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Sicherheit2018-12-07T11:00:39+00:00

Sicherheit: Wie sicher sind Kreditkarten?

Bargeld hat ohne Frage seine Vorzüge, wie zum Beispiel die Anonymität. In puncto Sicherheit hat Bargeld jedoch einen entscheidenden Nachteil gegenüber Bankkarten und Kreditkarten. Wenn es gestohlen wird oder Sie es verlieren, dann sehen Sie das Geld in der Regel nie wieder. Beim Diebstahl oder dem Verlust einer Kreditkarte kann man das allerdings nicht behaupten. Vielleicht sehen Sie die Kreditkarte nicht wieder, aber Ihr Geld ist deswegen nicht weg. Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie sicher Kreditkarten sind, auf was Sie beim Bezahlen achten sollten und wie es generell um die Sicherheit bei Kreditkarten bestellt ist.

5 Sicherheitsregeln beim Umgang mit der Kreditkarte

  1. Kreditkarte und Geheimzahl immer getrennt voneinander aufbewahren
  2. Niemals jemandem die PIN verraten (oder zuschauen lassen bei der Eingabe)
  3. Den Verlust oder den Diebstahl der Kreditkarte umgehend der Bank melden
  4. Bei verdächtigen Transaktionen sofort die Bank informieren und ggf. mit der Bank weitere Schritt einleiten
  5. Beim Bezahlen im Internet auf Seriosität und eine SLL-Verschlüsselung achten

Kreditkarten Sicherheit: Wie sicher sind Kreditkarten?

Wir beginnen damit, dass wir uns zunächst die allgemeinen Sicherheitsmerkmale einer Kreditkarte genauer anschauen. Eine Kreditkarte (egal ob Visa, Mastercard oder American Express) besteht optisch aus folgenden Sicherheitsmerkmalen:

  • Kreditkartennummer (16-stellig)
  • Ablaufdatum
  • Chip auf der Vorderseite
  • Feld für persönliche Unterschrift auf der Rückseite
  • Prüfziffer auf der Rückseite (sogenannter CVC, in der Regel 3-stellig)
  • Geheimzahl (PIN)

Früher war es tatsächlich für einen Betrüger relativ einfach, mit einer gestohlenen Kreditkarte Missbrauch zu betreiben bzw. mit den gestohlenen Kreditkartendaten. Grund war, dass es bis dahin keinen Chip auf der Kreditkarte gab. Auch wurden häufig gar keine Geheimzahlen vergeben. Kriminelle konnten die Kreditkartendaten stehlen (Kartennummer, Ablaufdatum usw.), dann daraus eine Dublette erstellen und anschließend damit Geld vom Kreditkartenkonto im außereuropäischen Ausland abheben.

Das ist mittlerweile nicht mehr so ohne Weiteres möglich. Denn eine Abhebung am Geldautomaten erfordert die Angaben auf dem Chip. Und diese sind verschlüsselt und können nicht einfach so gestohlen werden. Es genügt also mittlerweile nicht mehr, nur die „normalen“ Angaben zu besitzen.

Auch können Kriminelle nicht in den Besitz der PIN gelangen, sofern sie ihn nicht „ausspähen“. Man kann eine Geheimzahl nicht aus einer Karte herauslesen. Zudem ist die PIN auch nicht bei der Bank gespeichert. Das heißt, dass auch ein Bankmitarbeiter die Geheimzahl nicht kennt. Vergessen Sie Ihre Geheimzahl zur Kreditkarte, dann müssen Sie eine neue Kreditkarte beantragen.

Und im Gegensatz zum Bargeld kann die Bank die Kreditkarte sperren. Damit sind dann weitere Verfügungen nicht mehr möglich.

