
Die Zahl der bedingungslos kostenfreien Girokonten sinkt, vor etwa 5 Jahren waren es noch rund 20. (Foto: Freepik, tonodiaz)
Berlin – Bei 60 Euro ist Schluss! Mehr sollte niemand für sein Girokonto im Jahr zahlen, rät Stiftung Warentest. Aber der Durchschnittspreis von mehr als 700 überprüften Angeboten liegt bei 125 Euro. Wer sparen will, sollte vergleichen. Denn es gibt sie, die kostenlosen Konten ohne Wenn und Aber.
Für 12 Konten gilt: ohne Bedingung gratis. Es handelt sich um Gehaltskonten für Online-Kunden vor allem von Regionalbanken und Neo-Banken. Bei weiteren ist ein Mindestgehaltseingang gefordert. 54 untersuchte Modelle kosten bis zu 60 Euro im Jahr und sind damit laut Stiftung Warentest günstig.
Gute Karten haben junge Erwachsene: Für Berufsanfänger oder Studierende gibt es oft günstigere Tarife oder die Gebühren entfallen. Bei 226 getesteten Modellen war das Alter entscheidend.
Über 100 Euro Gebühren – Banken haben mehrere Modelle
Die Kehrseite: Für über 50 Prozent der Konten im Test müssen Kunden mehr als 100 Euro im Jahr ausgeben. Zur Berechnung haben die Tester eine Modellperson mit einer durchschnittlichen Online-Kontonutzung definiert. Untersucht wurden Gehalts- und Rentenkonten von 182 Kreditinstituten.
„Fragen Sie auch die eigene Bank, ob sie ein preiswerteres Konto anbietet. Die meisten Banken haben mehrere Kontomodelle im Angebot“, rät Testleiterin Heike Nicodemus. Wenn nicht, bietet sich ein Bankwechsel an. „Unsere Untersuchung zeigt: Es gibt genügend günstige Alternativen.“
Das teuerste Konto im Test – Konto-Datenbank hilft
Die Preisspanne ist enorm: 720 Euro im Jahr kostet den Kunden das teuerste Angebot im Test von der Neo-Bank Revolut. Enthalten sind viele Extras wie Cashback und Abos. Ein Konto der Volksbank Ostwestfalen schlägt mit stolzen 313 Euro jährlich zu Buche: Hier kosten viele Transaktionen 59 Cent.
Über die Kosten hinaus erhebt Stiftung Warentest fortlaufend über 100 verschiedene Kriterien von insgesamt 711 Girokontomodellen. Darunter Dispozinsen, zweite Karte und Auslandsabhebungen. Die Datenbank der Warentester ist ein brauchbares Tool, um das richtige Konto für sich zu finden.



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