Konditionen

Konditionen2018-11-21T10:09:25+00:00

Tagesgeldkonditionen – mehr als nur Zinsen

Beim Tagesgeld interessieren die meisten Anleger natürlich vor allem die Zinsen, die sie für das auf dem Tagesgeldkonto befindliche Guthaben erhalten. Darüber hinaus gibt es allerdings noch weitere Tagesgeldkonditionen, die zwar im Normalfall nicht die Bedeutung wie die Tagesgeldzinsen haben, dennoch aber beim Vergleich der Anbieter durchaus den Ausschlag geben können, welche Bank für den einzelnen Anleger das beste Angebot bereithält.

Tagesgeldzinsen als wichtigste Tagesgeldkondition

Mit den Tagesgeldkonditionen werden alle Bedingungen und Details bezeichnet, die im Zusammenhang mit dem Tagesgeld für den Anleger interessant sind. In erster Linie sind die Tagesgeldzinsen als wichtigste Tagesgeldkondition für nahezu jeden Kunden von großem Interesse. Die Tagesgeldzinsen orientieren sich von der grundsätzlichen Gestaltung her am EONIA sowie am EZB-Leitzins, aber auch die Anlagesumme kann einen kleineren Teil dazu beitragen, welche Tagesgeldzinsen die Bank veranschlagt.

Neben den Tagesgeldzinsen gibt es noch die folgenden weiteren Tagesgeldkonditionen, auf die wir im Folgenden etwas näher eingehen werden:

  • Unterschied Neu- und Bestandskunden
  • Zinsgarantien
  • Intervalle der Zinsgutschrift
  • Mindesteinlage
  • Zinsstaffel

Gibt es bei den Tagesgeldkonditionen Unterschiede zwischen Neu- und Bestandskunden?

Es ist je nach Anbieter nicht zwangsläufig so, dass die veranschlagten Tagesgeldkonditionen automatisch für alle Kunden gelten. Manche Kreditinstitute machen beim Tagesgeld nämlich einen Unterschied, ob es sich um einen Neu- oder Bestandskunden handelt. Zwar gibt es heutzutage kaum noch eine Prämie oder einen Zinsbonus für Neukunden, wie es noch bis vor fünf Jahren häufig der Fall war. Allerdings möchten viele Tagesgeldanbieter dennoch neue Kunden für sich gewinnen und bieten in dem Zusammenhang eine Zinsgarantie an.

In diesem Fall erhält der neue Kunde zwar meistens den gewöhnlichen Tagesgeldzins, der auch Bestandskunden gutgeschrieben wird. Allerdings beinhaltet die Zinsgarantie, dass dieser Tagesgeldzins dann für einen bestimmten Zeitraum unveränderlich seitens der Bank bleibt, beispielsweise für drei, sechs oder zwölf Monate. Die Zinsgarantie ist demzufolge für Neukunden eine durchaus interessante Tagesgeldkondition, lohnt sich allerdings nur unter der Voraussetzung, dass eher von fallenden Tagesgeldzinsen auszugehen ist.

Intervalle der Zinsgutschrift

Die Zinsgutschriftintervalle zählen ebenfalls zu den Tagesgeldkonditionen, die vor allem bei größeren Anlagesummen interessant sein können. Je nach Anbieter finden sich in erster Linie die drei möglichen Zinsintervalle:

  • Jährlich
  • Vierteljährlich
  • Monatlich

Meistens findet die Zinsgutschrift auf dem Tagesgeldkonto oder dem angeführten Verrechnungskonto einmal jährlich statt. Eine monatliche Zinsgutschrift, sofern sie auf dem Tagesgeldkonto selbst erfolgt, hat demgegenüber für den Anleger vor allem den Vorteil, dass anschließend vom Zinseszinseffekt profitiert werden kann. Nach Gutschrift der Zinsen beginnt nämlich eine neue Zinsperiode und die Zinsen werden demzufolge dem Kapital gutgeschrieben. Somit findet in der nächsten Zinsperiode eine Verzinsung des Kapitals und der zuvor gutgeschriebenen Zinsen statt. Prinzipiell sind die Zinsgutschriftintervalle allerdings für die meisten Anleger eher zweitrangig, es sei denn, dass es um besonders hohe Anlagesummen geht und eine monatliche Gutschrift der Zinsen auf einem externen Konto gewünscht wird.

