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Finanzcheck Wie viel Geld hat ein normaler Mensch auf dem Konto?

Die Frage beschäftigt die meisten von uns / Wie viel Geld haben eigentlich die anderen auf dem Konto?

  • carlos
Wie viel Geld hat ein normaler Mensch? (Bild: Brooke Cagle @Unsplash)

Wie viel Geld hat ein normaler Mensch? (Bild: Brooke Cagle @Unsplash)

Die Frage trifft einen Nerv. Wir vergleichen uns ständig mit anderen, scrollen durch Instagram und fragen uns insgeheim: Bin ich finanziell eigentlich normal? Die Antwort wird Sie überraschen – oder beruhigen. Denn die meisten Deutschen haben deutlich weniger auf dem Konto, als Sie vielleicht denken.

Wie viel Geld hat ein normaler Mensch auf dem Konto?

Der Blick aufs eigene Konto kann ernüchternd sein. Aber Sie sind in guter Gesellschaft: Die Hälfte aller Deutschen hat weniger als 1.800 Euro auf dem Girokonto. Das ist der Median-Wert, der viel aussagekräftiger ist als der Durchschnitt von 7.100 Euro – denn letzterer wird durch einige Superreiche nach oben verzerrt.

Die Civey-Umfrage im Auftrag von Smava bringt es auf den Punkt: 23,3 Prozent der Deutschen haben maximal 1.000 Euro auf dem Konto. Bei 17 Prozent sind es sogar nur 500 Euro oder weniger. Nur 11,2 Prozent können sich über mehr als 10.000 Euro freuen. Die große Mehrheit bewegt sich irgendwo dazwischen.

AltersgruppeDurchschnittliches Girokonto-GuthabenMedian-NettovermögenJahreseinkommen
16-24 Jahre1.400 €15.400 €
25-34 Jahre2.200 €17.300 €41.800 €
35-44 Jahre2.600 €75.500 €
45-54 Jahre3.300 €146.200 €
55-64 Jahre3.100 €241.100 €
65-74 Jahre193.300 €
Über 75 Jahre4.200 €172.500 €

Das Alter spielt eine entscheidende Rolle beim Kontostand. Junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren kommen im Schnitt auf 1.400 Euro. Mit 25 bis 34 Jahren steigt das Guthaben auf 2.200 Euro. Den Höhepunkt während der Erwerbsphase erreichen die 45- bis 54-Jährigen mit durchschnittlich 3.300 Euro. Über 75-Jährige haben mit 4.200 Euro das höchste durchschnittliche Guthaben – was Sinn macht, da sie oft ihr Erspartes nicht mehr für große Anschaffungen ausgeben.

Was bedeutet das für Sie? Wenn Sie zwischen 1.800 und 3.000 Euro auf dem Konto haben, liegen Sie absolut im normalen Bereich. Sie gehören zur breiten Mitte der deutschen Gesellschaft. Falls Sie weniger haben, sind Sie trotzdem in guter Gesellschaft – die Hälfte der Bevölkerung geht es genauso.

Wie viel spart der durchschnittliche Deutsche?

Die Deutschen gelten als Sparweltmeister, aber stimmt das noch? Die aktuellen Zahlen zeigen: Wir sparen zwischen 192 und 280 Euro pro Monat. Das entspricht einer Sparquote von etwa 10 bis 11 Prozent des verfügbaren Einkommens. Von 100 Euro, die reinkommen, legen wir also etwa 10 Euro zurück.

Die Verteilung zeigt die Realität noch deutlicher: Die größte Gruppe (23 Prozent) spart zwischen 201 und 500 Euro monatlich. Aber 12 Prozent schaffen nur bis zu 50 Euro, weitere 15 Prozent kommen auf 51 bis 100 Euro. Nur 4 Prozent können sich den Luxus leisten, über 1.000 Euro monatlich zur Seite zu legen.

