IT und Medien

Was bedeutet Web3? – Teil 1

Immer häufiger liest man im Netz von Web3. Doch was steckt hinter dem Begriff? Wir erklären es Ihnen!

Schöne neue Welt

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Wer in den letzten Monaten online war hat sicherlich die Begriffe Metaverse und Web3 wahrgenommen. An manchen Orten werden diese Begriffe als die nächste digitale Revolution angepriesen. Gerade das Web3 wird als nächster Quantensprung des Internets gehandelt. Aber was genau ist das Web3?
Um Web3 besser zu verstehen werden wir kurz andere verwandte Konzepte wie Web 1.0, Web 2.0 und das Metaverse erklären. Wenn Sie dies überspringen möchten, können Sie hier weiterlesen.

Was sind Web 1.0 und 2.0?

Der Begriff Web3 steht grob gesagt für die 3. Generation des Internet, wie man es als Endanwender kennt. In seinen Anfängen wurde die erste Phase des Internets als Web 1.0 bezeichnet. Im Zeitraum von 1994 bis 2004 bestand das Web 1.0 im Wesentlichen aus einer Sammlung statischer HTML-Seiten, die die Benutzer besuchen konnten. Das Web 1.0, auch als Read-Only-Internet bekannt, konnte nur aufgerufen, aber nicht mitgestaltet werden. Wenn Sie keine Kenntnisse in Programmiersprachen hatten, konnten Sie die statischen Seiten des Web 1.0 lediglich besuchen und es wie ein riesiges Wikipedia-Verzeichnis nutzen.

Mit Web 2.0 änderte sich dies grundlegend. User konnten nun an Webauftritten teilhaben und diese auch mitgestalten. Ab 2004 boten neue Technologien den Unternehmen die Möglichkeit, aus dieser Entwicklung Kapital zu schlagen. Web 2.0 läutete damit die Ära von Unternehmen wie Facebook, YouTube und vielen anderen ein. Zum ersten Mal wurde das Internet zu einer zweiseitigen Konversation, bei der die Nutzer nicht nur Inhalte ansehen, sondern auch selbst erstellen und dazu beitragen konnten. Bekannte Beispiele hierfür sind Bilder auf Facebook posten oder Videos auf YouTube hochladen. Auch mobile Anwendungen dieser Plattformen entstanden in dieser Zeit.

Privatsphäre vs. Bequemlichkeit

Das Konzept des Web 2.0 und seinen Anwendungen begeisterte Nutzer weltweit. Doch offenbarte es auch nach und nach seine Schattenseiten. Die anfänglichen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und des Datenmissbrauchs bewahrheiteten sich schnell und werden bis heute viel diskutiert und selten gelöst. Dies gilt vor allem für große Tech-Unternehmen, die erkannten, dass sie mit den Daten der sozialen Medien gigantische Gewinne mit Werbung durch Drittanbieter erzielen können.

Die Verfolgung von Nutzerdaten wurde für gezielte Werbung eingesetzt und perfektioniert. Das tägliche Pendeln zur Arbeit, die Google-Suchanfragen, die Interaktionen mit anderen Nutzern, alles wird katalogisiert um ein Werbeprofil zu erstellen. Dieses Profil wird dann verwendet, um Ihnen als Nutzer gezielte Werbung zu zeigen. Das Web 2.0 besteht bis heute und ist die Version des Internets, in der Sie und ich uns gerae befinden.

Da das Web 2.0 die aktuelle Version des Internets darstellt, gibt es die oben genannten Probleme noch immer. Das Web 2.0 ist in seinem Aufbau zentralisiert. Das bedeutet, dass anstelle der Freiheit der Online-Nutzer all ihre Daten von einigen wenigen Unternehmen der Branche, gespeichert und kontrolliert werden. Diese Daten werden meist auf einigen wenigen ausgewählten Servern gespeichert und sind der Gnade der Eigentümer ausgeliefert, die die Infrastruktur betreiben.

„Der Nutzer ist das Produkt“

Für die kostenfreie Nutzung der beliebten Social Media Dienste haben die meisten Nutzer in kauf genommen, dass Ihre Daten für gezielte Werbung überwacht und gespeichert werden. Auch die Katalogisierung ihrer Bewegungsmuster sowie persönliche Vorlieben haben sie bereits als notwendiges Übel akzeptiert. Oft fällt das Argument, man hätte ja nichts zu verbergen. Datenschützer schlagen hier seit langem Alarm. Doch das Ganze gestaltet sich als Problem ohne scheinbare Alternativen, da das Internet ein globales Medium ist. Die effizienteste Möglichkeit wäre, das Internet ganz zu stoppen. Da dies nicht machbar ist, ist das Konzept von Web3 daher sehr interessant.

Was ist Web3?

Das Web3 wird als Weiterentwicklung des aktuellen Internets angesehen und ist ein Konzept, das sich um ein Internet dreht, das sich auf Dezentralisierung, Freiheit und Anonymität konzentriert. Theoretisch beruht die Grundlage von Web3 auf der Blockchain-Technologie und der verteilten Datenverarbeitung. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass Web3 ein Versuch sein soll, den großen Unternehmen die Macht zu entziehen, dies soll durch Dezentralisierung möglich werden.


Hinweis: Web 3.0 wird auch als „Semantisches Web“ bezeichnet. Dies ist ein Konzept, das vom „Vater des Internets“ Sir Tim-Berners-Lee begründet wurde. Der Begriff Web3 ist jedoch ein eigenständiges Konzept, das von Ethereum-Mitbegründer Gavin Wood im Jahr 2014 geprägt wurde.

Dezentralisieren: Einigen wenigen Mitgliedern/Unternehmen die Kontrolle zu entziehen und sie auf die breite Masse zu verteilen.

Verteiltes Rechnen: Der Prozess, bei dem mehrere Computer als Server miteinander verbunden werden, um die Verarbeitungsleistung zu teilen und die gemeinsame Nutzung von Daten zu optimieren.

Mehr über Web3 erfahren Sie in Teil 2 und Teil 3

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