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2010 erwirtschaftete die Filmindustrie 300 Millionen Dollar weniger als im Vorjahr.

Sind 3D-Filme doch nicht das wahre Highlight für Besucher?

Selbst Klassiker und Neu-Produktionen ließen nur mäßig Fans in die Kinos locken. Im Jahr 2010 wagten im Gegensatz zum Vorjahr nur wenige Menschen den Schritt ins Kino.

Sei es aus Zeit- oder Lustmangel, egal ob das Interesse fehlte oder es am Überdruss lag. Selbst neu erschienene Streifen konnten bei Jung und Alt nicht punkten, sodass immer weniger Menschen Lust verspürten ins Kino zu gehen.

1. Welches Zeugnis legen die Zahlen ab?

Wie eine Statistik der Hollywood.com zeigte, war der Kinoandrang 2010 so niedrig wie ca. 10 Jahre zuvor.

Selbst in Sommermonaten, in denen es viele Produktionen bzw. Neuerscheinungen gibt, blieben die Kinos zum Teil leer oder waren nur mäßig gefüllt.

Ebenso verhält es sich zur Weihnachtszeit, denn während des Advents schrieb das Kino-Geschäft ebenfalls keine besseren Zahlen. Laut einer Recherche von BTIG Research gingen die Einnahmen vieler Kinos um fast 35 % in der Vorweihnachtszeit zurück.

2.  Ist die 3D-Technik nicht mehr ausreichend?

Viele Studios in Hollywood erhofften sich durch die neue 3D Technik mehr Erfolg und vor allen Dingen höhere Besucherzahlen.

Doch die neue Technik bedeutet parallel mehr Investition, demzufolge wurden Kinobesuche teurer.

Ein Zwischenfazit bezeugt, unter anderem aufgrund des hohen Preises noch weniger Besucher ins Kino fanden. Der Bedarf an Unterhaltungsmöglichkeiten war für viele schon über andere Unterhaltungsmedien gedeckt.

2.1. Ein Überangebot sorgt für sinkende Nachfrage

Es war nichts Besonderes mehr, denn der Überdruss war da. Es gab 2010 zu viele Filme, bei denen die Qualität zu wünschen übrig ließ oder viele Filme, die sich bei den Besuchern nicht etablieren konnten. Einige Filme waren zudem von Beginn an bereits ein Flop.

Ein amerikanischer Bürger steht immer weniger auf 3D, so Greenfield. Zum Beispiel waren Filme wie „Jackass oder Saw“ durch die 3D-Technik schon etwas Besonderes, doch bei allen anderen blieb dieser Effekt aus.

Die dreidimensionale Technik mag den Filmen zwar den entsprechenden Kick verleihen, bei den Besuchern kam dies jedoch nicht wie ursprünglich gewünscht an, so das Urteil von Greenfield.

In der Gesamtheit betrachtet waren die Summe aller Kinoeinnahmen rückläufig. Allein im Jahr 2010 wurde ein Rückgang von ca. 10,5 Milliarden Dollar auf ca.10,2 Milliarden Dollar verzeichnet.

Die Besucherstatistik zeigte, dass Kinogänge um 8,3 % zurückgingen. 2010 war ein Jahr, in dem nur wenige Film-Produktionen gut bei den Fans ankamen, dazu zählen:

  • 3D: Toy Story, Alice im Wunderland
  • 2D: Inception

Weniger Euphorie brachten Filme wie Cats und Dogs. Auch Tron: Legacy, eine Science-Fiction Produktion, begann eher mäßig und konnte am 17. 12.2010 die Kinos nicht füllen.

Selbst Werbung- und Marketingaktionen erzielten keine besseren Erfolge, denn 3D hob die Leute nicht aus Ihren Sesseln daheim in die Kinos.

2.2. Wie geht es weiter?

Insidern zu Folge werden sich das Kinogeschehen und die Besucherzahlen im kommenden Jahr verbessern, so A. Di Clemente – Barclays Cap.

Er geht davon aus, dass speziell der Sommer des Jahres alte Klassiker sowie Serien-Fortsetzungen Leute ins Kino locken wird.

Als Tipp gelten:

  • Cars (2)
  • Transformers (3)
  • der Fluch der Karibik (4)

Ob in Zukunft die 3D-Variante auf Vormarsch sein wird, sollten viele Studios überlegen, so die Meinung von Greenfield.

Bei neuen Filmen bzw. Ersterscheinungen ist die 3D-Technik sicher ein Highlight, bei einzelnen Blockbustern ebenso, jedoch sollten mit dieser Technik bestehende Filme, die nur mäßig beim Publikum ankamen, nicht aufgewertet werden.

Seiner Meinung nach, wäre es richtig, allein die Eintrittskosten für Besucher von 3D-Produktionen zu senken und allgemein die Anzahl der Produktionen, denn oftmals stimmt das Preis- Leistungsverhältnis bei 3D-Filmen nicht überein, was letztendlich auch den Besuchern auffällt.