Aktien kaufen

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Aktien kaufen2018-11-23T10:28:19+00:00

Aktien kaufen: Eine Einführung

Bulle & Bär sind die Symbolfiguren für steigende und fallende Märkte. (Foto: Fotolia)

Aktien zu kaufen ist bei vielen Deutschen nicht gerade beliebt, obwohl es sich bei diesen Wertpapieren mit um die besten Investments handelt, die im Hinblick auf eine gute Rendite langfristig getätigt werden können. Falls Sie Aktien oder andere Wertpapiere kaufen möchten, benötigen Sie zunächst ein Wertpapierdepot. Wir möchten Sie im folgenden Beitrag gerne darüber informieren, wo die Aktien verwahrt werden, welches Wertpapierdepot empfehlenswert ist, wo und wie Sie Aktien kaufen können und was Sie sonst noch zu diesem Thema wissen sollten.

Hier kaufen Sie Aktien

Anbieter Fixkosten Ordergebühr
DEGIRO 0,00 Euro / Monat Ab 2,26 Euro
Consorsbank 0,00 Euro / Monat Ab 3,95 Euro
Flatex 0,00 Euro / Monat Ab 5,90 Euro
Onvista 0,00 Euro / Monat Ab 6,50 Euro
ING DiBa 0,00 Euro / Monat Ab 9,15 Euro

Die Ordergebühren sind Durchschnittspreise und können abweichen.

Aktien kaufen – wissenswerte Informationen zum Erwerb der Wertpapiere

Entgegen der landläufig verbreiteten Meinung sind Aktien keineswegs nur zur Spekulation geeignet, sondern insbesondere bei einem langfristigen Anlagehorizont eine ideale Geldanlage. Wenn Sie Aktien kaufen und diese mindestens zehn Jahre im Depot halten, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Sie keine Verluste erleiden und sogar mit einer durchschnittlichen Jahresrendite zwischen sechs bis acht Prozent rechnen können. Aus diesem und anderen Gründen ist es nicht ganz verständlich, warum die Quote der Aktionäre in Deutschland – insbesondere auch im Vergleich zu anderen Ländern – mit unter 20 Prozent so gering ist. Bevor Sie allerdings Aktien kaufen können, benötigen Sie ein Wertpapierdepot.

Da es sich bei Aktien um Wertpapiere und nicht um Geldguthaben handelt, benötigen Sie für die Verwahrung der Wertpapiere ein spezielles Konto, welches als Depot, Depotkonto oder Wertpapierdepot bezeichnet wird. In diesem Depot werden die Aktien verwahrt und verbucht. Auf einem solchen Depotkonto lassen sich allerdings nicht nur Aktien, sondern zahlreiche weitere Wertpapierarten verwahren, wie zum Beispiel:

  • Rentenpapiere (Anleihen)
  • Indexfonds (ETFs)
  • Investmentfonds
  • Derivate

Eröffnen können Sie ein Wertpapierdepot häufig bei den klassischen Filialbanken, bei Direktbanken und vor allem bei Online-Brokern, die meistens besonders günstige Konditionen bieten.

Bevor Sie das zum Aktienkauf notwendige Wertpapierdepot eröffnen, sollten Sie unbedingt einen Vergleich der Anbieter durchführen. Dieser ist vor allem deshalb empfehlenswert, weil sich die Konditionen gerade zwischen den Filialbanken und den Online-Brokern teilweise erheblich unterscheiden. Während beispielsweise nicht wenige Filialbanken für eine Order zwischen 15 und 20 Euro verlangen, können Sie bei manchen Online-Brokern schon ab sechs Euro Ordergebühr handeln. Hinzu kommt, dass zahlreiche Filialbanken oftmals noch eine fixe Depotgebühr berechnen, während einige Direktbanken und vor allem Broker ein kostenloses Wertpapierdepot zur Verfügung stellen. All diese Fakten führen dazu, dass Sie durch einen Depotvergleich bares Geld sparen können.

