neukunden bis Juli 2025 und ambitionierten Zielen bis 2030.

Smartbroker Dashboard / Quelle: Smartbroker Presse

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Bei anderen Depots investieren Sie in Ordergebühren, bei Smartbroker+ in Ihren Vermögensaufbau.

Die Schwächen beider Anbieter sind nicht zu übersehen. Smartbroker+ kämpft mit technischen Problemen und schlechten App-Bewertungen. Die Benutzerfreundlichkeit lässt zu wünschen übrig. Scalable Capital bietet weniger Handelsplätze und ein kleineres Produktuniversum. Die Abhängigkeit vom Flatrate-Modell könnte bei sehr seltenen, aber großen Orders nachteilig sein.

Unsere klare Empfehlung: Für aktive Trader und moderne Anleger ist Scalable Capital mit PRIME+ die bessere Wahl. Die Flatrate, die Vollbanklizenz, die bessere Plattform und die attraktiven Zinsen überwiegen die kleinere Produktauswahl. Wenn Sie hingegen maximale Produktvielfalt suchen, sehr große Orders (über 500 Euro) tätigen und auf Derivate oder exotische Märkte angewiesen sind, bleibt Smartbroker+ die richtige Adresse.

Für Einsteiger empfehlen wir Scalable FREE – keine Gebühren, kostenlose PRIME ETFs und 2 Prozent Zinsen auf bis zu 100.000 Euro sind unschlagbar. Smartbroker+ ist eher für erfahrene Anleger geeignet, die mit der suboptimalen Bedienung zurechtkommen und das maximale Produktangebot benötigen.

Die Zukunft gehört vermutlich Scalable Capital. Mit der Vollbanklizenz, modernen Technologie und kundenfreundlichem Preismodell sind sie bestens positioniert. Smartbroker+ muss dringend die technischen Probleme lösen und die Plattform modernisieren, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.

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