Mindesteinlage beim Tagesgeld sehr selten

Eine weitere Tagesgeldkondition möchten wir nicht außer Acht lassen, auch wenn diese in der Praxis nur noch selten vorzufinden ist. Es handelt sich dabei um die Mindesteinlage, die jedoch heutzutage kaum noch eine Bank im Zusammenhang mit dem Tagesgeldkonto fordert. Stattdessen sind Mindesteinlagen eher beim Festgeld üblich, denn dort bieten manche Banken das Festgeldkonto beispielsweise erst ab einer Mindesteinlage in Höhe von 5.000 oder 10.000 Euro an. Trotzdem sollten insbesondere Sparer und Kleinanleger auf diese Tagesgeldkondition achten, damit sie sich nicht für eine Bank entscheiden, die doch vielleicht eine Mindesteinlage vorschreibt, die sie nicht erfüllen können.

Zinsstaffel beim Tagesgeldkonto möglich

Eine weitere Tagesgeldkondition, die in Verbindung mit der Anlagesumme steht, ist eine mögliche Zinsstaffel. Manche Kreditinstitute vergeben nämlich für kleinere Guthaben auf dem Tagesgeldkonto aktuell einen höheren Zins, als wenn Sie als Kunde beispielsweise 100.000 Euro oder mehr als Guthaben auf dem Tagesgeldkonto zur Verfügung haben. Insofern existiert eine Zinsstaffel, die allerdings meistens nur aus zwei Elementen besteht. Sollte das Kreditinstitut beispielsweise bis zu einer Anlagesumme von 20.000 Euro einen Zinssatz von 0,25 Prozent zahlen, während für eine Einlage über 20.000 Euro nur noch 0,15 Prozent gezahlt werden, ist dies für Anleger durchaus interessant zu wissen. Wenn Sie nämlich insgesamt 80.000 Euro anlegen möchten, könnten Sie bei dieser Bank 20.000 Euro investieren, bei einer anderen Bank vielleicht nochmal 20.000 Euro und auf diese Weise durch die Verteilung des Kapitals auf mehrere Kreditinstitute den insgesamt bestmöglichen Zinssatz erhalten.

Einlagensicherung als indirekte Tagesgeldkondition

Nicht direkt zu den Tagesgeldkonditionen gehört die Einlagensicherung, die allerdings ebenfalls eine nicht unwichtige Kondition im Zusammenhang mit dem jeweiligen Tagesgeldangebot darstellt. Falls das Tagesgeldkonto bei einem Kreditinstitut geführt wird, welches seinen Hauptsitz innerhalb der Europäischen Union hat, müssen Sie sich bezüglich der Einlagensicherung keine Gedanken machen, es sei denn, Sie möchten besonders viel Kapital investieren. Innerhalb der EU gilt nämlich eine gesetzlich verankerte Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Kunde. Unter der Voraussetzung, dass Sie mehr als 100.000 Euro als Guthaben auf dem Tagesgeldkonto deponieren möchten, lohnt sich allerdings ein genauerer Blick auf die Sicherung der Einlagen. Dann wird es nämlich interessant, ob das Kreditinstitut zusätzlich einem privaten Einlagensicherungsfonds angeschlossen ist, sodass auch Guthaben oberhalb von 100.000 Euro geschützt sind.

Genauer betrachten sollten Sie die Einlagensicherung auf jeden Fall dann, wenn das Tagesgeldkonto bei einem Kreditinstitut geführt wird, welches außerhalb der EU sitzt. Dann kann es passieren, dass sie Einlagensicherung geringer als in Deutschland ist oder generell gar nicht existiert. In diesem Fall sollten Sie auch genau hinsehen, wer hinter der Einlagensicherung steht und wie verlässlich die Garantien tatsächlich sind.

Apropos ausländische Banken: Eine weitere Tagesgeldkondition kann unter Umständen die Währung sein, in welcher das Tagesgeldkonto geführt wird. Im Normalfall wird das Guthaben in Euro verbucht, es sei denn, Sie entscheiden sich wiederum für ein Kreditinstitut, welches außerhalb der Eurozone sitzt. In diesem Fall kann es passieren, dass das Tagesgeldkonto beispielsweise in Schweizer Franken oder in norwegischen Kronen geführt wird. In diesem Fall sollten Sie bedenken, dass ein Währungsrisiko existiert, welches es natürlich bei einem in Euro geführten Tagesgeldkonto nicht gibt.

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