Direktbanken

Direktbanken2018-11-20T16:01:25+00:00

Direktbanken und Festgeld – oft die besten Angebote

Beim Festgeld handelt es sich um ein beliebtes Anlageprodukt, sodass es eine Reihe unterschiedlicher Banken gibt, die diese Geldanlage zur Verfügung stellen. Sowohl bei Filial- als auch bei Direktbanken finden sich häufig Festgeld- bzw. Termingeldkonten vor, die Anleger zur sicheren Geldanlage nutzen können. Wir möchten im Folgenden insbesondere auf die Direktbanken als Festgeldanbieter eingehen, die es sowohl im Inland als auch im Ausland gibt.

Vergleich zwischen Direktbanken und Filialbanken

Um zu verstehen, warum Direktbanken im Festgeldbereich häufiger bessere Zinskonditionen als Filialbanken anbieten können, ist es sinnvoll, einmal die generellen Unterschiede zwischen Direktbanken und Kreditinstituten mit Geschäftsstellennetz unter die Lupe zu nehmen. Der große Unterschied besteht darin, dass Direktbanken ausschließlich das Internet als Vertriebsweg nutzen, während Filialbanken vorrangig die eigenen Geschäftsstellen haben, um dort die entsprechenden Bankprodukte an den Kunden zu bringen. Der Vorteil der Filialbanken ist die Kundennähe und persönliche Betreuung, die Direktbanken in der Form nicht liefern können. Der große Nachteil sind sicherlich die deutlich höheren Kosten, die Filialbanken im Vergleich zu Direktbanken zu tragen haben.

Diese wesentlich höheren Kosten ergeben sich insbesondere daraus, dass die zahlreichen Geschäftsstellen selbstverständlich einen höheren Materialaufwand beinhalten, Unterhaltskosten und zudem ist dadurch mehr Personal notwendig, als es bei den Direktbanken der Fall ist. Nun könnten Sie an dieser Stelle natürlich sagen, dass Sie die Kosten der Direkt- und Filialbanken nicht besonders interessieren. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die geringeren Kosten bei den Direktbanken ein entscheidender Grund dafür sind, dass Online-Banken häufig bessere Konditionen – aus Sicht des Kunden – anbieten können. Die Kostenersparnis geben nämlich nicht wenige Internetbanken direkt in Form besserer Konditionen an ihre Kunden weiter.

Ein weiterer Unterschied zwischen Filial- und Direktbanken besteht darin, dass die Beantragung und Nutzung der jeweiligen Bankprodukte meistens bei den Direktbanken schneller und effizienter erfolgt. Internetbanken sind unabhängig von Öffnungszeiten, sondern stattdessen können Sie als Kunde jederzeit dort ein Konto eröffnen bzw. beantragen, wie zum Beispiel ein Festgeld. Zudem nutzen insbesondere Direktbanken heutzutage zeitsparende und moderne Verfahren, wie zum Beispiel das Videoident-Verfahren. Bei diesem Verfahren müssen Sie nicht – wie beim mittlerweile fast schon veralteten Postident-Verfahren – in einer Postfiliale Ihre Legitimation durchführen, sondern stattdessen können Sie dies vom heimischen PC aus. Dazu ist lediglich eine wenige Minuten bestehende Webcam-Verbindung mit dem Mitarbeiter der Bank notwendig.

Direktbanken können oftmals bessere Zinskonditionen bieten

Warum die Direktbanken oftmals für den Kunden bessere Zinskonditionen als die Filialbanken bieten können, haben wir im vorherigen Abschnitt angesprochen. In der aktuellen Niedrigzinsphase sind die Unterschiede zwar nicht allzu groß, aber dennoch können sich einige Zehntel-Prozent Unterschied beim Zinssatz vor allem bei größeren Anlagesummen deutlich im Hinblick auf die zu erwirtschaften Zinsen für den Anleger bemerkbar machen. Ein Tagesgeldkonto bei einer Direktbank zu eröffnen ist für Sie insbesondere dann die richtige Entscheidung, wenn Sie auf möglichst hohe Zinsen Wert legen, aber auf der anderen Seite keine Beratung zum Festgeldkonto in Anspruch nehmen möchten. Bei zahlreichen Kunden wird dies der Fall sein, denn das Festgeld ist als Geldanlage sehr einfach zu verstehen, transparent und bedarf daher keiner größeren Erklärung seitens der Bankmitarbeiter. Aus dem Grund ist das Festgeld für Direktbanken ein ideales Produkt, denn es kann einfach und ohne Verwaltungsaufwand online vertrieben werden.