Sparbetrag pro MonatAnteil der Sparer
Bis 50 €12%
51-100 €15%
101-200 €16%
201-500 €23% (größte Gruppe)
501-1.000 €8%
Über 1.000 €4%

Hier kommt der Haken: Die Menschen wollen eigentlich viel mehr sparen. Die BVR-Studie deckt eine schmerzhafte Wahrheit auf: Die Befragten geben an, dass sie 298 Euro monatlich sparen müssten, um ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Tatsächlich schaffen sie aber nur 192 Euro. Diese Sparlücke von 106 Euro ist der höchste je gemessene Wert.

Besonders hart trifft es die Jungen. Die 14- bis 19-Jährigen sparen nur ein Drittel dessen, was sie eigentlich bräuchten. Bei den 20- bis 29-Jährigen ist es immerhin die Hälfte. Die Gründe liegen auf der Hand: hohe Mieten, niedrige Einstiegsgehälter, Studienkredite.

Im internationalen Vergleich stehen wir trotzdem gut da. Mit unserer Sparquote von 10,4 Prozent liegen wir weit vor den USA (4,7 Prozent) oder Italien (0,3 Prozent). Nur die Schweizer sparen mit 19,4 Prozent noch fleißiger. Aber das ist bei Schweizer Gehältern auch einfacher.

LandSparquote 2025
Schweiz19,4%
Niederlande12,7%
Deutschland10,2-10,4%
USA4,7%
Japan2,8%
Italien0,3%

Wie viele Deutsche haben 100.000 Euro auf dem Konto?

Jetzt wird’s spannend – und die Antwort hängt davon ab, wie Sie „auf dem Konto“ definieren. Tatsächlich 100.000 Euro cash auf Giro- oder Tagesgeldkonten? Das schaffen nur die wenigsten. Gerade mal 11,2 Prozent haben überhaupt mehr als 10.000 Euro auf dem Girokonto liegen.

Eine nicht-repräsentative Online-Umfrage von t-online ergab zwar, dass 34,5 Prozent der Befragten angaben, mehr als 100.000 Euro gespart zu haben. Aber seien wir ehrlich: Bei Online-Umfragen klicken oft die mit, die stolz auf ihre Ersparnisse sind. Die Realität sieht anders aus.

Betrachten wir aber das Gesamtvermögen – also Immobilien, Aktien, Lebensversicherungen und alles andere zusammen – ändert sich das Bild dramatisch. Jeder zweite Haushalt in Deutschland verfügt über ein Nettovermögen von mindestens 100.000 Euro. Der Median liegt bei 103.100 Euro.

Das klingt nach viel, aber der Großteil steckt in Immobilien. Bei den unter 35-Jährigen leben nicht mal 10 Prozent im Eigenheim, ihr Median-Vermögen liegt bei mageren 17.300 Euro. Die 55- bis 64-Jährigen kommen auf 241.100 Euro – über die Hälfte von ihnen besitzt eine Immobilie.

Die Vermögensverteilung zeigt die Spreizung: Die reichsten 10 Prozent besitzen mehr als 777.200 Euro. Nach unten hin wird’s dünn – viele haben praktisch nichts außer dem, was auf dem Girokonto liegt.

Fazit: „Die meisten Deutschen haben weniger auf dem Konto als sie denken sollten – aber mehr als ihre Nachbarn vermuten“

Die Zahlen zeigen: Mit 1.800 Euro auf dem Konto sind Sie völlig normal. Die wenigsten haben fünfstellige Beträge herumliegen, und 100.000 Euro bar besitzen nur absolute Ausnahmen. Gleichzeitig baut die Hälfte der Haushalte über die Jahre ein sechsstelliges Vermögen auf – hauptsächlich durch Immobilien. Das beruhigt und frustriert zugleich: Sie sind nicht allein mit Ihrem Kontostand, aber die Sparlücke von 106 Euro monatlich zeigt, dass fast alle mehr zurücklegen möchten, als sie können.

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    Über den Autor

    carlos

    Carlos Arad ist seit dem letzten Semester seines Wirtschaftstudiums in der Finanzbranche als Analyst & Autor aktiv. Nach seiner Zeit als Produktentwickler in zahlreichen Fintechs schreibt er für etablierte Wirtschaftsmagazine und gründetet nebenbei eigene Bildungsportale im Finanzbereich. Seine Vision: Unternehmertum & Finanzen zum Teil unserer DNA zu machen.

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