Tagesgeldzinsen

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Tagesgeldzinsen2018-11-21T10:04:47+00:00

Was sind Tagesgeldzinsen?

Beim Tagesgeld ist es vor allem die hohe Sicherheit, die Anleger selbst in der Niedrigzinsphase dazu veranlasst, dieses Anlageprodukt zu nutzen. Darüber hinaus interessieren die Kunden aber selbstverständlich ebenfalls die Tagesgeldzinsen, auf die wir im Folgenden näher eingehen möchten. Die Zinsen hängen von mehreren Faktoren ab und können sich zwischen den Anbietern durchaus in größerem Umfang voneinander unterscheiden.

Zinsen als Ertragsform beim Tagesgeld

Das Tagesgeld zählt zu den sogenannten verzinslichen Geldanlagen. Dies bedeutet, dass der Anleger als Ertragsform Zinsen gutgeschrieben bekommt. Die Zinsen erhält er im Gegenzug dafür, dass er Geld auf dem Tagesgeldkonto deponiert und somit der Bank indirekt Kapital leiht, welches diese beispielsweise – zumindest zu einem gewissen Anteil – gewinnbringend in Form eines Kredites an andere Kunden weiter verleihen kann. Beim Tagesgeld sind die Tagesgeldzinsen in aller Regel der einzige Ertrag, es sei denn, Sie entscheiden sich für ein Tagesgeldkonto in einer fremden Währung. Unter dieser Voraussetzung haben Sie die Chance, zusätzlich zu den Tagesgeldzinsen als Erträge eventuelle Währungsgewinne zu generieren.

Tagesgeldzinsen: Fix oder variabel?

Ein entscheidender Unterschied zwischen dem Tagesgeld und dem Festgeld ist auch im Bereich der Zinsen anzutreffen. Beim Festgeld ist es so, dass die Bank mit ihren Kunden einen Zinssatz vereinbart, der dann für die gesamte – ebenfalls zu vereinbarende – Festlegedauer gilt. Innerhalb des gewählten Zeitraums gibt es beim Festgeld demzufolge einen fixen Zinssatz. Beim Tagesgeld ist dies nicht so, denn dort ist eine variable Verzinsung üblich. Dies bedeutet, dass die Bank den Tagesgeldzins jederzeit nach Belieben verändern kann.

Ausnahmen gibt es allerdings auch hier, die jedoch nahezu ausschließlich Neukunden bei der jeweiligen Bank betreffen. Manche Kreditinstitute vergeben beim Tagesgeld nämlich mitunter sogenannte Garantiezinsen. Es handelt sich dabei um Tagesgeldzinsen, die vom Zinssatz her für einen festgelegten Zeitraum, beispielsweise sechs Monate, garantiert werden. Der Kunden profitiert von einer solchen Garantie allerdings nur dann, wenn die allgemeinen Tagesgeldzinsen der Bank innerhalb der Zeitspanne nicht steigen. Üblich sind fixe Zinsen beim Tagesgeld also nicht, denn normalerweise sind die Tagesgeldzinsen variabel.

Wovon hängt die Höhe der Tagesgeldzinsen ab?

Vermutlich haben Sie bereits mitbekommen, dass sich die Tagesgeldzinsen aktuell (4. Quartal 2018) auf einem nahezu historisch niedrigen Niveau befinden. Die Frage kam daher sicherlich bereits auf, woran es liegt, dass die Zinsen für Tagesgeldanlagen so niedrig sind. Die Antwort ist relativ einfach, nämlich am EZB-Leitzins. Zwar sind die Tagesgeldzinsen nicht direkt an den EZB-Leitzins oder einen anderen übergeordneten Zinssatz gebunden, aber die Banken orientieren sich trotzdem an der Entwicklung der Leitzinsen, wenn es um das Festlegen der Tagesgeldzinsen geht. Die Leitzinsen sind somit der maßgebliche Einflussfaktor für zahlreiche Anlagezinsen, zu denen auch die Tagesgeldzinsen zählen. In der Übersicht sind es vor allem die folgenden Anlageprodukte, bei denen der Ertrag sich maßgeblich an der Entwicklung der Leitzinsen orientiert:

• Spareinlagen
• Tagesgeld
• Festgeld
• Anleihezinsen, beispielsweise Bundeswertpapiere
• Geldmarktpapiere

Neben den EZB-Leitzinsen gibt es allerdings noch einen weiteren Faktor, der zumindest bei diversen Banken die Höhe der Tagesgeldzinsen ebenfalls beeinflusst. Es handelt sich um die Anlagesumme, für die sich der Kunde auf seinem Tagesgeldkonto entscheidet. Allerdings gibt es diesbezüglich keine einheitliche Vorgehensweise seitens der Bank, sodass man nicht sagen kann, dass bei größeren Anlagesummen generell höhere Zinsen als bei geringeren Guthaben auf dem Tagesgeldkonto gezahlt werden. In der Niedrigzinsphase ist es teilweise sogar umgekehrt, sodass Banken etwas höhere Tagesgeldzinsen für geringere Guthaben als für höhere Anlagesummen zahlen.

