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Depot2018-11-27T12:19:56+00:00

Aktiendepot: Eine Einführung

Physische Aktien werden heute kaum noch gehandelt. (Foto: Fotolia)

Zuletzt aktualisiert am 27.11.2018

Wertpapiere zählen zu den klassischen Anlageprodukten, die schon seit Jahrzehnten von zahlreichen Anlegern genutzt werden. Wer mit Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren handeln möchte, benötigt zunächst allerdings ein Wertpapierdepot, welches häufiger auch als Aktiendepot bezeichnet wird. Wir möchten Sie im folgenden Ratgeber informieren, welche Wertpapiere Sie in einem Depot verwahren können, wodurch sich Aktiendepots der Anbieter unterscheiden und was Sie sonst noch zum Thema Wertpapierdepot wissen sollten, beispielsweise über die Kosten.

Hier kaufen Sie Aktien

Anbieter Fixkosten Ordergebühr
DEGIRO 0,00 Euro / Monat Ab 2,26 Euro
Consorsbank 0,00 Euro / Monat Ab 3,95 Euro
Flatex 0,00 Euro / Monat Ab 5,90 Euro
Onvista 0,00 Euro / Monat Ab 6,50 Euro
ING DiBa 0,00 Euro / Monat Ab 9,15 Euro

Die Ordergebühren sind Durchschnittspreise und können abweichen.

Wertpapier- oder Aktiendepot: Verwahrung und Buchung von Aktien & Co.

Das Wertpapierdepot hat die wesentliche Aufgabe, dass dort Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere verwahrt und deren Bestände verbucht werden. Grundsätzlich können prinzipiell sämtliche Wertpapiere, die am Markt angeboten werden, in einem Depot verbucht werden. Dabei handelt es sich insbesondere um die folgenden Wertpapierarten:

  • Anleihen (festverzinsliche Wertpapiere)
  • Aktien
  • Investmentfonds
  • ETFs
  • Derivate, zum Beispiel Optionen bzw. Optionsscheine
  • Zertifikate

Im Grunde lassen sich also alle Wertpapiere in einem Depot verwahren und verbuchen, die an der Börse gehandelt werden können. Wenn also von einem Aktiendepot gesprochen wird, dann ist damit stets ein Wertpapierdepot gemeint, in dem nicht nur Aktien, sondern auch alle anderen Wertpapiere verbucht werden können.

Die Funktionsweise eines Aktiendepots ist relativ einfach zu erläutern, denn sie ist in weiten Teilen mit der eines Girokontos zum Zahlungsverkehr zu vergleichen. Der große Unterschied besteht lediglich darin, dass auf dem Girokonto bekanntlich Geld-Guthaben verbucht werden, während auf einem Wertpapierdepot eben Wertpapiere mit der jeweiligen Anzahl oder einem Nominalbetrag (bei Anleihen) verbucht werden. Wenn Sie also beispielsweise an der Börse 20 Aktien der Deutschen Lufthansa erwerben, werden diese 20 Aktien als Bestand in Ihr Wertpapierdepot eingebucht. Wenn Sie diese Aktien anschließend wieder verkaufen, findet dementsprechend eine Ausbuchtung statt, der Bestand in Ihrem Wertpapierdepot wird also durch den Verkauf an der Börse um die entsprechende Stückzahl reduziert.

Damit eine Transaktion auf dem Aktiendepot stattfinden kann, müssen Sie der Bank oder dem Broker einen entsprechenden Kauf- oder Verkaufsauftrag erteilen. Je nachdem, welchen Anbieter Sie nutzen, kann diese Auftragserteilung auf den folgenden Wegen erfolgen:

  • Persönlich in der Geschäftsstelle (Filialbank)
  • Telefax
  • Telefon
  • Webseite / Handelsplattform
  • App

Es gibt heutzutage also zahlreiche Wege, über die Sie eine Wertpapierorder erteilen können. Der Handelsauftrag muss zudem einige Pflichtdaten enthalten, wie zum Beispiel die Bezeichnung des Wertpapiers nebst ISIN, die Stückzahl bzw. der Nominalwert und darüber hinaus können Sie ein Limit angeben.