Im besten Fall lassen Sie in einem solchen Vergleich aber nicht nur die Konditionen, also vor allem die Depot- und Ordergebühren einfließen, sondern noch weitere Vergleichspunkte, wie zum Beispiel:

  • Handelsplattform
  • Kundenservice
  • Demokonto
  • Mobiler Handel
  • Handelsangebot

Nachdem Sie einen Depotvergleich durchgeführt haben, werden Sie vermutlich einige Anbieter gefunden haben, die Ihnen zusagen. Demzufolge entscheiden Sie sich für eine Bank oder einen Online-Broker und eröffnen das Depot entweder in der Geschäftsstelle vor Ort oder über die Webseite des jeweiligen Anbieters. Dazu sind nur wenige Schritte notwendig. Zunächst müssen Sie sich bei dem jeweiligen Anbieter registrieren und einige persönliche Daten erfassen. Anschließend folgt die Legitimation, heutzutage immer öfter per zeitsparendem Videoident-Verfahren. Im darauf folgenden Schritt senden Sie alle Unterlagen entweder per Post oder online an den Depotanbieter und erhalten meistens bereits einige Tage später Ihre Zugangsdaten. Mit diesen können Sie sich online in Ihr neues Depot einloggen und haben damit die Depoteröffnung abgeschlossen.

In der Übersicht sind es die folgenden Schritte, die bei einer Eröffnung eines Wertpapierdepots zu absolvieren sind:

  1. Depotvergleich
  2. Beim ausgewählten Anbieter registrieren / anmelden
  3. Legitimation durchführen
  4. Daten / Unterlagen versenden
  5. Zugangsdaten erhalten

Die Depoteröffnung und das Bestehen eines Wertpapierdepots ist die Grundlage dafür, dass Sie jetzt einen Schritt weiter gehen und Aktien kaufen können. Nun stellt sich für viele Anleger, die erstmals in diese Wertpapiere investieren, mit Recht die Frage, wie und wo man Aktien kaufen kann. Grundsätzlich bestehen heutzutage zwei Optionen, nämlich:

  • Kauf über die Börse
  • Direkthandel (außerbörslicher Handel)

Die meisten Direktbanken und Online-Broker bieten beide Varianten an. Sie können dem jeweiligen Anbieter also sowohl eine Order erteilen, die an die Börse weitergeleitet wird, als auch den außerbörslichen Handel nutzen. Für welche der zwei Varianten Sie sich entscheiden, hängt von mehreren Faktoren ab. Beim Direkthandel haben Sie zum Beispiel meistens die Garantie, dass Ihr Auftrag umgehend ausgeführt wird, was insbesondere bei kleineren Aktien an der Börse nicht immer der Fall sein muss.

In aller Regel ist der Direkthandel auch etwas günstiger, denn dabei gibt es keine Börsenplatzentgelte oder eine Maklercourtage. An der Börse haben Sie hingegen den Vorteil, dass dort die gehandelten Volumina meistens deutlich größer sind, sodass die Chance höher ist, dass Sie einen guten Preis erzielen können. Letztendlich ist es allerdings eine individuelle Entscheidung, ob Sie Aktien an der Börse oder im sogenannten OTC-Bereich (außerbörslicher Handel) erwerben.

Angenommen, Sie haben sich dafür entschieden, über Ihren neuen Online-Broker Aktien an der Börse zu erwerben. In diesem Fall gehen Sie nach der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung vor:

  1. Aktie suchen und diesen notieren
  2. Auf der Trading-Plattform Ordermaske aufrufen
  3. Auftrag mit wichtigen Details ausfüllen
  4. Order überprüfen
  5. Order weiterleiten

Im ersten Schritt ist es natürlich wichtig, dass Sie wissen, welche Aktien Sie kaufen möchten. In der Ordermaske geben Sie entweder den Namen des Wertpapiers und den ISIN-Code an oder es reicht die Angabe des ISIN und das System bezieht sich dadurch automatisch die Bezeichnung des Wertpapiers. Eine weitere wichtige Angabe ist natürlich die Stückzahl, also wie viele Aktien Sie von dem entsprechenden Wertpapier kaufen möchten.

Ebenfalls zu den Pflichtangaben gehört der Börsenplatz, da Sie die Aktien gerne über die Börse erwerben möchten. Optional können Sie darüber hinaus ein Kurslimit angeben, weil Sie beispielsweise nicht mehr als 55 Euro für die Aktie zahlen möchten, die aktuell bei beispielsweise 54 Euro notiert. Haben Sie alle geforderten Angaben gemacht, sollten Sie die Order noch einmal überprüfen und anschließend absenden. Der Auftrag wird dann über den Broker an die Börse weitergeleitet und möglichst schnell ausgeführt. Ist dies geschehen, werden Ihnen die Aktien in Ihrem Wertpapierdepot verbucht und der Kauf ist damit vollständig abgeschlossen.