Wie hoch sind die Tagesgeldzinsen?

Wie hoch die Tagesgeldzinsen sind, die Sie für Ihr Guthaben auf dem Tagesgeldgeldkonto erhalten, hängt von diversen Faktoren ab. Zwei Einflussfaktoren haben wir bereits zuvor erläutert, nämlich zum einen den EZB-Leitzins und zum anderen unter Umständen die Anlagesumme. Darüber hinaus entscheidet selbstverständlich jede Bank selbst, welchen Zinssatz sie bereit ist, für Guthaben auf dem Tagesgeldkonto zu zahlen. Vor diesem Hintergrund wird sich keine pauschale Aussage zur Höhe der Tagesgeldzinsen treffen lassen, sondern es kommt immer auf die Entwicklung der Leitzinsen und der sonstigen Einflussfaktoren an.

Aktuell ist es Ende 2018 beispielsweise so, dass die Tagesgeldzinsen deutscher Kreditinstitute äußerst niedrig sind und sich durchschnittlich bei nicht einmal 0,25 Prozent bewegen. Etwas anders und damit für den Anleger positiver gestaltet sich die Situation in einigen anderen Ländern, sodass die Tagesgeldanlage bei ausländischen Banken durchaus attraktiv sein kann. Allerdings sollten Sie im Hinblick auf den Sicherheitsaspekt und somit darauf achten, dass Ihr Kapital möglichst durch eine ähnliche Einlagensicherung geschützt ist, wie sie innerhalb der Europäischen Union existiert. Zudem sind die Tagesgeldzinsen bei ausländischen Banken eventuell zwar einerseits höher, aber auf der anderen Seite kann bei einem in fremder Währung geführten Tagesgeldkonto ein Währungsrisiko hinzukommen.

Höhere Tagesgeldzinsen für Neukunden?

Bis vor einigen Jahren war es fast schon üblich, dass neue Kunden, die bei der entsprechenden Bank zum ersten Mal ein Tagesgeldkonto eröffneten, zeitlich befristet einen höheren Zinssatz als Bestandskunden erhielten. Heutzutage sind solche höheren Tagesgeldzinsen für Neukunden nicht mehr üblich und daher nur noch selten anzutreffen. Stattdessen garantieren Banken den neuen Kunden meistens den aktuell gültigen Tagesgeldzins für einen bestimmten Zeitraum. Somit gibt es in der aktuellen Niedrigzinsphase nur noch selten Unterschiede zwischen Neu- und Bestandskunden, was die seitens der Bank gezahlten Tagesgeldzinsen angeht. Dies könnte sich bei wieder ansteigenden Zinsen jedoch ändern, sodass vielleicht in einigen Jahren die Banken wieder deutlich mehr als aktuell um neue Tagesgeldkunden „kämpfen“.

Gibt es bei den Tagesgeldzinsen Vorschusszinsen?

Ein großer Vorteil besteht beim Tagesgeld darin, dass der Kontoinhaber sein Guthaben in Teilen oder komplett an jedem Banktag verfügen kann. Dabei ist keine Kündigungsfrist einzuhalten, sodass die Bank bei einer Verfügung auch keine Vorschusszinsen berechnen darf, wie es zum Beispiel bei zahlreichen Spareinlagen üblich ist. Demzufolge wird der volle Zinsertrag, den Sie bis zum Zeitpunkt der Verfügung in Form der Tagesgeldzinsen auf Ihrem Tagesgeldkonto erwirtschaftet haben, ohne Abzug mit ausgezahlt.

Zinseszinsen gibt es beim Tagesgeld übrigens auch, wenn Sie den beispielsweise jährlich gutgeschriebenen Zinsertrag auf dem Tagesgeldkonto belassen und nicht auf Ihr Girokonto auszahlen lassen. Bei der nächsten Zinsperiode wird der Zinsertrag dem Kapital gutgeschrieben und mit angelegt, sodass auf diese Weise der bekannte Zinseszinseffekt entsteht.

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