Wenn Sie in Kürze oder in einiger Zeit ein Wertpapierdepot eröffnen möchten, müssen Sie natürlich wissen, wer ein solches Depot eigentlich anbietet. Zunächst einmal sind es die weitaus meisten Filialbanken, die ihren Kunden ein Wertpapierdepot zur Verfügung stellen. Darüber hinaus offerieren auch zahlreiche Direktbanken den Handel mit Wertpapieren, sodass das Depotkonto ebenfalls zur Verfügung gestellt wird. Nicht zuletzt ist insbesondere die dritte Gruppe von Anbietern erwähnenswert, nämlich Online-Broker. Die so genannten Aktienbroker haben sich sogar darauf spezialisiert, ihren Kunden ausschließlich den Handel mit Wertpapieren und damit natürlich auch ein Depot zur Verfügung zu stellen.

In der Übersicht sind es also die folgenden drei Anbietergruppen, die neben dem Handel mit Wertpapieren auch ein Aktiendepot offerieren:

  • Filialbanken
  • Direktbank
  • Online-Broker

Ob nun von einem Wertpapierdepot, einem Aktiendepot, einem Depot oder einem Depotkonto gesprochen wird: Es ist immer die gleiche Art von Depot bzw. Konto gemeint, nämlich um Wertpapiere zu verbuchen. Bei nahezu allen Bankprodukten stellen sich Kunden die Frage, welche Kosten mit der Nutzung verbunden sind. Diese Frage ist selbstverständlich auch beim Depot berechtigt, zumal Sie ohnehin die Möglichkeit nutzen sollten, die Anbieter miteinander zu vergleichen. Die meisten Kreditinstitute berechnen eine sogenannte Depotgebühr. Es handelt sich dabei um einen fixen Betrag, der entweder monatlich oder jährlich in Rechnung gestellt wird. Die Depotgebühr ist ein Entgelt dafür, dass die Bank das Depot verwaltet und dem Kunden zur Verfügung stellt. In aller Regel ist die zu zahlende Depotgebühr nicht abhängig von der Nutzung, sie würde also auch dann anfallen, wenn Sie über einen längeren Zeitraum hinweg keine Order erteilen.

Insbesondere diverse Online-Broker verzichten heutzutage auf die Depotgebühr und bieten ihren Kunden demzufolge ein kostenloses Depot an. Manchmal ist die Kostenfreiheit allerdings an Bedingungen verknüpft geknüpft, manchmal handelt es sich allerdings auch um ein bedingungslos kostenfreies Depot. Beim Vergleich der Anbieter sollten Sie allerdings nicht nur auf die fixen Depotgebühren achten, sondern noch wichtiger ist das Gegenüberstellen der Ordergebühren. Manchmal kosten nämlich beispielsweise fünf Wertpapierorders schon mehr als die gesamte jährliche Depotgebühr.

In immer mehr Fällen handelt es sich beim von der Bank oder dem Broker angebotenen Depot automatisch um ein Online-Depot. Dies trifft natürlich uneingeschränkt für sämtliche Online-Broker zu, für Direktbanken ebenfalls und darüber hinaus bieten mittlerweile auch zahlreiche Filialbanken zusätzlich über ihre Webseite die Möglichkeit an, ein Online-Depot zu nutzen. Um ein solches Depotkonto zu eröffnen, müssen Sie lediglich die folgenden Schritte absolvieren:

  1. Depoteröffnungsantrag stellen (online)
  2. Antrag absenden (online oder postalisch)
  3. Legitimation durchführen
  4. Bestätigung und Zugangsdaten erhalten

Nachdem Sie Ihre Zugangsdaten erhalten haben, können Sie sich fortan über die entsprechende Webseite oder die von der Bank bzw. dem Broker zur Verfügung gestellte Handelsplattform in Ihr Depot einloggen. Von dort aus haben Sie die Möglichkeit, Handelsaufträge zu erteilen, Umsätze und Depotbestand abzufragen und es werden meistens noch weitere Tools und Funktionen zur Verfügung gestellt.

Zwar können Sie mit einem Depotkonto keine Schulden machen, da es sich um ein sogenanntes Bestandskonto handelt, welches ausschließlich Guthaben (in Form von Wertpapierbeständen) aufweisen darf. Dennoch darf ein Wertpapierdepot wie jedes andere Bankkonto ebenfalls nur eigenverantwortlich von volljährigen Kunden eröffnet werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Minderjährige die Zustimmung ihrer Eltern zur Depoteröffnung benötigen. Ansonsten ist es im Prinzip jedem Kunden ohne Einschränkung freigestellt, bei der Bank oder einem Broker ein Depotkonto eröffnen zu lassen.

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