Bevor Sie die Kauforder an den Broker oder die Bank weiterleiten, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, ob Sie in der Order ein Kurslimit vorgeben möchten. Dies ist vor allem bei „engeren“ Nebenwerten sinnvoll, denn dort können neue Handelsaufträge mit etwas größeren Volumina schnell zu einer deutlichen Kursbewegung führen. Wenn Sie in dieser Hinsicht böse Überraschungen vermeiden möchten, geben Sie schlichtweg ein Kauflimit vor. Dann kann es allerdings sein, dass es etwas länger dauert, bis die Order ausgeführt wird. Bei großen Standardwerten ist ein Limit nicht unbedingt erforderlich, denn die Volumina sind so hoch, dass Sie meistens noch in etwa den Kurs erhalten, den Sie aktuell über das System abgefragt haben.

Eine weitere beliebte Zusatzfunktion ist die sogenannte Stop-Loss-Order. Diese können Sie für solche Aktien erteilen, die Sie bereits im Bestand haben. Mit der Stop-Loss-Order geben Sie dem Broker oder der Bank den Auftrag, dass Ihre Aktien automatisch zu dem Zeitpunkt verkauft werden, an dem der aktuelle Kurs die von Ihnen vorgegebene Stop-Loss Marke erreicht. Durch die Stop-Loss-Order erreichen Sie insbesondere, dass größere Verluste verhindert werden oder alternativ können Sie dadurch auch Gewinne sichern, indem die Aktien automatisch verkauft werden.

Der Kauf und Verkauf von Aktien ist natürlich nicht kostenlos, sondern es gibt durchaus einige Gebühren zu beachten. In erster Linie sind es die folgenden Kosten, die mehr oder weniger direkt im Zusammenhang mit dem Handel von Wertpapieren stehen:

  • Depotgebühren
  • Ordergebühren
  • Börsenplatz-Entgelt
  • Maklercourtage
  • Fremdspesen

Es existieren also eine ganze Reihe einzelner Kosten, wobei viele Banken und Broker die zuletzt aufgelisteten Einzelkosten in der Ordergebühr zusammenfassen. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, dass nicht alle anfallenden Gebühren für den Broker oder die Bank bestimmt wird, sondern ein Teil der anfallenden Kosten geht an die Börse, insbesondere die Maklercourtage sowie das Börsenplatz-Entgelt. Für Sie sind – auch zum Vergleich der Anbieter – insbesondere die Depotgebühren und die Orderkosten von größerem Interesse, da die Kosten für den Börsenhandel selbst ohnehin unabhängig vom jeweiligen Broker bzw. der Bank sind.

Im günstigsten Fall können Sie Aktien heutzutage bereits für unter sechs Euro pro Order handeln und müssen zudem keine Depotgebühren zahlen. Insbesondere diverse Online-Broker stellen nämlich ein kostenloses Wertpapierdepot zur Verfügung und bieten eine sogenannte Order-Flatrate an. Dies bedeutet, dass Sie unabhängig vom Gegenwert des Handelsauftrages zu einem Fixpreis Aktien handeln können, beispielsweise für 5,90 Euro pro Order. Aufgrund der Orderkosten ist es sinnvoll, Aktien nicht für sehr geringe Gegenwerte von beispielsweise 100 Euro zu handeln. Würden Sie nämlich lediglich eine Aktie zum Kurs von 100 Euro kaufen, wären dies bei einer Ordergebühr in Höhe von sechs Euro stattliche sechs Prozent an Gebühren, die Sie erstmal durch eine möglichst gute Rendite wieder ausgleichen müssten.

Tipp: Ausgeführte Order bzw. Wertpapierabrechnung überprüfen

Der letzte Schritt des Aktienkaufs besteht nach der Einbuchung der Wertpapiere in Ihr Depot darin, dass Sie die ausgeführte Order bzw. die Wertpapierabrechnung überprüfen sollten. Werfen Sie noch einmal einen Blick darauf, ob tatsächlich die gewünschten Aktien im Depot verbucht werden, der Kurs bzw. Preis stimmt und ob keine unberechtigten Gebühren veranschlagt wurden. Ist dies nicht der Fall, haben Sie Ihren Aktienkauf vollständig abgeschlossen.

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