Direktbanken

Direktbanken2018-11-21T09:44:26+00:00

Direktbanken und Tagesgeld als Geldanlage

Erfunden – wenn man so möchte – wurde das Tagesgeld von den Filialbanken. Dies liegt allerdings nur daran, dass es natürlich vor etwas mehr als 25 Jahren so gut wie keine Direktbanken am Markt gab. Mittlerweile haben die Direktbanken jedoch eine starke Marktposition beim Tagesgeld erreicht, unter anderem deshalb, weil sie häufig die besseren Konditionen als Filialbanken bieten können. Wir möchten in diesem Beitrag gerne näher darauf eingehen, was Sie zum Thema Direktbanken und Tagesgeld wissen sollten.

Direktbanken bieten Tagesgeld online an

Ein Vorteil besteht bei den Direktbanken darin, dass sämtliche Finanzprodukte online angeboten werden. Dies gilt selbstverständlich ebenfalls für das Tagesgeld, welches Sie als interessierter Anleger über die Webseite der entsprechenden Direktbank beantragen können. Die spätere Kontoführung nebst zu tätigenden Ein- und Auszahlungen kann ebenfalls komplett online erfolgen. Allerdings handelt es sich dabei um kein Alleinstellungsmerkmal der Direktbanken mehr, denn auch immer mehr Filialbanken bieten zusätzlich zur Betreuung in der Geschäftsstelle auch die Möglichkeit an, Produkte über die Webseite abzuschließen. Dennoch bleibt es natürlich ein Vorteil der Direktbanken, dass Sie das Tagesgeldkonto online eröffnen und die Kontoführung über das Internet vornehmen können.

Häufig bessere Konditionen bei den Direktbanken

Der wohl größte Vorteil der Direktbanken im Vergleich zu den klassischen Filialbanken ist es im Tagesgeldbereich, dass die Online-Banken häufig bessere Konditionen anbieten können. Dies ist relativ einfach zu erklären, denn im Gegensatz zu den Filialbanken müssen Direktbanken kein kostenintensives Geschäftsstellennetz betreiben und haben meistens auch deutlich weniger Personal und sparen somit Personalkosten ein. Diese Kostenersparnisse geben die meisten Direktbanken an ihre Kunden weiter, beispielsweise durch etwas bessere Tagesgeldkonditionen. Gemeint ist damit natürlich in erster Linie der Zinssatz, der bei vielen Direktbanken im Durchschnitt etwas höher als bei Filialbanken ist.

Während Sie aktuell bei zahlreichen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie anderen Kreditinstituten mit Geschäftsstellen gar keine Verzinsung auf dem Tagesgeldkonto mehr bekommen, schreiben zahlreiche Direktbanken immerhin noch einen Zinssatz von 0,2 Prozent gut. Generell lässt sich natürlich nicht verallgemeinern, dass Direktbanken immer die besseren Tagesgeldkonditionen als Filialbanken anbieten. Daher ist es empfehlenswert, die Angebote miteinander zu vergleichen und dazu beispielsweise einen Tagesgeldrechner in Anspruch zu nehmen. Allerdings beinhalten die Tagesgeldvergleiche ohnehin nahezu ausschließlich Tagesgeldangebote, die online verfügbar sind. Die entsprechenden Angebote stammen daher entweder von Direktbanken oder von Filialbanken, die ihre Kondition zusätzlich auch über die Webseite zur Verfügung stellen.

Fehlende Beratung kein Nachteil der Direktbanken

Als größter Vorteil der Filialbanken gegenüber den Direktbanken wird im Allgemeinen die persönliche Beratung genannt, die es eben bei Kreditinstituten mit Geschäftsstellennetz noch gibt, bei Direktbanken hingegen auf Grundlage deren Geschäftsprinzip nicht. Da es sich allerdings beim Tagesgeld um ein sehr einfach verständliches Bankprodukt handelt, bei dem kaum ein Anleger eine Beratung benötigt oder haben möchte, ist die fehlende persönliche Beratung durch die Direktbanken in diesem Produktbereich kein Nachteil. Es gibt nur sehr wenige Anleger, die tatsächlich vor der Eröffnung eines Tagesgeldkontos eine umfassende Beratung durch die Bank wünschen, die natürlich eine Direktbank in der Form nicht leisten kann. Stattdessen zählen beim Tagesgeld vor allem möglichst günstige Konditionen, bei denen die Direktbanken – wie im vorherigen Abschnitt bereits erwähnt – in aller Regel die Nase vorne haben.