Kreditkarte gestohlen oder verloren: Maximal 50 Euro Haftung

In diesem Zusammenhang gleich der Hinweis: Sollten Sie Ihre Kreditkarte verlieren oder sie wird Ihnen gestohlen, dann müssen Sie diese umgehend sperren lassen. Sollten Kriminelle dennoch mit der Kreditkarte verfügen – was unter Umständen trotz einer Sperrung möglich ist – dann erhalten Sie den Schaden häufig komplett erstattet. Bei einer ganzen Reihe von Anbietern liegt die Selbstbeteiligung bei 0 Euro, wie zum Beispiel bei den Sparkassen oder bei Barclaycard. Gesetzlich ist es den Kreditinstituten jedoch gestattet, das Haftungslimit auf maximal 50 Euro zu setzen. Im Ernstfall beträgt Ihr Risiko also höchstens 50 Euro. Ein ganz klarer Vorteil gegenüber Bargeld.

Bezahlen mit Kreditkarte im Internet: Auf was sollte ich achten?

Viele Verbraucher haben Bedenken, wenn Sie im Internet ihre Kreditkartendaten angeben sollen. Und eine gesunde Skepsis ist wirklich angebracht. Dennoch können Sie grundsätzlich bedenkenlos im Internet mit Kreditkarte bezahlen. Insbesondere bei bekannten und großen Unternehmen sollte es keine Sicherheitsbedenken geben. Generell sollte immer eine sogenannte SSL-Verschlüsselung vorhanden sein. Sie erkennen das daran, ob in der Browserzeile links ein grünes Vorhängeschloss vorhanden ist. Auch beginnen diese Webseiten mit „https:“ und nicht nur mit „http:“.

Ein aktueller Browser, wie zum Beispiel Google Chrome, macht Sie zudem auf unsichere Webseiten aufmerksam. Sie sollten auch immer ein aktuell gehaltenes Antiviren-Programm im Hintergrund laufen haben. Sogenannte Trojaner könnten sonst in Ihren Computer eindringen und Ihre Eingaben auslesen. In diesem Zusammenhang ist auch der nächste Abschnitt sehr wichtig.

  • Nur bei seriösen und zertifizierten Online Händlern einkaufen
  • Eine SSL-Verschlüsselung sollte vorhanden sein (grünes Vorhängeschloss in der Adressleiste)
  • Browser und Antivirus-Programm stets aktuell halten

Sollte ich meine Kreditkartendaten per Email übermitteln?

Wir raten Ihnen davon ab, Ihre Kreditkartendaten per Email zu übermitteln. Zwar ist der Versand einer Email in den meisten Fällen sicher. Natürlich kommt es auch darauf an, wem Sie die Daten schicken möchten. Wenn es sich um einen nahen Verwandten handelt, zum Beispiel der Ehepartner, dann gibt es wahrscheinlich nur Sicherheitsbedenken. An Unternehmen zum Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen sollten Sie jedoch grundsätzlich keine Kreditkartendaten per Mail übermitteln.

Hinweis: Vielleicht erhalten Sie manchmal eine E-Mail mit der Aufforderung Ihre Bank- oder Kreditkartendaten zu aktualisieren. Diese Nachrichten sehen aus, als ob sie tatsächlich von Ihrer Bank stammen. Gehen Sie niemals darauf ein! Es handelt sich hier um Kriminelle, die versuchen, an sensible Daten zu gelangen. Möglicherweise greift in diesem Fall auch nicht die o.g. Haftungsbeschränkung, da das Kreditinstitut behaupten kann, dass Sie fahrlässig gehandelt hätten.

Was sollte ich tun, wenn ich meine Kreditkarte verliere?

Falls Sie Ihre Kreditkarte verlieren oder Sie Ihnen gestohlen wird, sollten Sie die Karte umgehend sperren lassen. Die zentrale Sperr-Hotline ist die (+49) 116 116. Die Hotline ist 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr erreichbar. Beachten Sie bitte, dass einige Banken eine separate Sperr-Notrufnummer besitzen. Auch können die Kollegen bei der „116 116“ keine neue Kreditkarte bestellen.

Daher ist es notwendig, dass Sie sich im Anschluss auch nochmal an Ihre Bank wenden. Es ist wichtig, dass Sie den Verlust wirklich umgehend melden! Ansonsten könnte das Kreditinstitut Ihnen vorwerfen, dass Sie fahrlässig gehandelt haben. Es ist mitunter erforderlich, dass Sie einen Diebstahl bei der Polizei anzeigen, auch im Ausland.