Direktbanken aus dem Ausland mit Festgeldangeboten am Markt

Wenn wir über Direktbanken als Festgeldanbieter sprechen, dann sind damit natürlich nicht nur inländische Kreditinstitute gemeint, sondern ebenfalls Banken, die ihren Hauptsitz im Ausland haben. In den letzten zehn Jahren waren ausländische Banken, oftmals Direktbanken, sogar relativ häufig unter den Siegern, wenn die Kreditinstitute mit den höchsten Festgeldzinsen gekürt wurden. Manche Anleger sind gegenüber ausländischen Direktbanken allerdings noch etwas skeptisch, weil sie zum Beispiel nicht einschätzen können, wie sicher die Anlage tatsächlich ist. Diesbezüglich muss man in der Praxis tatsächlich unterscheiden, in welchem Land die Direktbank aus dem Ausland ihren Hauptsitz hat.

Bei ausländischen Direktbanken, die ihren Standort in einem EU-Mitgliedsstaat haben, ist die Festgeldanlage im Grunde genauso sicher wie bei einer deutschen Direktbank. Der Grund besteht darin, dass innerhalb der gesamten Europäischen Union die gesetzliche Einlagensicherung gilt, die bekanntlich auch Guthaben auf Festgeldkonten bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Kunde abgesichert. Bei Kunden mit einem Anlagevermögen oberhalb 100.000 Euro kann es an dieser Stelle allerdings schon wichtig sein, sich näher mit der Einlagensicherung zu beschäftigen. Zahlreiche deutsche Direktbanken sind nämlich zusätzlich Mitglied in einem privaten Einlagensicherungsfonds, sodass die Kundeneinlagen auch auf dem Festgeld nicht selten bis in den sieben- oder sogar achtstelligen Bereich hinein geschützt sind. Dies muss bei anderen Banken, selbst wenn diese innerhalb der EU ansässig sind, nicht zwingend ebenfalls der Fall sein.

Noch genauer sollten Sie bei ausländischen Banken das Thema Einlagensicherung überprüfen, falls das Kreditinstitut seinen Hauptsitz außerhalb der Europäischen Union hat. In dem Fall muss es nämlich nicht einmal eine gesetzliche Einlagensicherung geben, auch wenn diese außerhalb der EU noch in einigen weiteren europäischen Ländern gilt.

Zusätzliche Währungsgewinne bei ausländischen Direktbanken?

Es gibt einige Anleger, die sich ganz gezielt für eine ausländische Direktbank entscheiden, die nicht innerhalb der Eurozone ihren Hauptsitz hat. Der Grund besteht darin, dass viele dieser Kreditinstitute das Festgeldkonto in einer anderen Währung als dem Euro offerieren. Für Anleger bedeutet dies, dass neben den Festgeldzinsen eventuell Währungsgewinne als zusätzlicher Ertrag vereinnahmt werden können. Solche Währungsgewinne können dann entstehen, falls sich der Devisenkurs der fremden Währung und des Euros in die richtige Richtung entwickelt. Der Inhaber des Festgeldkontos könnte dann bei Fälligkeit im Idealfall mehr Kapital (in Euro umgerechnet) zurück erhalten, als er zuvor auf dem Festgeldkonto deponiert hat. Bevor Sie sich aus diesem Grund für eine ausländische Direktbank außerhalb der Eurozone entscheiden, sollten Sie allerdings das Währungsrisiko nicht außer Acht lassen. Entwickelt sich der Devisenkurs nämlich in eine ungünstige Richtung, können aus potentiellen Währungsgewinnen schnell Währungs- und somit Kapitalverluste werden.

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