Tagesgeldkonto bei einer Direktbank eröffnen

Es gibt nach wie vor zahlreiche Kunden, die noch nie ein Konto online eröffnet haben. Der Anteil dieser Kunden ist beim Tagesgeld sogar vergleichsweise hoch, denn vor allem etwas konservativ eingestellte und sicherheitsorientierte Anleger entscheiden sich überproportional häufig für die Tagesgeldanlage. Aus diesem Grund möchten wir im Folgenden etwas näher erläutern, welche Schritte Sie gehen müssen, um ein Tagesgeldkonto bei einer Direktbank zu eröffnen. In der Übersicht können Sie sich beispielsweise an die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung halten:

  1. Tagesgeldvergleich durchführen
  2. Auf die Webseite der ausgewählten Bank begeben
  3. Kontoeröffnungsantrag online ausfüllen
  4. Legitimation durchführen
  5. Unterlagen / Kontoeröffnungsantrag versenden
  6. Zugangsdaten zum Tagesgeldkonto erhalten
  7. Geld auf Tagesgeldkonto transferieren

Es sind demzufolge nur wenige Schritte, die in aller Regel insgesamt weniger als 30 Minuten an Zeitaufwand in Anspruch nehmen. An erster Stelle sollte möglichst der Tagesgeldvergleich stehen, denn mit dessen Hilfe finden Sie die Direktbanken mit den besten Tagesgeldzinsen. Anschließend begeben Sie sich auf deren Webseite und klicken dann meistens auf einen Button mit der Bezeichnung „Konto eröffnen“ oder „Registrieren“. Anschließend öffnet sich ein Formular und dort geben Sie Ihre üblichen persönlichen Daten ein, also insbesondere Name, Anschrift und Geburtsdatum.

Nachdem der Online-Antrag komplett ausgefüllt ist, können Sie diesen entweder postalisch in Verbindung mit der Legitimation durch das Postident-Verfahren versenden oder bei besonders fortschrittlichen Direktbanken sofort online verschicken. Dort müssen Sie heute übrigens häufig kein Postident-Verfahren durchführen, sondern können stattdessen das bequeme Videoident-Verfahren vom heimischen PC aus nutzen. Ist die Legitimation abgeschlossen und sind die Anträge versendet, müssen Sie nur noch darauf warten, von der Bank die entsprechenden Zugangsdaten zu Ihrem Online-Tagesgeldkonto zu erhalten. Haben Sie die Zugangsdaten bekommen, können Sie sich jetzt in Ihr Tagesgeldkonto einloggen und zudem die gewünschte Anlagesumme von Ihrem Girokonto als Referenzkonto aus transferieren.

Direktbanken aus dem Ausland gewinnen Marktanteile

Das Tagesgeld wird nicht nur von inländischen Filialbanken und inländischen Direktbanken angeboten, sondern insbesondere in den letzten drei Jahren treten immer mehr ausländische Kreditinstitute am deutschen Markt auf. Nicht immer, aber relativ häufig, handelt es sich auch bei diesen Kreditinstituten um Direktbanken. Da es vom Ablauf her praktisch keinen Unterschied macht, ob Sie ein Tagesgeldkonto online bei einer inländischen oder ausländischen Direktbank eröffnen, kommt es für Anleger insbesondere auf die besseren Zinskonditionen an. Trotzdem sollten Sie bei ausländischen Direktbanken noch auf zwei wesentliche Punkte achten, nämlich einerseits auf die Einlagensicherung und andererseits darauf, ob das Tagesgeldkonto in Euro geführt wird.

Die Einlagensicherung kann durchaus bei ausländischen Direktbanken ein Entscheidungskriterium sein, falls Sie mehr als 100.000 Euro investieren möchten oder die Bank nicht in einem EU-Staat ansässig ist. Unter diesen Voraussetzungen sollten Sie auf jeden Fall prüfen, ob bei der ausländischen Bank eine ausreichende Einlagensicherung besteht und ob Sie sich voraussichtlich auf diese Garantie verlassen können. Falls das Tagesgeldkonto bei der ausländischen Bank in Euro geführt wird, müssen Sie in dieser Hinsicht nichts weiter beachten.

Anders stellt sich die Situation jedoch dar, falls es sich um ein Fremdwährungskonto handelt. Dann sollten Sie nämlich darauf achten, dass in Verbindung mit dem Tagesgeldkonto in einer fremden Währung ein Währungsrisiko besteht. Dieses ergibt sich daraus, dass das Tagesgeldkonto eben nicht in Euro geführt wird, sodass der Devisenkurs mit seinen täglichen Veränderungen dazu führen kann, dass Sie effektiv trotz Guthabenzinsen Kapitalverluste erleiden. Dies wird immer dann passieren, wenn sich der Wert der Fremdwährung gegenüber dem Euro in eine ungünstige Richtung entwickelt.

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