  • Sofort nach Bekanntwerden des Verlustes bzw. Diebstahls die Kreditkarte sperren lassen
  • Zentrale Notrufnummer (24/7 erreichbar): +49 116 116
  • Manche Banken haben eine separate Sperr-Hotline

Kann ich mein Geld verlieren, wenn ich meine Kreditkarte verliere?

Wie im Abschnitt zuvor erwähnt, sollten Sie Ihre Kreditkarte sofort sperren lassen, nachdem Sie sie verloren haben bzw. sie Ihnen gestohlen wurde. Nun bemerkt man ja nicht immer sofort den Verlust einer Kreditkarte und einige Verbraucher haben Befürchtungen, dass Kriminelle vielleicht ihr Konto „leerräumen“. Diese Befürchtungen sind jedoch unbegründet. Natürlich kann es passieren, dass jemand die Kreditkarte nutzt, bevor Sie sie sperren lassen konnten. In diesem Fall greift jedoch die weiter oben beschriebene Haftungsgrenze von maximal 50 Euro. Eventuell ist es dann jedoch erforderlich, dass Sie eine Anzeige bei der Polizei aufgeben.

Hinzukommt, dass die Kartenbetreiber über interne Sicherheitsvorkehrungen verfügen. Weicht das Zahlungsverhalten plötzlich von Ihren Gewohnheiten ab, so sperrt die Bank die Kreditkarte vorsorglich selbst. Beispielsweise wenn plötzlich eine Abbuchung in einem Land auftaucht, indem Sie nie zuvor waren bzw. sich aus Ihren Umsätzen schließen lässt, dass Sie sich augenblicklich dort gar nicht aufhalten.

Hinweis: Ohne der Geheimzahl kann der Finder der Kreditkarte auch kein Geld abheben. Er könnte maximal im Geschäft bargeldlos einkaufen. Hier ist es jedoch Aufgabe des Händlers, sich bestätigen zu lassen, dass der Kunde auch tatsächlich der Eigentümer der Kreditkarte ist. Beispielsweise muss man dann des Ausweis vorzeigen. Wenn der Händler auf diese Prüfung verzichtet, so muss er für den potentiellen Schaden selbst haften.

Was kann ich machen, wenn ich eine falsche Abbuchung auf meiner Kreditkarte finde?

Dann setzen Sie sich am besten unmittelbar mit Ihrer Bank in Verbindung. Sollten Sie Kunde einer Direktbank sein, dann am besten per Telefon. Die Mitarbeiter werden mit Ihnen gemeinsam die betreffenden Transaktionen nochmal durchgehen und bei Bedarf zurückbuchen. Eine Rückbuchung ist jedoch nicht möglich, wenn eine Transaktion mit der PIN bestätigt wurde. In dem Fall kann der Händler und die Bank zurecht davon ausgehen, dass nur Sie im Besitz der Geheimzahl sind und deshalb auch die Transaktion tätigen mussten. Natürlich gibt es auch hier wieder Ausnahmen, wie beim sogenannten Skimming, indem Kriminelle eine Kamera am Geldautomaten montieren und so Ihre Geheimzahl ausspähen können.

Fazit: Kreditkarten sind ein sehr sicheres Zahlungsmittel

Kreditkarten gelten als ein sehr sicheres Zahlungsmittel. Sie müssen kein Bargeld mit sich herumtragen. Verlieren Sie Ihre Kreditkarte, können Sie sie ganz einfach sperren lassen. Hinzukommt, dass Sie sich im Ausland nicht zuvor mit Fremdwährung eindecken müssen, da Sie mit Ihrer Kreditkarte quasi immer die aktuelle Heimatwährung dabeihaben.

Wichtig ist jedoch immer, auch selbst auf die Sicherheit Ihrer Kreditkarte zu achten, indem Sie niemandem die Geheimzahl mitteilen und sensibel bei Phishing-Mails reagieren.

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